Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR

IP/05/148

Brüssel, den 8. Februar 2005

Tag des sichereren Internet

Am heutigen 8. Februar wird von 65 Organisationen in 30 Ländern von Australien bis Island und von Russland bis Singapur der Tag des sichereren Internet begangen. Im Rahmen des ‚Safer Internet Day 2005’, der unter der Schirmherrschaft der für die Informationsgesellschaft und die Medien zuständigen Kommissarin Viviane Reding steht, wird in 19 und 16 Sprachen Staaten ein Internet-Wettbewerb für Kinder um das Erzählen der besten Abenteuergeschichte ausgetragen, über dessen Gewinner im Juni 2005 entschieden wird. Der Tag ist Teil der weltweiten Bemühungen verschiedener Gruppen, auf die Gefahren des Internet aufmerksam zu machen und eine sichere Nutzung des Internet durch alle, insbesondere Kinder und Jugendliche, zu fördern. Organisiert wird er vom europäischen Netzwerk für Internet-Sicherheit, INSAFE, das vom ‚European Schoolnet’ koordiniert und im Rahmen des Programms ‚Sichereres Internet’ von der Europäischen Kommission kofinanziert wird. Weitere Höhepunkte des ‚Safer Internet Day’ werden Konferenzen, der Start von Programmen in Schulen zur Einführung ins Internet, Radio- und Fernsehsendungen sowie die Einrichtung mehrerer neuer ‚Safer Internet’-Webseiten sein.
„Eltern überschätzen ihr Wissen, wenn es darum geht, ihre Kinder beim Surfen im Internet zu schützen. Über 60 % aller europäischen Eltern gehen davon aus, dass ihre Kinder nicht wissen, was sie tun sollen, wenn sie im Internet mit einer unangenehmen Situation konfrontiert werden. Unser Anliegen ist es, künftige Generationen von Europäern in die Lage zu versetzen, Informations- und Kommunikationstechnologien sicher, effektiv und unter Wahrung ethischer Werte zu nutzen“, so Viviane Reding. „Mit dem Erzählwettbewerb und anderen Veranstaltungen soll die kreative Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien gefördert werden; gleichzeitig sollen Lehrer dadurch ermutigt werden, innovativ an das Thema Internet-Sicherheit heranzugehen. Die diesjährige Veranstaltung kann auf den Erfolgen des Vorjahres aufbauen. Für die Zukunft hoffe ich, dass der Internet-Tag eine regelmäßige, einmal jährlich stattfindende Einrichtung wird. Die Europäische Kommission wird weiter daran arbeiten, mit Hilfe des von 2005 bis 2008 laufenden Programms ‚Mehr Sicherheit im Internet’ ein größeres Bewusstsein für die Internet-Sicherheit zu schaffen. Das Programm ist Teil einer stimmigen und konsequenten Politik im Bereich ‚Kinder und Medien’, die die volle Unterstützung des Europäischen Parlaments und des Rates genießt.“

Das Programm ‚Sichereres Internet’

Für das Programm ‚Sichereres Internet’ standen seit seinem Start im Jahr 1999 Haushaltsmittel in Höhe von insgesamt 38,3 Mio. EUR zur Verfügung. 89 Projekte mit einer durchschnittlichen Laufzeit von zwei Jahren wurden bzw. werden von der EU kofinanziert.

Zu den aktuellen Maßnahmen gehören:

  • 21 Meldestellen für illegale Inhalte. Vier weitere Meldestellen werden derzeit eingerichtet. Das Netz wird von der ‚INHOPE Association’ koordiniert;
  • 16 bestehende und 7 im Aufbau befindliche Sensibilisierungszentren, deren Aufgabe es ist, ein größeres Bewusstsein für den sichereren Umgang mit dem Internet zu schaffen. Für Koordination und Weiterbildung sind das European Schoolnet, die University of Central Lancashire und die Norwegische Medienbehörde zuständig;
  • ein angewandtes Forschungsprojekt über Medienerziehung, das sich auf neun Länder erstreckt;
  • die Schaffung verschiedener Qualitätssiegel für Webseiten;
  • zwei Pilotprojekte zur Selbstkontrolle, von denen eines darauf abzielt, die Bewertung von Inhalten auf Online-Computerspiele auszudehnen, während es bei dem anderen um wirksame Spam-Bekämpfung geht;
  • der Vergleich und die Bewertung von Filterprogrammen auf der Grundlage einer Ausschreibung, die noch bis zum 28. Februar 2005 läuft.

Ziel des Nachfolgeprogramms ‚Mehr Sicherheit im Internet’, das Ende März anlaufen soll (siehe IP/04/1456), ist es, Eltern und Lehrern Instrumente für mehr Sicherheit im Umgang mit dem Internet an die Hand zu geben. Mit dem Vierjahresprogramm (2005-08), ausgestattet mit Haushaltsmitteln in Höhe von 45 Mio. EUR, sollen illegale und schädliche Internet-Inhalte bekämpft werden. Das neue Programm gilt auch für andere Medien wie Videos und widmet sich dabei ausdrücklich der Bekämpfung von Rassismus und Spam. Es wird sich vor allem an die Endnutzer richten, also an Eltern, Erzieher und Kinder.

Nähere Auskünfte:

Safer Internet Day, INSAFE-Netzwerk und INSAFE-Newsletter:

http://www.saferinternet.org

Programm ‚Sichereres Internet’:

http://europa.eu/saferinternet


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website