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Erstickungsrisiko für Kinder: EU trifft neue Maßnahmen zur Rücknahme von Gelee-Süßwaren in Minibechern

European Commission - IP/04/479   13/04/2004

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IP/04/479

Brüssel, den 13. April 2004

Erstickungsrisiko für Kinder: EU trifft neue Maßnahmen zur Rücknahme von Gelee-Süßwaren in Minibechern

Die Europäische Kommission nahm heute Maßnahmen zur Aussetzung des Inverkehrbringens von Gelee-Süßwaren in Minibechern in der EU an, welche bestimmte aus Algen und/oder bestimmten Gummis gewonnene Lebensmittelzusatzstoffe enthalten. Von den Minibechern geht aufgrund ihrer Konsistenz, ihrer Größe und ihrer Form ein Erstickungsrisiko aus. Die Maßnahmen wurden von den Mitgliedstaaten im Ständigen Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit gebilligt.

„Warnhinweise auf der Etikettierung dieser Erzeugnisse reichen nicht aus, um die Gesundheit von Kindern zu schützen", erklärt David Byrne, für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständiger Kommissar. „Die Entfernung dieser Erzeugnisse aus den Ladenregalen wird den in allen EU-Ländern erforderlichen zusätzlichen Schutz bieten, solange wir zusammen mit der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit prüfen, ob wir die Vorschriften über die Zulassung von Zusatzstoffen in Gelee-Süßwaren in Minibechern ändern müssen oder nicht."

Gelee-Süßwaren in Minibechern werden in der EU von verschiedenen Herstellern als in Einzelportionen vorverpackte Süßwaren, vor allem für Kinder, angeboten. Einige Mitgliedstaaten haben bereits auf nationaler Ebene Maßnahmen getroffen, um den Verkauf solcher Gelee-Minibecher vorläufig zu verbieten. Die heute verabschiedete Entscheidung der Kommission wird in allen Mitgliedstaaten gelten. Die Hersteller und Importeure müssen dann alle Gelee-Minibecher, die aus Algen und bestimmten Gummis gewonnene Zusatzstoffe enthalten, vom Markt nehmen.

Bei Gelee-Süßwaren in Minibechern handelt es sich um mundgroße Einzelportionen, die ein kleines Stück Obstkonserve u. a. Apfel, Mango, Litschi und gemischtes Obst enthalten. Sie sollen durch Druck auf den halbstarren Behälter in den Mund ausgedrückt und dann in einem einzigen Happen gegessen werden. Der Kunststoffbehälter hat etwa die Größe einer Kaffeesahne-Portionspackung. Verkauft werden die Süßwaren in verschiedenen Packungsgrößen (z. B. Beutel, Kunststoffbehälter) oder einzeln. Manche Packungen können Warnhinweise enthalten.

Siehe auch IP/02/435 vom 19. März 2002 über Gelee-Süßwaren in Minibechern, die „Konjac" enthalten, und IP/02/289 vom 21. Februar 2002 über das Lebensmittelrecht der EU.


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