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IP/05/1373

Brüssel, den 4. November 2005

Kommissar Kyprianou besucht Südostasien zur Erörterung der Vogelgrippe und anderer Fragen

Markos Kyprianou, der für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständige Kommissar, wird auf einer offiziellen Südostasienreise vom 6. - 16. November Vietnam, Thailand, Kambodscha und Indonesien besuchen. Ganz oben auf der Tagesordnung des Kommissars steht die Vogelgrippe, die seit 2003 in Teilen dieser Region auftritt. Er wird mit hochrangigen Vertretern und Ministern dieser Länder zusammenkommen, um die derzeitige Lage der Vogelgrippe in jedem Land sowie die von den nationalen Behörden und den internationalen Partnern getroffenen Maßnahmen zu erörtern. Weitere Themen, die Markos Kyprianou auf seiner zehntägigen Reise ansprechen wird, sind die Lebensmittelsicherheit sowie veterinär- und pflanzenschutzrechtliche Fragen und bestimmte Probleme der öffentlichen Gesundheit wie Aids.

Vor seinem Besuch sagte Kommissar Kyprianou: „Ich freue mich über die Gelegenheit, Südostasien zu besuchen, um die Dimension des Vogelgrippeproblems dort aus erster Hand kennen zu lernen und meinen Gesprächspartnern versichern zu können, dass die EU die Region bei der Bekämpfung der Vogelgrippe engagiert unterstützen wird. Die EU ist sich der Tatsache bewusst, dass die Vogelgrippe, egal wo sie auftritt, ein globales Problem darstellt, dass einer koordinierten globalen Reaktion bedarf. Wir tun alles, was in unserer Macht steht, um den südostasiatischen Ländern hierbei zu helfen. Die nächste Woche in Genf stattfindende Konferenz über die Vogelgrippe bietet eine wichtige Gelegenheit, die globalen Erfordernisse zu ermitteln und festzustellen, welche Ressourcen dafür bereitgestellt werden können.”

Kommissar Kyprianou reist zunächst nach Vietnam, wo er unter anderem mit Landwirtschaftsminister Cao Duc Phat und Gesundheitsminister Tran Thi Trung Chien zusammentreffen wird. Dies wird ihm Gelegenheit geben, den vietnamesischen nationalen Plan zur Vogelgrippebekämpfung und –prävention und den EU-Beitrag zu einem koordinierten internationalen Vorgehen zur Unterstützung von Vietnam hierbei zu erörtern. Für den Besuch des Kommissars in Thailand sind Treffen mit dem thailändischen Landwirtschaftsminister Khunying Sudarat Keyuraphan, dem Gesundheitsminister Phinij Jarusombat und Vertretern der FAO und der WHO geplant. Kommissar Kyprianou wird auch einen Geflügelbetrieb in der Provinz Saraburi in Zentralthailand sowie einen Garnelenzucht- und -verarbeitungsbetrieb in Phuket besuchen. Er wird sich einen Tag in Kambodscha aufhalten, wo er mit seinen dortigen Gesprächspartnern zusammenkommt, bevor er am 14. November in Jakarta unter anderem den indonesischen Gesundheitsminister Siti Fadilah Supari und den Minister für Meeresgewässer und Fischerei Freddy Numberi trifft. Da Indonesien das Land war, das den letzten bzw. jüngsten Ausbruch der Vogelgrippe in diesen vier Ländern meldete, wird Kommissar Kyprianou erörtern, wie sich die Überwachung und Eindämmung des Virus verstärken lassen.

Hintergrund

Der erste Verdachtsfall des derzeit in Asien grassierenden Vogelgrippestamms H5N1 wurde im November 2003 in Thailand gemeldet. Seitdem wurden Ausbrüche in Kambodscha, China (einschließlich Hongkong), Indonesien, Japan, Laos, Malaysia, Nordkorea, Pakistan, Südkorea und Vietnam gemeldet. Die Vogelgrippe hat sich in Asien weit verbreitet, auch nach Russland, in die Mongolei und nach Kasachstan. Die Seuche befällt sowohl Hausgeflügel als auch wilde Vögel und hat zu Geflügelverlusten von mehr als 150 Mio. Tieren in der Region geführt. Außerdem hat sie den Tod von 62 Menschen verursacht, die sich hauptsächlich durch sehr enge Kontakte mit infizierten Vögeln und Tieren ansteckten.

Die Europäische Kommission hat € 1,6 Mio. bereitgestellt, um Vietnams Anstrengungen zur Bekämpfung der Vogelgrippe bei den Ausbrüchen in den Jahren 2004 und 2005 zu unterstützen. Die Mittel wurden über die WHO verteilt, um persönliche Schutzausrüstung für diejenigen zu erwerben, die an der Keulung der Tiere mitwirken, ebenso wie Krankenhausausstattung, vorbeugende Arzneimittel und antivirale Mittel. Gleichzeitig wurden Aufklärungskampagnen und Schulungsmaßnahmen für Beschäftigte des Gesundheitswesens finanziert. Auch wurde eine Reihe von EU-Experten ins Land geschickt, um mitzuhelfen, die Seuche einzudämmen.

In Kambodscha leistet die Kommission Unterstützung bei der Einrichtung eines Überwachungssystems für Tiergesundheit durch das EG-Kambodscha Viehzuchtprojekt. Für diese Maßnahmen sind zwischen € 500 000 and € 800 000 der insgesamt € 5 Mio. umfassenden Mittel vorgesehen.

Auf der gemeinsamen Konferenz der Kommission und der WHO am 24.-26. Oktober in Kopenhagen kam man überein, dass die entwickelten, insbesondere die europäischen Länder den am stärksten von der Vogelgrippe bedrohten Entwicklungsländern helfen sollten, indem sie den Mangel an personellen und technischen Ressourcen im human- und veterinärmedizinischen Bereich beheben. Die Europäische Kommission beteiligt sich am 7.-9. November an einer von der WHO, der FAO und dem Internationalen Tierseuchenamt (OIE) einberufenen Konferenz in Genf, um den Bedarf und die Ressourcen zu ermitteln, mit denen die am schlimmsten betroffenen Ländern bei der Vogelgrippebekämpfung unterstützt werden können, mit Blick auf eine internationale Geberkonferenz, auf der im Januar 2006 die nötigen Mittel bereit gestellt werden sollen.
Weitere Informationen finden sie auf folgender Website:

http://ec.europa.eu/dgs/health_consumer/dyna/influenza/index.cfm

und in MEMO/05/405


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