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IP/04/394

Brüssel, den 29 März 2004

ERASMUS: Mobilität der Studierenden und Lehrbeauftragten auch im Studienjahr 2002/03 gestiegen

Die Kommission hat soeben die Berichte der nationalen SOKRATES-ERASMUS Agenturen für das Jahr 2002/03 ausgewertet. Es zeigt sich, dass die Zahl der ERASMUS Studierenden um 7% gestiegen ist - das ist der stärkste prozentuale Zuwachs seit 1999/00. Die Anzahl der ERASMUS Lehrbeauftragten hat um fast denselben Prozentsatz zugenommen. Im Studienjahr 2002/03 wurde auch die Schallmauer von einer Million Studierenden seit Beginn des Programms durchbrochen. Während die meisten Länder steigende Zahlen bei den entsandten Studierenden verzeichnen, weisen die wenigen Länder, deren Zahlen im Studienjahr 2001/02 stagnierten oder gesunken waren, wieder bessere Ergebnisse auf. Für Studierende ist nach wie vor Spanien das beliebteste Zielland, bei den Lehrbeauftragten führt Deutschland.

Im Oktober 2003 fand in Brüssel die „ERASMUS Woche" statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung forderte Viviane REDING, die für Bildung und Kultur zuständige Kommissarin, die Studierenden auf: „Zögern Sie nicht, sich auf das Abenteuer ERASMUS einzulassen. Es ist nicht nur ein aufregender Schritt, sondern auch eine kluge Karriereentscheidung! Und wenn Sie Pläne für Ihre berufliche Zukunft machen, ziehen Sie die Möglichkeit, einige Zeit an einer Universität in einem anderen EU-Land zu verbringen, in Betracht."

Diese Botschaft kam an, und dank der gemeinsamen Bemühungen von Hochschuleinrichtungen, nationalen Behörden, Studierendenorganisationen und der Europäischen Kommission gab es 2002/03 erneut einen Anstieg bei den Mobilitätszahlen.

1.  ERASMUS Mobilität für Studierende

ERASMUS bietet Studierenden (bis zum und einschließlich des Doktorats, mit Ausnahme Studierender, die sich im ersten Studienjahr befinden) die Möglichkeit, im Rahmen von Hochschulverträgen für 3-12 Monate an einer Universität oder Hochschuleinrichtung in einem anderen Teilnahmeland zu studieren.

  • Die Zahl der ERASMUS Studierenden steigt weiter, sowohl in den EUR-18 (den 15 derzeitigen EU-Mitgliedstaaten und den 3 EFTA/EWR-Ländern, Island, Liechtenstein und Norwegen), den Beitrittsländern (Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern) und den Kandidatenländern (Bulgarien und Rumänien). Im Studienjahr 2002/03 waren insgesamt 124 000 ERASMUS Studierende registriert: 107 600 aus den EUR-18 und 16 340 aus den Beitritts- und Kandidatenländern.

  • Verglichen mit dem Studienjahr davor, bedeutet das einen Gesamtzuwachs von 7,4%, der sich aus 5,2% in den EUR-18 und 20% in den Beitrittsländern zusammensetzt. Dieser Anstieg ist stärker als der im Jahr davor (4% insgesamt, 3% in den EUR-18, 15% in den Beitritts- und Kandidatenländern).

  • Die meisten Länder, mit Ausnahme des Vereinigten Königreichs, Irlands und der Niederlande, verzeichneten einen Anstieg bei den entsandten Studierenden. Länder wie Dänemark, Finnland und Norwegen, die im Studienjahr 2001/02 stagnierende oder sinkende Zahlen auswiesen, lassen eine Verbesserung erkennen.

  • Den größten Anstieg entsandter Studierender verzeichnet Deutschland (11%), gefolgt von Portugal (12%) und Luxemburg (14%). Sämtliche Länder Südeuropas weisen kontinuierlich steigende Zahlen auf.

  • Mit 0,6% der teilnahmeberechtigten Studierendenpopulation ist die Zahl der ERASMUS Studierenden aus den Beitrittsländern im Schnitt nur halb so hoch wie jene der ERASMUS Studierenden aus den EUR-18 (1,1%).

  • Die meisten Studierenden entsenden der 30 Teilnahmeländer, Liechtenstein, Luxemburg und Island.

  • Das Vereinigte Königreich, Irland und Schweden sind die größten „Nettoimporteure" von Studierenden - sie nehmen mehr als doppelt soviele Studierende auf, wie sie entsenden. Weitere große „Nettoimporteure" sind Finnland und die Niederlande.

  • In absoluten Zahlen sind Spanien und Frankreich die beliebtesten Zielländer für ERASMUS Studierende.

  • Die Zahl der Studierenden, die in die Beitrittsländer reisen, ist um 25% gestiegen. Für vier von einem Beitritts- oder Kandidatenland entsandte Studierende wird jeweils ein/e Studierende/r aufgenommen.

  • Bei den Themenbereichen gibt es keine wesentlichen Änderungen: Betriebswirtschaft/Sozialwissenschaften ist weiterhin der beliebteste Themenbereich. Trotzdem haben letztes Jahr 30 000 Studierende in den Bereichen Naturwissenschaften, Medizinwissenschaften, Technik und Technologie an einem ERASMUS Austausch teilgenommen.

2. ERASMUS Mobilität für Lehrbeauftragte

ERASMUS unterstützt Lehrbeauftragte, die an einer Partneruniversität in einem anderen europäische Land im Rahmen des offiziellen Studienplans meist kurze Lehrveranstaltungen abhalten.

  • Die Anzahl der ERASMUS Lehrbeauftragten ist in den letzten sechs Jahren kontinuierlich gestiegen (7800 im Studienjahr 1997/98 - 17 000 im Jahr 2002/03) und hat im Studienjahr 2002/03 fast 7% zugenommen.

  • Für die EUR-18 betrug die Wachstumsrate 7%. In Finnland, Schweden und Griechenland sind die Zahlen - trotz eines Rückgangs im letzten Jahr - dieses Jahr wieder gestiegen. Sinkende Zahlen gab es nur in zwei Ländern, dem Vereinigten Königreich und Italien.

  • Für die Beitrittsländer betrug die Wachstumsrate 5% - ein starker Rückgang im Vergleich zum Jahr davor (21%). Nur die Hälfte der 12 Beitritts- und Kandidatenländer konnte einen Anstieg bei der Zahl der entsandten Lehrbeauftragten verzeichnen.

  • Proportional betrachtet, sind die Lehrbeauftragten mobiler als die Studierenden.

  • An der Lehrbeauftragtenpopulation gemessen, erreichen Finnland, Liechtenstein, die Tschechische Republik, Malta und Belgien die höchste Quote entsandter Lehrbeauftragter.

  • In den Beitrittsländern liegt die Rate der entsandten Lehrbeauftragten im Schnitt höher als in den EUR-18.

  • Die beliebtesten Gastländer sind Deutschland und Frankreich, in die es 25% aller Lehrbeauftragten zieht.

  • Seit 2000/01 haben sich die Themenbereiche kaum geändert. Fremdsprachen und Philologie sind weiterhin die beliebtesten Themenbereiche.

ERASMUS, das EU-Aktionsprogramm für Mobilität, gibt es seit dem Jahr 1987. 1995 wurde es in das Programm SOKRATES, Bereich Hochschulbildung eingegliedert. SOKRATES ist das europäische Bildungsprogramm, an dem 30 europäische Länder teilnehmen. Die Türkei ist ebenfalls bereits in ein Pilotprojekt eingebunden und wird ab dem akademischen Jahr 2004/05 uneingeschränkt am Programm SOKRATES teilnehmen.

Das Jahresbudget für das Programm ERASMUS beträgt rund 160 Millionen Euro.


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