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IP/05/1290

Brüssel, den 15. Oktober 2005

Vogelgrippe: Der in Rumänien nachgewiesene hoch pathogene Virustyp H5N1 ist der gleiche Stamm wie in Asien und der Türkei

„Wie die Europäische Kommission erfahren hat, haben die Testergebnisse des EU-Labors in Weybridge heute Nachmittag bestätigt, dass es sich bei dem Vogelgrippevirus in Rumänien um den gleichen hoch pathogenen H5N1-Stamm handelt wie in Asien und der Türkei”, so der für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständige EU-Kommissar Markos Kyprianou. Heute Morgen hatten Tests bestätigt, dass das in Rumänien entdeckte Virus ein H5N1-Stamm ist, doch waren noch weitere Tests erforderlich, um den Zusammenhang mit dem in Asien und der Türkei nachgewiesenen Stamm zu bestätigen. Dieser Zusammenhang ist nun nachgewiesen worden. „Nach dem Nachweis des H5N1-Virus in der Türkei am 13. Oktober war die Kommission bereits vorsorglich davon ausgegangen, dass auch in Rumänien ein Virus vom H5N1-Typ vorliegt. Deshalb sind bereits geeignete Maßnahmen in Kraft”, sagte Kommissar Kyprianou. Letzten Donnerstag trat eine Maßnahme in Kraft, die die Einfuhr von lebenden Vögeln, Geflügelfleisch und sonstigen Geflügelerzeugnissen aus Rumänien in die EU verbietet, außerdem wurde gestern eine Kommissionsentscheidung über verstärkte Präventivmaßnahmen von Sachverständigen der Mitgliedstaaten befürwortet. Die rumänischen Behörden haben die erforderlichen Maßnahmen zur Tötung der Tiere getroffen und Beschränkungen für die Verbringung von Vögeln innerhalb Rumäniens verhängt.

Die Mitgliedstaaten befürworteten am 14. Oktober die von der Kommission vorgeschlagenen verstärkten Präventivmaßnahmen zur Senkung des Risikos einer Einschleppung der Vogelgrippe in EU-Geflügelbetriebe; diese Maßnahmen werden nun in den nächsten Tagen von der Kommission offiziell angenommen. Darin wird von den Mitgliedstaaten unter anderem verlangt, den Kontakt zwischen frei lebenden Vögeln und Geflügel in Hochrisikogebieten wie Feuchtgebieten oder anderen bekanntermaßen von Zugvögeln aufgesuchten Gebieten zu verhindern.

Da das Verbot der Einfuhr aus Rumänien und verschärfte Biosicherheitsmaßnahmen in der EU bereits in Kraft sind, brauchen heute keine weiteren spezifischen Maßnahmen als Reaktion auf die Bestätigung des H5N1-Virus in Rumänien getroffen zu werden. Gleichwohl verfolgt die Kommission die Situation weiter mit großer Aufmerksamkeit. Die Kommission hat den Ständigen Ausschuss erneut am Donnerstag einberufen, um die Entwicklung der Sachlage zu bewerten, und wird, wenn nötig, auch früher eine Sitzung anberaumen.

Für die Einfuhr von lebenden Vögeln sowie Federn aus der Türkei hat die Kommission bereits am Montag ein Verbot verhängt, nachdem dort das Vogelgrippevirus nachgewiesen worden war.

Die Kommission macht noch einmal darauf aufmerksam, dass es sich derzeit bei diesem Vogelgrippevirus um eine Tierseuche handelt, die Vögel befällt. Die aus Asien gemeldeten Fälle menschlicher Erkrankungen durch das Virus sind offenbar auf enge Kontakte mit Vögeln unter Umständen zurückzuführen, die in Europa normalerweise nicht gegeben sind.

Kommmissar Kyprianou wird am Dienstag, dem 18. Oktober an der Erörterung der Vogelgrippe auf der Ratstagung „Allgemeine Angelegenheiten“ in Luxemburg teilnehmen und am Donnerstag, dem 19. Oktober in Brüssel eine Pressekonferenz zum Thema Bereitschaftsplanung zur Abwehr einer Grippepandemie abhalten (Uhrzeit wird noch bestätigt). Kommissar Kyprianou wird auch am Informellen Treffen der Gesundheitsminister in Hertfordshire am 20. - 21. Oktober teilnehmen, auf dem die Bereitschaftsplanung zur Abwehr einer Grippepandemie erörtert werden soll.


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