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IP/05/268

Brüssel, den 08. März 2005

Kommissionsstudie: elektronische Behördendienste haben fast überall in der EU Einzug gehalten

Über 90 % der öffentlichen Dienstleister sind nun auch im Internet vertreten, und 40 % der grundlegenden öffentlichen Dienste1 können vollständig interaktiv in Anspruch genommen werden. Zu diesem Ergebnis kommt der fünfte Jahresbericht der Kommission über elektronische Behördendienste in Europa. Wie die Verfügbarkeits- und Interaktivitätsdaten zeigen, haben die neuen EU-Mitgliedstaaten nun den Stand der EU-15 von vor zwei Jahren erreicht. Nun geht es darum, dass die angebotenen elektronischen Behördendienste auch möglichst breit und oft genutzt werden, damit die Bürger und Unternehmen auch tatsächlich in den Genuss der möglichen Effizienzgewinne kommen (siehe IP/05/41).

„Diese Untersuchung macht die großen Fortschritte deutlich, die bei der Entwicklung und Einführung elektronischer Behördendienste in der EU erreicht wurden. Die Entwicklungsunterschiede zwischen den neuen Mitgliedstaaten und den Ländern der alten EU-15 sind geringer als viele dachten und könnten sehr bald ganz verschwinden,“ meint die für die Informationsgesellschaft und Medien zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding. „Elektronische Behördendienste können die Erledigung von Verwaltungsangelegenheiten für alle einfacher und angenehmer machen. Wenn wir die Unternehmen und Bürger dazu ermuntern, diese Dienste möglichst oft zu nutzen, tragen wir zu einer höheren Effizienz, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Volkswirtschaft bei.“

Die Untersuchung wurde im Auftrag der Europäischen Kommission von Capgemini durchgeführt und befasste sich mit 14 000 Websites in 28 Ländern, nämlich in den EU-Mitgliedstaaten sowie Norwegen, Island und der Schweiz. Schweden steht bei den Online-Angeboten öffentlicher Dienste an erster Stelle, dicht gefolgt von Österreich. Grundlage ist ein Index für die Ausbaustufe der Dienste, von der einfachen Online-Information bis zum vollständig interaktiven Dienst einschließlich Onlinezahlung und ggf. Onlineerbringung der Dienstleistung. Dieser Index steigt mit jeder neuen Datenerfassung an und hat nun 65 % erreicht.

Derzeit rangieren die zehn neuen EU-Mitgliedstaaten noch weitgehend in der unteren Hälfte der Rangliste. Die Entwicklung der elektronischen Behördendienste geht dort aber zügig voran und hat nun etwa den Stand der EU-15 von vor zwei Jahren erreicht. Estland befindet sich sogar bereits in der oberen Hälfte.

Diese Untersuchung wird seit 2001 in den EU-15-Staaten sowie in Norwegen, Island und der Schweiz durchgeführt. Den größten Vorsprung hatten in der Vergangenheit Island (+20 %), Deutschland (+15 %), Italien (+13 %), das Vereinigte Königreich (+13 %) und Belgien (+9 %).

Ferner sagt die Studie voraus, dass die Verbesserung der Online-Ausbaustufe (z. B. vollständig interaktive Dienste) in den kommenden Jahren in den Hintergrund treten wird. Um weiter voranzukommen müssen öffentliche Stellen ihre internen Abläufe stärker mit den nach Außen erbrachten Dienstleistungen vernetzen, besser miteinander zusammenarbeiten und ihre Arbeitskultur und Verwaltungsverfahren ändern.

Bessere öffentliche Dienste sind eine wichtige Voraussetzung für die Verwirklichung der breiter angelegten Wirtschaftsstrategie zur Modernisierung der EU-Wirtschaft. Ziel der neuen Lissabonner Strategie ist die Schaffung klarer, stabiler und wettbewerbsorientierter Rahmenbedingungen für die elektronische Kommunikation und digitale Dienste, für die verstärkte Forschung und Innovation im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien und für die Förderung einer Informationsgesellschaft, die alle Menschen einbezieht und der Erhöhung der Lebensqualität dient.

Die Studie ist verfügbar unter:

http://ec.europa.eu/information_society/soccul/egov/egov_benchmarking_2005.pdf


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