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IP/05/590

Brüssel, 22. Mai 2005

Koordinationsverfahren der Europäischen Kommission macht schnelle Hilfe bei den Überschwemmungen in Rumänien möglich

Das Beobachtungs- und Informationszentrum (BIZ) der Europäischen Kommission reagierte umgehend auf das Ersuchen Rumäniens um EU-Katastrophenschutzhilfe. Die ersten dieser Hilfskonvois kamen am Samstag an, weitere Hilfe ist unterwegs. Am Donnerstagabend alarmierte das BIZ die nationalen Katastrophenschutzbehörden der europäischen Länder, die am Gemeinschaftsverfahren für den Katastrophenschutz beteiligt sind, um die europäischen Hilfsmaßnahmen zu koordinieren.

Schwere Regenfälle im April und im Mai führten in Rumänien zu Überschwemmungen und Erdrutschen, von denen Tausende von Menschen betroffen waren, und zerstörten Hunderte von Häusern. Am Abend des 19. Mai 2005 bat die rumänische Regierung über das Beobachtungs- und Informationszentrum der Europäischen Kommission und das Euro-atlantische Koordinierungszentrum für Katastrophenhilfe der NATO um internationale Hilfe. Das BIZ alarmierte umgehend die Katastrophenschutzbehörden der Mitgliedstaaten und unterrichtete sowohl die NATO als auch die VN laufend über seine Hilfsmaßnahmen.

Zur Bedeutung einer wirksamen Reaktionsfähigkeit der EU im Katastrophenfall sagte das für Umwelt zuständige Mitglied der Europäischen Kommission, Stavros Dimas: „Unverzügliche Hilfe im Katastrophenfall, die über das Gemeinschaftsverfahren für den Katastrophenschutz bereitgestellt wird, ist sicherlich der wirksamste und greifbarste Ausdruck der europäischen Solidarität mit den Opfern. Die großzügige Reaktion der Mitgliedstaaten auf das Hilfeersuchen Rumäniens unterstreicht, wie wichtig weitere Anstrengungen auf europäischer Ebene sind, um das Gemeinschaftsverfahren für den Katastrophenschutz noch stärker zu koordinieren.“

Die folgenden Mitgliedstaaten haben Rumänien über das Beobachtungs- und Informationszentrum Hilfe angeboten:

Luxemburg schickte Tauchausrüstung, um die rumänischen Katastrophenschutzbehörden zu unterstützen.

Ein österreichischer Konvoi von 15 Lastwagen mit mehreren Hochleistungs-Wasserpumpen, Generatoren und Seilwinden, der von 70 Personen begleitet wurde, kam am Samstag an.

Spanien und Malta bereiten den Versand von Wasserpumpen und Desinfektionsmitteln und die damit verbundenen Hilfeleistungen vor.

Finnland schließlich hat Generatoren, Tauchpumpen, Seilwinden, Regenjacken und Tauchausrüstung angeboten.

Hintergrund:

Der Hilfseinsatz in Rumänien baut auf den Erfahrungen auf, die bei der Hilfeleistung nach einer Vielzahl unterschiedlicher Katastrophen innerhalb und außerhalb der EU gesammelt wurden, unter anderem bei den Überschwemmungen in Mitteleuropa (2002) und Frankreich (2003), dem Prestige-Unfall (2002), den Erdbeben in Algerien (2003), Iran (2003) und Marokko (2004), den Waldbränden in Frankreich und Portugal (2003, 2004), der Explosion in Asunción (2004), der verheerenden Flutwelle in Südasien (2004) und (Schnee)stürmen in Schweden und Albanien (2005).


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