IP/05/1385
Brüssel, den 8. November 2005
Die Kommissarin für Regionalpolitik Danuta Hübner hat eine Soforthilfe von über 49 Mio. EUR zur Wiederherstellung der durch die Überschwemmungen in Rumänien beschädigten Eisenbahnstrecken und Straßen angekündigt. Die Europäische Kommission beschloss die Gewährung der Hilfe an Rumänien im Rahmen des Programms ISPA (Strukturpolitisches Instrument zur Vorbereitung auf den Beitritt), das die Beitrittskandidaten bei den Vorbereitungen auf die EU-Mitgliedschaft unterstützt. Die Mittel werden zum Wiederaufbau von Eisenbahnstrecken und Straßen eingesetzt, die bei den Überschwemmungen im Juli und August beschädigt oder zerstört wurden.
„Mit dieser Hilfe stellt die Europäische Union ihre Solidarität mit Rumänien und seinen Bürgern unter Beweis. Dies ist von umso größerer Bedeutung, als die Naturkatastrophe die Fertigstellung wichtiger Eisenbahn- und Straßennetze zu verzögern drohte“, erklärte Kommissarin Hübner.
Die verheerenden Überschwemmungen im vergangenen Sommer haben in vielen Teilen Rumäniens u. a. Infrastrukturen beschädigt oder zerstört. Besonders betroffen waren die Eisenbahnstrecken Focsani – Putna Seaca und Bukarest Progresu – Giurgiu im Verkehrskorridor IX, der zum Transeuropäischen Netz (TEN-T) gehört. Auf jeder dieser Strecken ist eine wichtige Eisenbahnbrücke eingestürzt. Der Eisenbahnkorridor IX ist eine der beiden Hauptstrecken Rumäniens und für den nationalen wie den internationalen Bahnverkehr unentbehrlich.
Weitere Schäden entstanden an Straßen, die zum gleichen Verkehrsnetz gehören, so an verschiedenen Hauptstreckenabschnitten der Nationalstraßen 12A, 12B, 2L und 2M, die Teil des Korridors IX und des TEN-T sind oder Verbindungen zu diesen herstellen.
Die Ausschreibungen für die Wiederaufbauarbeiten werden Ende 2005 und Anfang 2006 stattfinden.
Ferner prüft die Europäische Kommission zwei getrennte Anträge Rumäniens auf Finanzhilfe aus dem EU-Solidaritätsfonds im Zusammenhang mit den Überschwemmungen im Frühjahr und Sommer 2005.
Hintergrund
Das Programm ISPA wurde im Jahr 2000 als eines der drei Finanzinstrumente
(neben PHARE und SAPARD) gestartet, um die Kandidatenländer bei der
Vorbereitung auf den Beitritt zu unterstützen. Basierend auf den
Grundsätzen des Kohäsionsfonds stellt das Programm Hilfen für
Infrastrukturprojekte in den EU-Prioritätsbereichen Umwelt und Verkehr
bereit. Weitere Informationen unter
http://ec.europa.eu/regional_policy/funds/ispa/ispa_en.htm
http://ec.europa.eu/regional_policy/atlas/romania/factsheets/pdf/fact_ro_en.pdf