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IP/05/383

Brüssel, den 4. April 2005

Zoll : Seminar über Nachahmung und Produktpiraterie vom 4. - 7. April in Budapest

Die Europäische Kommission veranstaltet gemeinsam mit der ungarischen Zollverwaltung vom 4. – 7. April in Budapest (Ungarn) ein Seminar über die Bekämpfung von Nachahmung und Produktpiraterie. An der Konferenz werden 130 Experten der Zollverwaltungen der Mitgliedstaaten, der wichtigsten Handelspartner – wie etwa China, USA und Türkei – sowie der Wirtschaft teilnehmen, um Informationen über die neuesten Entwicklungen und Fälschertechniken auszutauschen. Am 6. April werden die Teilnehmer an verschiedenen ungarischen Grenzübergangsstellen unter Anleitung der renommiertesten Spezialisten für Zollrisikoanalysen Betriebskontrollen durchführen. Hierbei ist die Teilnahme von Journalisten erwünscht. Zudem wird am 7. April um 13.00 Uhr eine Pressekonferenz stattfinden.

"Auf die wachsende Zahl von Produkt- und Markenfälschungen, die nicht nur unsere Volkswirtschaften schädigen, sondern auch die Gesundheit und die Sicherheit der europäischen Verbraucher zunehmend gefährden, muss die EU mit ganz konkreten und praktischen Maßnahmen reagieren", sagte der für Steuern und Zoll zuständige EU-Kommissar László Kovács. "Dieses Seminar soll dazu beitragen, dass die Zusammenarbeit und der Informationsaustausch zwischen Zoll und Wirtschaft künftig besser funktionieren, denn nur so lässt sich das gravierende Problem in den Griff bekommen."

Das Veranstaltungsprogramm sieht vor, dass die Teilnehmer am Mittwoch, den 6. April, wahlweise den Budapester Hafen, den Internationalen Flughafen Budapest, das ungarische Zollpostamt in Budapest oder aber eine ungarische Grenzzollstelle besichtigen. Dabei können sie sich Einblick in die zolltechnischen Verfahren zum Aufspüren illegaler Waren, insbesondere Produkt- und Markenfälschungen, verschaffen; auch soll eine Beschau von Sendungen demonstriert werden, die mit Hilfe dieser Methoden ausgewählt werden.

Kommissar Kovács und der Leiter der ungarischen Zoll- und Finanzverwaltung, Generalmajor Dr. János Nagy, geben am Donnerstag, den 7. April, um 13.00 Uhr im Hotel Flamenco, Tas vezér u. 7, 1113 Budapest, eine Pressekonferenz über die Ergebnisse des Seminars. Journalisten, die an der Pressekonferenz oder an der Beschau der Sendungen am 6. April teilnehmen möchten, wenden sich bitte bis zum 5. April (15.00 Uhr) an die Pressestelle der Zoll- und Finanzverwaltung, Fax +36-1-4569506 – E-Mail: sajto@mail.vpop.hu.

Produkt- und Markenfälschungen sind eine Bedrohung für alle Wirtschaftszweige – für die gewerbliche Wirtschaft ebenso wie für den Literatur- oder Kunstsektor. Untersuchungen aus den Jahren 1998 und 1999 zeigen, dass in diesen beiden Jahren Nachahmungen schätzungsweise 5-7% des Welthandels (rund 250 Mrd. EUR pro Jahr) ausmachten und zum Verlust von 200.000 Arbeitsplätzen in Europa führten.

Überdies tauchen in jüngster Zeit mehr und mehr Nachahmungen von Arzneimitteln, medizinisch-chirurgischem Material, Spielwaren, Lebensmitteln und Getränken auf, die zunehmend zu einer Gefahr für die Gesundheit und Sicherheit der Verbraucher in der EU werden. Statistiken, die die Europäische Kommission Anfang des Jahres veröffentlicht hat, (siehe IP/05/147 und MEMO/05/40) weisen für das Jahr 2003 einen deutlichen Anstieg der an den EU-Außengrenzen beschlagnahmten Produkt- und Markenfälschungen aus. Um diese Piraterie einzudämmen, müssen mehrere Maßnahmen gleichzeitig ergriffen werden; hierzu zählen insbesondere eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Rechteinhabern, deren Rechte an geistigem Eigentum verletzt werden, ein besserer Informationsaustausch zwischen den Zollverwaltungen der EU sowie eine engere Zusammenarbeit mit den wichtigsten Handelspartnern der EU.

Weitere Informationen über Nachahmung und Produktpiraterie finden Sie unter:

http://ec.europa.eu/taxation_customs/customs/customs_controls/counterfeit_piracy/index_de.htm


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