IP/05/162
Brüssel, den 10. Februar 2005
Ein von Dr. Erkki Ormala, Vizepräsident für Technologiepolitik bei Nokia, geleitetes Expertengremium kam zu dem Schluss, dass die Programme der Europäischen Union für Forschung und technologische Entwicklung einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der europäischen Wissensgrundlage geleistet haben und sich auf das Innovationspotenzial Europas positiv auswirken. Allerdings kam das Gremium zu dem Ergebnis, dass künftig mehr Mittel erforderlich sind, sollen diese positiven Effekte fortgeführt werden. Ferner empfahl das Gremium eine stärkere Beteiligung der Wirtschaft, insbesondere der KMU, eine schlankere und einfachere Verwaltung und mehr radikale Innovationen und Risikobereitschaft.
Als dem für Wissenschaft und Forschung zuständigen Mitglied der Europäischen Kommission, Janez Potočnik, der Abschlussbericht des Gremiums überreicht wurde, erklärte er: „Es ist ermutigend, die Bewertung des Gremiums bekommen zu haben, derzufolge die Rahmenprogramme zur Schaffung einer Wissensgesellschaft beigetragen haben; bei der Konzipierung des nächsten Programms werden wir uns in nennenswerter Weise von diesem Bericht leiten lassen. Ich teile insbesondere die Ansicht, dass Europa in bestimmten Schlüsseltechnologien weltweit führend werden sollte.“
In dem Bericht werden vier Hauptherausforderungen aufgezeigt, vor denen die EU-Forschung steht:
Das Gremium kam zu dem Ergebnis, dass die Forschungsrahmenprogramme der EU eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der europäischen Wissensgrundlage, bei der Korrektur einiger Unzulänglichkeiten der europäischen Forschung und Entwicklung und bei der Überbrückung der Kluft zwischen Forschung und Innovation gespielt haben. Ihren Erkenntnissen nach führte die Finanzierung auf europäischer Ebene zu einem signifikanten Mehrwert über die nationalen Forschungsinvestitionen hinaus.
Die Experten unterstützten den Vorschlag der Kommission, die europäischen Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Haushalt für den Zeitraum 2007-2013 zu verdoppeln, fügten aber hinzu, dass diese Erhöhung durch höhere nationale Ausgaben für Forschung und Entwicklung ergänzt werden müsste, um wirksam zu sein.
Ferner wurde die Ansicht vertreten, dass das Rahmenprogramm in einem Umfeld angesiedelt sein müsste, das Unternehmen und die Forschung und Entwicklung in der Industrie unterstützt. Es müsste z. B. enge Verbindungen zu den Rechten am geistigen Eigentum und zum Gemeinschaftspatent, zu den staatlichen Beihilferegeln und zum öffentlichen Auftragswesen geben.
Darüber hinaus wurde eine Reihe von Empfehlungen für das künftige Rahmenprogramm formuliert, das die Kommission noch im Laufe des Jahres 2005 vorstellen wird:
Das Gremium setzte sich aus 13 führenden europäischen Vertretern aus dem Forschungsmanagement und der Forschungsevaluierung, von Universitäten, Forschungseinrichtungen und aus der Industrie zusammen.
Der Bericht kann bezogen werden bei: