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IP/05/1505

Brüssel, den 30 November 2005

Kommission bewilligt € 185 Mio. für 2006 zur Bekämpfung von Tierseuchen

Die Europäische Kommission hat ein Finanzpaket von € 185 Mio. für die Förderung von Programmen bewilligt, mit denen im Jahre 2006 Tierseuchen getilgt, bekämpft und überwacht werden sollen. Die 129 Programme, deren Förderung durch die EU genehmigt wurde, beziehen sich auf Tierseuchen, die sowohl die Gesundheit des Menschen als auch die Tiergesundheit betreffen. Der hohe EU-Zuschuss zu diesen Programmen macht deutlich, welchen Stellenwert Seuchentilgungsmaßnahmen für den Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier haben.

Markos Kyprianou, der für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständige Kommissar, sagte, „Wir wenden im Jahre 2006 umfangreiche Mittel zur Bekämpfung von Tierseuchen auf. Gesunde Tiere sind Voraussetzung für gesunde Lebensmittel. In der heutigen Entscheidung kommt unser anhaltendes Engagement für die Tilgung, Verhütung und vorausschauende Überwachung von Seuchen zum Ausdruck.”

Jedes Jahr genehmigt die Kommission Programme für die Tilgung und Überwachung von Tierseuchen, die Bekämpfung von Zoonosen wie Salmonellose sowie für die TSE-Überwachung und -Tilgung. Diese genehmigten Programme erhalten finanzielle Zuschüsse von der EU.

Programme zur Tilgung von Tierseuchen

Für das Jahr 2006 wurden der Kommission 63 Programme zur Tilgung von 10 wichtigen Tierseuchen vorgelegt; für 49 von diesen wurden finanzielle Zuschüsse bewilligt. Der Gesamtbeitrag der EU zu diesen Programmen beträgt € 49 730 000.

Innerhalb dieses Finanzrahmens haben diejenigen Seuchen Vorrang, die auf den Menschen übertragbar sind. Etwa € 26 670 000 werden für die Brucellosetilgung aufgewendet, die beim Menschen Malta-Fieber hervorruft (€ 14 910 000 für Rinderbrucellose und € 11 760 000 für Schaf- und Ziegenbrucellose). Weitere € 8 215 000 werden zur Bekämpfung der Tollwut zur Verfügung gestellt, einer in hohem Maße tödlichen Virusinfektion des Nervensystems. Auch Rindertuberkulose kann bekanntlich auf den Menschen übertragen werden, deshalb werden ebenfalls beträchtliche Summen (€ 7 905 000) bereitgestellt, um die restlichen Fälle dieser Seuche zu bekämpfen.

Programme zur Zoonosebekämpfung

Finanzielle Zuschüsse in Höhe von € 4 463 000 wurden zur Bekämpfung der zoonotischen Salmonellose bei Geflügel in 12 Mitgliedstaaten bewilligt. Seit 2005 hat sich die Förderung dieser Programme verdoppelt, was zeigt, wie ernst die Bekämpfung dieser Seuchen in den Tierbeständen genommen wird.

Programme zur BSE/TSE-Überwachung und -Tilgung

Für die TSE-Überwachung hat die Kommission sich bereit erklärt, € 88 305 000 aus dem EU-Haushalt zur Verfügung zu stellen. Dies schließt auch die finanzielle Unterstützung der Gemeinschaft für Schnelltests zum Nachweis von TSE bei Rindern, Schafen und Ziegen sowie differenzialdiagnostische Tests zum Ausschluss von BSE bei kleinen Wiederkäuern ein. Für BSE-Tilgungsprogramme in ganz Europa stellt die EU im Rahmen der Kofinanzierung € 8 710 000 bereit.

Obligatorische Maßnahmen zur Tilgung der Traberkrankheit sind in Kraft; Tiere infizierter Herden müssen gekeult und einer Genotypisierung unterzogen werden. Auch wurden Programme für die Züchtung TSE-resistenter Schafe festgelegt.

Dieses Jahr werden € 34 138 000 für die genehmigten Programme zur Tilgung der Traberkrankheit aufgewendet. Die vollständige Liste aller genehmigten Programme und der von der Kommission gebilligten EU-Zuschüsse ist den Anhängen zu entnehmen.

Anhang I

Genehmigte Programme zur Tilgung und Überwachung von Tierseuchen

Anteil und Höchstbetrag des Gemeinschaftszuschusses

Seuche
Mitgliedstaat oder Beitrittsland
Anteil
Höchstbetrag (EUR)
Aujeszky-Krankheit
Belgien
Spanien
50%
50%
160.000
100.000
Blauzungenkrankheit
Spanien
Frankreich
Italien
Portugal
50%
50%
50%
50%
2.200.000
150.000
1.000.000
1.250.000
Rinderbrucellose
Zypern
Griechenland
Spanien
Irland
Italien
Polen
Portugal
Vereinigtes Königreich[1]
50%
50%
50%
50%
50%
50%
50%
50%
300.000
300.000
6.000.000
1.750.000
2.600.000
260.000
1.800.000
1.900.000
Rindertuberkulose
Estland
Spanien
Italien
Polen
Portugal
50%
50%
50%
50%
50%
65.000
5.000.000
1.800.000
800.000
240.000
Klassische Schweinepest
Tschech. Republik
Deutschland
Frankreich
Luxemburg
Slowenien
Slowak. Republik
50%
50%
50%
50%
50%
50%
35.000
600.000
400.000
15.000
25.000
400.000
Enzootische Rinderleukose
Estland
Italien
Litauen
Lettland
Portugal
50%
50%
50%
50%
50%
5.000
200.000
100.000
50.000
100.000
Schaf- und Ziegenbrucellose (B melitensis)
Zypern
Griechenland
Spanien
Frankreich
Italien
Portugal
50%
50%
50%
50%
50%
50%
310.000
600.000
6.500.000
150.000
3.200.000
1.000.000
Poseidom[2]
Frankreich[3]
50%
100.000
Traberkrankheit
Österreich
Tschech. Republik
Deutschland
Estland
Frankreich
Finnland
Litauen
Lettland
Polen
Slowenien
Slowak. Republik
50%
50%
50%
50%
50%
50%
50%
50%
50%
50%
50%
180.000
390.000
750.000
990.000
105.000
100.000
600.000
650.000
3.750.000
300.000
400.000
Afrikanische/Klassische Schweinepest
Italien
50%
50.000
INSGESAMT


49.730.000

Anhang II

Genehmigte Kontrollprogramme zur Zoonoseprävention (Artikel 2 Absatz 1)

Anteil und Höchstbetrag des Gemeinschaftszuschusses

Zoonose
Mitgliedstaat oder Beitrittsland
Anteil
Höchstbetrag
(EUR)
Salmonellen
Österreich
Belgien
Zypern
Dänemark
Deutschland
Frankreich
Irland
Italien
Lettland
Niederlande
Portugal
Slowak. Republik
50%
50%
50%
50%
50%
50%
50%
50%
50%
50%
50%
50%
72.000
650.000
69.000
155.000
900.000
315.000
75.000
675.000
73.000
759.000
488.000
232.000
INSGESAMT


4.463.000

Anhang III.1

Genehmigte Programme zur TSE-Überwachung

Anteil und Höchstbetrag des Gemeinschaftszuschusses

Seuche
Mitgliedstaat
Anteil durchgeführter Schnelltests & differenzialdiag-nostischer Tests
Höchstbetrag
(in EUR)
TSE
Belgien
Tschech. Republik
Dänemark
Deutschland
Estland
Griechenland
Spanien
Frankreich
Irland
Italien
Zypern
Lettland
Litauen
Luxemburg
Ungarn
Malta
Niederlande
Österreich
Polen
Portugal
Slowenien
Slowak. Republik
Finnland
Schweden
Vereinigtes Königreich
100 %
100 %
100 %
100 %
100 %
100 %
100 %
100 %
100 %
100 %
100 %
100 %
100 %
100 %
100 %
100 %
100 %
100 %
100 %
100 %
100 %
100 %
100 %
100 %
100 %
3.155.000
1.485.000
2.115.000
13.940.000
225.000
545.000
8.305.000
24.395.000
5.035.000
7.345.000
280.000
340.000
700.000
135.000
915.000
25.000
4.375.000
1.755.000
3.430.000
1.605.000
390.000
665.000
935.000
285.000
5.925.000
Insgesamt
88.305.000

Anhang III.2

Genehmigte Programme zur BSE-Tilgung

Anteil und Höchstbetrag des Gemeinschaftszuschusses

Seuche
Mitgliedstaat
Anteil
Höchstbetrag
(in EUR)
BSE
Belgien
Tschech. Republik
Dänemark
Deutschland
Estland
Griechenland
Spanien
Frankreich
Irland
Italien
Zypern
Luxemburg
Niederlande
Österreich
Polen
Portugal
Slowenien
Slowak. Republik
Finnland
Vereinigtes Königreich
50 % Keulung
50 % Keulung
50 % Keulung
50 % Keulung
50 % Keulung
50 % Keulung
50 % Keulung
50 % Keulung
50 % Keulung
50 % Keulung
50 % Keulung
50 % Keulung
50 % Keulung
50 % Keulung
50 % Keulung
50 % Keulung
50 % Keulung
50 % Keulung
50 % Keulung
50 % Keulung
150.000
750.000
100.000
875.000
15.000
15.000
1.000.000
300.000
2.800.000
200.000
15.000
100.000
60.000
15.000
985.000
685.000
25.000
65.000
25.000
530.000
Insgesamt
8.710.000

Anhang III.3

Genehmigte Programme zur Tilgung der Traberkrankheit

Anteil und Höchstbetrag des Gemeinschaftszuschusses

Seuche
Mitgliedstaat
Anteil
Höchstbetrag
(in EUR)
Traberkrankheit
Belgien
Tschech. Rep.
Dänemark
Deutschland
Estland
Griechenland
Spanien
Frankreich
Irland
Italien
Zypern
Lettland
Litauen
Luxemburg
Ungarn
Niederlande
Österreich
Portugal
Slowenien
Slowak. Republik
Finnland
Schweden
Vereinigtes Königreich
50 % Keulung; 100% Genotypisierung
50 % Keulung; 100% Genotypisierung
50 % Keulung; 100% Genotypisierung
50 % Keulung; 100% Genotypisierung
50 % Keulung; 100% Genotypisierung
50 % Keulung; 100% Genotypisierung
50 % Keulung; 100% Genotypisierung
50 % Keulung; 100% Genotypisierung
50 % Keulung; 100% Genotypisierung
50 % Keulung; 100% Genotypisierung
50 % Keulung; 100% Genotypisierung
50 % Keulung; 100% Genotypisierung
50 % Keulung; 100% Genotypisierung
50 % Keulung; 100% Genotypisierung
50 % Keulung; 100% Genotypisierung
50 % Keulung; 100% Genotypisierung
50 % Keulung; 100% Genotypisierung
50 % Keulung; 100% Genotypisierung
50 % Keulung; 100% Genotypisierung
50 % Keulung; 100% Genotypisierung
50 % Keulung; 100% Genotypisierung
50 % Keulung; 100% Genotypisierung
50 % Keulung; 100% Genotypisierung
100.000
105.000
5.000
1.105.000
6.000
1.060.000
12.790.000
4.690.000
705.000
530.000
5.215.000
10.000
5.000
35.000
50.000
685.000
15.000
865.000
160.000
250.000
6.000
6.000
5.740.000
Insgesamt
34.138.000


[1] Vereinigtes Königreich nur hinsichtlich Nordirland
[2] Herzwasser, Babesiose und Anaplasmose, von Vektorinsekten übertragen, in den französischen überseeischen Departements.
[3] Frankreich nur hinsichtlich Guadeloupe, Martinique und Réunion


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