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IP/05/132

Brüssel, den 2. Februar 2005

Erster BSE-Fall bei einer Ziege: Mitgliedstaaten unterstützen Kommissionsvorschlag für Ausweitung von BSE-Tests

Die Mitgliedstaaten haben heute den Vorschlag der Europäischen Kommission gebilligt, in der EU verstärkt BSE-Tests an Ziegen durchzuführen, nachdem letzte Woche der erste BSE-Fall bei einer Ziege bestätigt wurde. Das erweiterte Testprogramm soll klären, ob es sich um einen Einzelfall handelt oder ob weiter reichende Maßnahmen erforderlich sind. Nach spätestens sechs Monaten wird die Situation neu bewertet auf der Grundlage der Testergebnisse und der gegenwärtig von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) vorgenommenen quantitativen Risikobewertung von Ziegenfleisch.

Markos Kyprianou, für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständiger EU-Kommissar erklärte dazu: „Für uns geht es in erster Linie darum, die Gesundheit der EU-Bürger zu schützen. Ich will deshalb sicherstellen, dass rasch ermittelt wird, wie dieser Fall einzustufen ist. Aus diesem Grund werden wir das Testprogramm erheblich ausweiten. Wir werden die Situation aufs Genaueste beobachten und nach sechs Monaten auf der Grundlage aller Daten und wissenschaftlichen Erkenntnisse neu bewerten.

Die Kommission schlägt vor, mindestens sechs Monate lang in der EU verstärkt BSE-Tests an Ziegen durchzuführen (176 000 Tests an gesunden Ziegen und 25 000 Tests an im Haltungsbetrieb verendeten Ziegen), um zu klären, ob es sich um einen Einzelfall handelt. Der Umfang des Überwachungsprogramms richtet sich nach der Ziegenpopulation der einzelnen Mitgliedstaaten. Der Testschwerpunkt wird in den Mitgliedstaaten liegen, in denen BSE bei Rindern vorkommt. Alle bestätigten TSE-Fälle werden einem bereits im praktischen Einsatz befindlichen dreistufigen Test unterzogen, der eine Unterscheidung zwischen Traberkrankheit und BSE zulässt. Das erweiterte Testprogramm wird von der Kommission kofinanziert.

Nachdem eine Forschungsgruppe in Frankreich einen BSE-Verdacht bei einer Ziege festgestellt hatte, veröffentlichte die Europäische Kommission am 28. Oktober 2004 unverzüglich die Ergebnisse (siehe IP/04/1324). Bestätigt wurde der BSE-Fall am 28. Januar 2005 (siehe IP/05/105). Heute legte die Kommission ihren Vorschlag für verstärkte BSE-Tests dem Ständigen Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit (SCFCAH) vor, in dem die Mitgliedstaaten vertreten sind. Die Europäische Kommission wird den Vorschlag in den nächsten Tagen formell annehmen. Nach Veröffentlichung im Amtsblatt wird die Regelung sofort in Kraft treten.

Der Anhang zeigt, wie viele Tests in den Mitgliedstaaten auszuführen sind. Es handelt sich lediglich um Näherungswerte, ausgehend von der Zahl der in den einzelnen Staaten im Jahr 2004 geschlachteten Tiere.

Siehe auch MEMO/05/29.

Anhang

Tabelle: BSE-Tests an geschlachteten gesunden und an verendeten Ziegen (6 Monate)


Annähernde Anzahl der Probenahmen
Healthy slaughtered goats
Dead goats on farm
A
2,500
100 (**)
BE
160 (*)
100 (**)
CY
2,500
500
CZ
40 (*)
100 (**)
DE
650 (*)
500
DK
100 (*)
100 (**)
EE
210 (*)
100 (**)
EL
10,000
5000
ES
62,750
5000
FIN
30 (*)
100 (**)
FR
46,500
5000
HU
300 (*)
500
IRL
450 (*)
100 (**)
IT
30,000
5000
L
120 (*)
100 (**)
LT
1,360 (*)
100 (**)
LV
250 (*)
100 (**)
MT
30 (*)
100 (**)
NL
2,400 (*)
500
PL
8,600 (*)
500
PT
6,000 (*)
1500
S
60 (*)
100 (**)
SK
240 (*)
100 (**)
SL
10 (*)
100 (**)
UK
780 (*)
500
Total EU 25
176,040
25,900

(*) 100% der geschlachteten gesunden Tiere

(**)100% bis zu 100 Tiere


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