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IP/05/1351

Brüssel, den 25. Oktober 2005

Vogelgrippe: EU-Einfuhrverbot für Ziervögel aus Drittländern

Die Mitgliedstaaten billigten heute auf einer Sitzung des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit (SCFCAH) den Entwurf eines Kommissionsbeschlusses, in dem die kommerzielle Einfuhr von in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln aus Drittländern mit Ausnahme von Hausgeflügel verboten wird. Diese im Anschluss an das Auftreten der hochansteckenden Vogelgrippe bei einem Vogel in einer britischen Quarantäne-Station in der vergangenen Woche getroffenen Maßnahmen sollen die EU-Schutzmaßnahmen gegen die Vogelgrippe verstärken. Das Verbot betrifft die kommerzielle Einfuhr von Ziervögeln. Die private Einfuhr von Ziervögeln wird bestimmten Bedingungen unterworfen und in einem separaten Beschluss geregelt.

Das Verbot der kommerziellen Einfuhr von Ziervögeln und die Regelung der privaten Einfuhr von Ziervögeln (Heimtieren) aus Drittländern treten unmittelbar nach der in den kommenden Tagen erwarteten Annahme der Beschlüsse der Kommission in Kraft. Die Beschlüsse enthalten einige Ausnahmen: So dürfen Vögel zwischen zugelassenen Zoos und ähnlichen Einrichtungen befördert werden. Bruteier von Ziervögeln können für die Verwendung in zugelassenen Brütereien eingeführt werden, wenn die Schalen nach der Ankunft dekontaminiert werden oder wenn sie in Zoos geliefert werden. Die Mitgliedstaaten können die private Einfuhr von bis zu fünf Tieren aus Drittländern erlauben, sofern die Tiere eine 30-tägige Quarantäne in zugelassenen Drittländern absolviert haben, anderenfalls müssen die Tiere im Bestimmungsmitgliedstaat 30 Tag in Quarantäne gehalten werden. Als Alternative zur Quarantäne können diese Vögel eingeführt werden, wenn sie gegen Vogelgrippe geimpft sind oder während eines zehntägigen Isolationszeitraums vor der Verbringung keine Vogelgrippe nachgewiesen werden konnte. Die private Einfuhr von Ziervögeln nach Norwegen, in die Schweiz, nach Liechtenstein, Andorra, Island, Grönland, auf die Faröer Inseln und nach San Marino wird nicht eingeschränkt.

Die heute gefassten Beschlüsse gelten bis 30. November 2005. Vor Ablauf dieses Zeitraums wird der SCFCAH die Lage erneut überprüfen.


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