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Brüssel, den 22. Juni 2004

EU-Forschung für kostengünstigere, umweltfreundlichere und leisere Flugzeuge und Hubschrauber

Mit europäischen Mitteln geförderte Forschungsvorhaben zur Verringerung des Fluglärms und des Treibstoffverbrauchs von Luftfahrzeugen laufen auf vollen Touren. In einem der größten je in Europa durchgeführten Forschungsvorhaben zur Lärmminderung, SILENCE(R), erprobt ein Konsortium aus 51 Unternehmen neue Technologien zur Minderung des Fluglärms um bis zu 6 Dezibel (dB) bis 2008. Dabei trägt die EU die Hälfte des gesamten SILENCE(R)-Budgets von über 110 Millionen € bei. Zu den weiteren wichtigen Initiativen gehören FRIENDCOPTER, ein Vorhaben zur Minderung des Triebwerks- und Rotorblattgeräuschs von Hubschraubern, TANGO, bei dem es um leichtere Flugzeugstrukturen geht, EEFAE für verbrauchs- und emissionsarme Triebwerke und AWIATOR, das die Verringerung des Gewichts von Flugzeugstrukturen, die Lärmminderung und die Verbesserung der Flugleistungen zum Ziel hat.

Das für Forschung zuständige Kommissionsmitglied Philippe Busquin sagte dazu: „Im Rahmen der EU-Förderung und Zusammenarbeit bei der Technologieplattform des Beirats für europäische Luftfahrtforschung (Advisory Council for Aeronautics Research in Europe, ACARE) arbeiten wichtige Luftfahrzeughersteller, Forschungsinstitute, Universitäten und kleine bis mittlere Unternehmen (KMU) Europas gemeinsam an kostengünstigeren, umweltfreundlicheren und leiseren Luftfahrzeugen. Diese Vorhaben werden sowohl zu einer Eindämmung der Umweltauswirkungen des wachsenden Luftverkehrs als auch zur Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Luftfahrtindustrie beitragen.“

Weniger Fluglärm dank moderner Technik

Lärm gilt als ernst zu nehmendes Gesundheitsrisiko, nicht mehr nur als lästig. Inzwischen ist ein Drittel aller Europäer einem Lärmpegel ausgesetzt, der Schlafstörungen zur Folge hat. Mit derzeitigen Forschungsvorhaben soll eine Lärmverringerung (um 10 dB) erreicht werden, sodass der Fluglärm innerhalb der nächsten zehn Jahre um die Hälfte gesenkt werden kann.

Bei dem auf vier Jahre angelegten Vorhaben SILENCE(R) werden Lärmminderungstechniken anhand ihrer Auswirkungen auf Kosten, Gewicht und Flugleistung bewertet. Geprüft werden unter anderem lärmarme Bläser, neuartige Auskleidungen für Triebwerkseinlauf, Nebenstromkanal und Heißgasaustritt, Strahllärmminderer, aktive Lärmminderungstechniken und Techniken für lärmarme Flugzeugzellen.

Beim Vorhaben FRIENDCOPTER geht es um die Minderung des Triebwerks- und Kabinenlärms, lärmarme Flugverfahren, schallabsorbierende Triebwerkseinlässe, Methoden zur Ermittlung von akustischen Leckstellen in der Kabine, Techniken zur Minderung von Rotorlärm, Vibration und Treibstoffverbrauch sowie um einen Modellrotor für Windtunneltests bei Schallgeschwindigkeit.

Leichtere und umweltfreundlichere Flugzeuge

Das Projekt TANGO verfolgt eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit durch Senkung des Gewichts derzeitiger Flugzeugstrukturen und ihrer Herstellungskosten um 20 %. Vier Flugzeugsektionen (unter anderem seitlicher Flügelkasten, mittlerer Flügelkasten, eine Rumpfsektion und eine neuartige Rumpfsektion aus metallischen Werkstoffen) werden im Hinblick auf eine Verringerung des Treibstoffverbrauchs und der Emissionen getestet.

An dem fünf Jahre laufenden Projekt EEFAE sind alle maßgebenden europäischen Triebwerkshersteller und eine Reihe von Universitäten beteiligt. Hier geht es um die Entwicklung und Erprobung von Triebwerkstechnologien zur Verringerung des Treibstoffverbrauchs, der Emissionen und Kosten sowie zur Erhöhung der Zuverlässigkeit. Erprobt werden unter anderem Technologien für den Einsatz in Drei-Wellen-Triebwerken, ein Turbofan-Triebwerk mit Getriebe und ein Rekuperativ-Triebwerk mit Zwischenkühler, die ab 2008 bis 2015 einsetzbar sein sollen.

Durch die Einbeziehung fortschrittlicher Technologien in neue Starrflügelkonfigurationen sollen beim Projekt AWIATOR bessere Flugleistungen und eine Verringerung des Flugzeugsgewichts erreicht werden.

An diesen Vorhaben sind schätzungsweise mehr als 500 Wissenschaftler aus allen Mitgliedstaaten beteiligt.

Weitere Informationen:
http://ec.europa.eu/research/aeronautics/index_en.html


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