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IP/05/1051

Brüssel, den 10. August 2005

Europäische Kommission stellt 9,3 Mio. EUR für Flüchtlinge aus Westsahara zur Verfügung

Die Europäische Kommission hat beschlossen, als Hilfe für die in Lagern im Südwesten Algeriens lebenden Flüchtlinge aus Westsahara 9,3 Mio. EUR zur Verfügung zu stellen, die zur Verbesserung der Nahrungsmittelversorgung und ganz allgemein zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Flüchtlinge dienen sollen. Die Finanzierung erfolgt über ECHO, die Generaldirektion für humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission, unter der Verantwortung von Louis Michel, dem für Entwicklung und humanitäre Hilfe zuständigen Mitglied der Kommission.

Die seit Jahrzehnten in vier Lagern in der Gegend von Tindouf im Südwesten Algeriens lebenden Flüchtlinge aus Westsahara sind von internationaler Hilfe abhängig, wobei die Europäische Union nach wie vor der größte Geber ist. Der heutige Beschluss betrifft folgende Bereiche:

Nahrungsmittel

Dank der Auffüllung der von der Europäischen Kommission eingerichteten und seit 2002 vom Welternährungsprogramm verwalteten Puffervorräte können die Flüchtlinge weiterhin mit 2 100 Kcal pro Person und Tag versorgt werden. Auch die Diversität der Ernährung wird gewährleistet sein, insbesondere durch die Versorgung mit frischen Erzeugnissen auch während des Ramadans. Durch die Finanzierung von Geflügelfutter kann die Eierproduktion gesteigert werden, was durch die Versorgung mit notwendigen Proteinen allen Flüchtlingen zugute kommt. Außerdem sind ein Pilotprojekt im Bereich der Geflügelhaltung und ein Projekt im Bereich Bäckerei und Konditorei vorgesehen. Mit diesen Projekten sollen in erster Linie Arbeitsmöglichkeiten geschaffen und Einnahmen erzielt werden, aber sie leisten auch einen Beitrag zur Versorgung der Flüchtlinge mit höherwertigen Nahrungsmitteln.

Wasser, Abwasser, Gesundheit, Bildung, Schutz

Die sanitären Verhältnisse Lage der Flüchtlinge bedürfen ebenfalls der Verbesserung. Dazu gehören eine bessere Wasserversorgung für die Lager Aïun und Auserd, Schulung in Gesundheitsfragen, Versorgung der Krankenhäuser mit Verbrauchsartikeln (Spritzen, Verbände usw.), gute Bedingungen für die Lagerung von Medikamenten, Verteilung von Hygiene-Kits sowie eine wirksamere Hausmüllentsorgung.

Außerdem sollen die Bedingungen für die Bildung der Kinder verbessert werden, insbesondere durch Renovierung und Ausstattung von Schulen und die Lieferung von Unterrichtsmaterial.

Seit 1993 hat die Europäische Kommission mehr als 108 Mio. EUR für die Flüchtlinge aus Westsahara aufgewandt – ein Beleg für den Einsatz der Europäischen Union für diese allzu oft vergessene Krisenregion.

Weitere Information finden sich auf folgender Website:

http://ec.europa.eu/echo/index_fr.htm


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