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IP/04/719

Brüssel, den 7. Juni 2004

Binnenschifffahrt: Kommission stützt moderne Informations- und Kommunikationsdienste
Die Kommission hat heute neue Rechtsvorschriften zu harmonisierten Verkehrsinformationsdiensten für die Flussschifffahrt („River Information Services“, RIS) auf den Binnenwasserstraßen der Europäischen Union vorgeschlagen. RIS-Dienste werden zur Modernisierung des Wasserstraßennetzes beitragen und die Binnenschifffahrt zu einer wettbewerbsfähigen Alternative und einem wertvollen Partner in der intermodalen Transportkette machen. Loyola de Palacio, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, geht davon aus, dass der Vorschlag von den Mitgliedstaaten unterstützt werden wird. „Die RIS-Dienste für die Binnenschifffahrt können die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit des Binnenschiffsverkehrs steigern und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit dieses preiswerten, wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Verkehrsträgers verbessern“, erklärte sie.

Die neu vorgeschlagene Richtlinie bezweckt die Einrichtung interoperabler Informationsdienste auf Langstrecken des europäischen Binnenwasserstraßennetzes. Dieses Ziel wird durch die Festlegung gemeinsamer Leitlinien und Spezifikationen für die Planung und Erbringung solcher Dienste erreicht. Dadurch wird der Anwender in der Lage sein, die vereinheitlichten Dienste grenzübergreifend, etwa im 3000 km langen Rhein-Main-Donau-Korridor von der Nordsee bis zum Schwarzmeer, nahtlos zu nutzen. Die entwickelten Systeme werden mit denen für die Seeschifffahrt vereinbar sein, sodass der gesamte Schiffsverkehr in der Europäischen Union von einem Dienst ohne Bruchstellen versorgt wird.

Auf der Grundlage moderner Informations- und Kommunikationstechnologien werden die RIS-Dienste unter anderem Informationen über die Schiffbarkeit der Wasserstraßen und die Verkehrslage in unmittelbarer Umgebung des Schiffs sowie strategische Verkehrsinformationen zur Fahrtenplanung, einschließlich der Zeitplanung für Schleusendurchfahrten und Hafenumschlag, bereitstellen. Sie ermöglichen auch ein erweitertes Fracht- und Flottenmanagement und die Verfolgung von Schiffen und Sendungen. Daten wie Position und Kurs, Name und Geschwindigkeit des Schiffs sowie Informationen über die Beladung werden elektronisch erfasst und automatisch verarbeitet.

Vielerlei wirtschaftliche und umweltbezogene Vorteile sind von RIS-Diensten zu erwarten: Die Schiffsführer werden beim Schiffsbetrieb unterstützt, Reedereien, Häfen und Logistikdienstleister können ihre Transport- und Logistikprozesse optimieren und den Versendern hochwertige Dienste zu geringeren Kosten bieten, und durch eine bessere Fahrtenplanung lassen sich Wartezeiten an Schleusen und in Häfen verringern, die Fahrgeschwindigkeiten optimieren und der Kraftstoffverbrauch mindern.

Das RIS-Konzept wurde ursprünglich im Rahmen des EU-Programms für Forschung und technologische Entwicklung ausgearbeitet und wird jetzt schrittweise auf den Binnenwasserstraßen mehrerer Mitgliedstaaten eingeführt. Um einen einheitlichen und interoperablen Einsatz der RIS-Dienste zu gewährleisten, hat die Kommission beschlossen, einen einheitlichen Rechtsrahmen dafür vorzuschlagen.


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