Navigation path

Left navigation

Additional tools

Binnenmarkt: Rechtsanwälte und Notare zur Stellungnahme zu Anti-Geldwäsche-Bestimmungen aufgefordert

European Commission - IP/05/1528   05/12/2005

Other available languages: EN FR

IP/05/1528

Brüssel, den 5. Dezember 2005

Binnenmarkt: Rechtsanwälte und Notare zur Stellungnahme zu Anti-Geldwäsche-Bestimmungen aufgefordert

Die Europäische Kommission hat einen On-line-Fragebogen veröffentlicht, der Erkenntnisse darüber liefern soll, wie Angehörige von Rechtsberufen und Rechtsanwaltskanzleien ihren aus der Geldwäscherichtlinie resultierenden Pflichten nachkommen. Die eingehenden Informationen werden in den Bericht über die Anwendung der zweiten Geldwäscherichtlinie einfließen, der dem Europäischen Parlament und dem Rat 2006 vorgelegt werden soll. Diese direkte Einbeziehung von Angehörigen von Rechtsberufen und Rechtsanwaltskanzleien soll gewährleisten, dass ihre praktischen Erfahrungen und etwaigen Schwierigkeiten bei der Erfüllung ihrer Pflichten in dem Bericht angemessen zum Ausdruck kommen. Die Teilnehmer sind aufgefordert, u.a. zur Wirksamkeit der Meldepflicht, den Folgekosten der Richtlinie und deren Auswirkungen auf die Nachfrage nach Dienstleistungen im Rechtsbereich Stellung zu nehmen. Der Fragebogen kann anonym ausgefüllt werden.

Dazu das für Binnenmarkt und Dienstleistungen zuständige Kommissionsmitglied Charlie McCreevy: "Wir wollen wissen, wie Rechtsanwälte und Notare mit ihren neuen Pflichten im Bereich der Geldwäschebekämpfung umgehen. Wir wollen mehr darüber erfahren, welchen Schwierigkeiten sie sich bei der Erfüllung dieser Pflichten gegenüber sehen und wie diese sich auf ihre Geschäfte auswirken. Ich möchte die Angehörigen von Rechtsberufen mit einschlägigen Erfahrungen ermuntern, den Fragebogen zu beantworten. Ihre Meinung ist uns wichtig."

Durch die zweite Geldwäscherichtlinie wurden selbstständige Angehörige von Rechtsberufen in deren Anwendungsbereich aufgenommen und damit der Tatsache Rechnung getragen, dass nicht dem Finanzsektor zuzurechnende Gewerbe in zunehmendem Maße für Geldwäschezwecke genutzt werden.

Die unter die Richtlinie fallenden Angehörigen von Rechtsberufen sind verpflichtet, mit den zuständigen Behörden zusammenzuarbeiten und zu diesem Zweck die Identität ihrer Mandanten festzustellen und Verdachtsfälle zu melden. Diese Vorschriften gelten in den meisten Mitgliedstaaten seit längerer Zeit, so dass die Rechtsanwälte sich inzwischen mit ihren neuen Pflichten vertraut machen konnten.

Die Fragebogenaktion ist Teil einer groß angelegten Initiative der Kommission, bei der ermittelt werden soll, wie Rechtsanwälte in Bezug auf ihre Pflichten zur Geldwäschebekämpfung in den verschiedenen Mitgliedstaaten behandelt werden. Die Regierungen der Mitgliedstaaten und die europäischen Verbände der Angehörigen von Rechtsberufen wurden ebenfalls ersucht, der Kommission Auskünfte zu diesem Thema zu erteilen.
Der Fragebogen ist in mehreren Sprachen abrufbar unter:

http://ec.europa.eu/yourvoice/ipm/forms/dispatch?form=moneylaundering1&lang=de
Weitere Informationen zu den EU-Geldwäschevorschriften unter:

http://ec.europa.eu/internal_market/company/financial-crime/index_de.htm


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website