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Europäische Kommission bietet Vietnam Hilfe bei der Bekämpfung der Geflügelpest an

Commission Européenne - IP/04/64   16/01/2004

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IP/04/64

Brüssel, den 16. Januar 2004

Europäische Kommission bietet Vietnam Hilfe bei der Bekämpfung der Geflügelpest an

Als Reaktion auf das Hilfeersuchen der WHO hat die Europäische Kommission Vietnam heute Unterstützung bei allen Aspekten der Geflügelpestkrise angeboten.

EU-Gesundheitskommissar David BYRNE, der sich heute zu einem offiziellen Besuch in Vietnam aufhält, sagte nach seinen Treffen mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Vu Khoanm und dem stellvertretenden Gesundheitsminister Tran Chi Liem,

„Ich freue mich, ankündigen zu können, dass die EU dem vietnamesischen Volk bei der Bekämpfung der sich rasch ausbreitenden Geflügelpest helfen kann. Europäische Sachverständige mit herausragendem Fachwissen und Sachverstand stehen bereit, um in den nächsten Tagen nach Vietnam zu reisen und bei der Untersuchung der Erkrankungen von Menschen und Tieren zu helfen. Im letzten Jahr war die EU selbst von einem größeren Ausbruch der Geflügelpest betroffen, und nach dieser Erfahrung verstehe ich sehr gut, vor welchen Problemen Vietnam nun steht. "

Die Kommission und die Mitgliedstaaten reagieren damit auf ein Hilfeersuchen der WHO. Die Sachverständigen sind in der Lage, den vietnamesischen Gesundheitsbehörden bei der Untersuchung und Eindämmung der Übertragung der Seuche auf den Menschen zu helfen. Dazu gehören unter anderem die epidemiologische Untersuchung der Übertragungsmuster und die Beratung über Infektionsbekämpfungsmaßnahmen im Krankenhaus. Sie würden die vietnamesischen Behörden auch bei deren Bemühungen unterstützen, das Risiko der Übertragung der Geflügelpest vom Tier auf den Menschen zu verringern. Dies umfasst auch Kontrollmaßnahmen zum Schutz von Personen, die gegenüber möglicherweise infizierten Tieren exponiert sind, vor der Krankheit.

Hintergrund

    Tierseuche

Die Geflügelpest ist eine hoch ansteckende Virusinfektion des Geflügels, die je nach Tierart große Verluste in der Geflügelindustrie verursachen kann. Frei lebende Vögel können Träger des Influenzavirus sein, ohne selbst daran zu erkranken, weil sie über eine natürliche Resistenz verfügen. Es ist bekannt, dass frei lebende Wasservögel ein natürliches Reservoir für diese Viren bilden und die erste Übertragung der Infektion auf Hausgeflügel verursachen können. Das Internationale Tierseuchenamt führt die Geflügelpest als eine Seuche des Verzeichnisses A auf, die sich schnell über die Grenzen hinweg ausbreiten kann.

Die Seuche kann schwerwiegende sozioökonomische Auswirkungen haben und den internationalen Handel mit lebendem Geflügel und Geflügelerzeugnissen schwer beeinträchtigen.

Die EU importiert kein Geflügel aus Vietnam, Südkorea oder Japan, d.h. aus den Ländern, die derzeit von einem Seuchenausbruch betroffen sind.

    Öffentliche Gesundheit

Zwar ist die Geflügelpest erst wenige Male auf Menschen übertragen worden und hat meist nur Bindehautentzündungen und leichtere grippeähnliche Erkrankungen ausgelöst, doch sind 1997 in Hongkong 6 Todesfälle (von 18 gemeldeten Infektionsfällen) nach der Infektion mit dem Subtyp H5N1 aufgetreten. Anfang 2003 infizierten sich drei weitere Personen mit diesem Subtyp und starben. Während der niederländischen Epidemie im Jahre 2003 starb ein Tierarzt aufgrund einer Infektion mit dem Geflügelpestvirus des Sybtyps H7N7. Infektionen des Menschen durch Geflügelerzeugnisse, z.B. Fleisch oder Eier, sind noch nie gemeldet worden. Hauptquelle für die Infektion des Menschen ist der direkte Kontakt mit infiziertem Geflügel.


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