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Brüssel, den 9. Januar 2004
Europäische Anhörung: "Ökologisch erzeugte Lebensmittel und ökologischer Landbau"
Die Europäische Kommission veranstaltet am 22. Januar 2004 in Brüssel eine Anhörung zum Thema "Ökologisch erzeugte Lebensmittel und ökologischer Landbau - der Weg zu einem europäischen Aktionsplan". Es geht darum, eine größtmögliche Auswahl von Wirtschaftsbeteiligten einschließlich Sachverständigen in den Bereichen Landwirtschaft, Umweltschutz und Verbraucherinteressen zu Worte kommen zu lassen und Erfahrungen aus wegweisenden Initiativen zu sammeln. Im Anschluss an diese öffentliche Anhörung wird die Kommission einen Aktionsplan in Form einer Mitteilung an den Europäischen Rat und das Europäische Parlament ausarbeiten, in dem eine Reihe möglicher Maßnahmen zur Förderung des ökologischen Landbaus aufgelistet wird. Vor der Erstellung dieses Aktionsplans möchte sich die Kommission über die geplante Anhörung noch einmal ein umfassendes Bild machen und die Anregungen der Wirtschaftsbeteiligten entgegennehmen. Abschließend ist für 18.00 Uhr eine Pressekonferenz mit EU-Kommissar Franz Fischler im Centre Borschette angesetzt (nähere Einzelheiten nachstehend).
Franz Fischler, das zuständige Kommissionsmitglied für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Fischerei, äußerte sich zur Anhörung wie folgt: " Es geht um wichtige Fragen, die geklärt werden müssen. Wie können wir in der EU zum Beispiel den Handel mit Bioprodukten ausweiten und den Verbrauch fördern? Wie können wir bei ökologischen Erzeugnissen Ursprung und Echtheit garantieren und in diesem Zusammenhang auch die Koexistenz von ökologischem Landbau mit einerseits herkömmlichen und andererseits gentechnisch veränderten Kulturen unterstützen? Ich hoffe, dass wir auf dieser Anhörung wertvolle Anregungen zur Beantwortung dieser Fragen erhalten werden."
Über 100 Wirtschafts- und Interessengruppen sowie die Agrarminister der Mitgliedstaaten, der Beitritts- und der Bewerberländer und die Presse sind eingeladen, an dieser Konferenz teilzunehmen.
Auf zwei Sitzungen mit Sachverständigen am Vormittag wird die Stellung des ökologischen Landbaus in der europäischen Landwirtschaft und im weiteren gesellschaftlichen Umfeld Europas erörtert. Auf der abschließenden Sitzung am Nachmittag wird aus den Vormittagsdiskussionen Bilanz gezogen.
Weitere Angaben, Unterlagen und das vorläufige Programm können im Internet auf dem Server Europa auf den Webseiten der GD Landwirtschaft eingesehen werden:
http://ec.europa.eu/agriculture/events/organic/index_en.htm
Anmeldungen zur Anhörung bitte vorzugsweise über folgende Webseite:
http://scic.ec.europa.eu/scic/owa/WEB_MTKF.reg_form?confID=04AGRIORG
An der Teilnahme interessierte Vertreter der Presse sollten darüber hinaus über eine E-mail an die hierfür eingerichtete Mailbox
AGRI-BIOHEARING2004@ec.europa.eu
angeben, ob sie an der ganzen Anhörung teilnehmen oder nur zur Pressekonferenz erscheinen werden.
PROGRAMM DER ANHÖRUNG
|
8.00 - 9.00 Uhr | Anmeldung der Teilnehmer
Kaffee |
| 9.15 - 9.45 Uhr | Begrüßung und Einleitung
Joe Walsh, Minister für Landwirtschaft und Ernährung der Republik Irland Franz Fischler, Mitglied der Europäischen Kommission zuständig für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Fischerei |
| 9.45 - 11.30 Uhr | Sitzung 1 Die Stellung des ökologischen Landbaus in der europäischen Landwirtschaft
Einführung durch den Vorsitzenden Corrado Pirzio-Biroli, Kabinettschef im Kabinett Fischler „Was erwartet der Verbraucher vom ökologischen Landbau?" David Byrne, Mitglied der Europäischen Kommission zuständig für Gesundheit und Verbraucherschutz „Was erwartet der Öko-Landwirt von der Politik?" Francis Blake, Vorsitzender der IFOAM-EU „Von der Belieferung landwirtschaftlicher Betriebe bis zur Verpackung für den Verbraucher: Herausforderungen für die verarbeitende Industrie" Marina Mastromauro, Pasta GRANORO, Corato „Wie können wir den Markt optimieren?" Maria Itziar Aguirre Jiménez, Universität Sevilla Fragen aus dem Publikum und allgemeine Diskussion |
| 11.30 - 11.40 Uhr | Kaffeepause |
| 11.40 - 13.15 Uhr | Sitzung 2 Die Stellung des ökologischen Landbaus im gesamtgesellschaftlichen Umfeld Europas
Einführung durch den Vorsitzenden Dirk Ahner, stellvertretender Generaldirektor, GD Landwirtschaft „Vermitteln die Öko-Label die richtige Botschaft?" Toralf Richter, Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) „Vermarktungs- und Vertriebskonzepte aus Sicht der Supermärkte" Tony Sullivan, Sainsbury's „Können die Öko-Standards weiterhin den gesellschaftlichen Ansprüchen gerecht werden?" Raffaele Zanoli, Universität Ancona „Koexistenz von GVO und ökologischer Saatproduktion" Birte Boelt, Dänisches Forschungszentrum für ökologischen Landbau (DARCOF) Fragen aus dem Publikum und allgemeine Diskussion |
| 13.15 - 15.30 Uhr | Mittagspause. Stehbuffet unter Anwesenheit von Kommissar Franz Fischler |
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16.00 - 18.00 Uhr | Sitzung 3 Abschlusssitzung
Einführung durch den Vorsitzenden José Manuel Silva Rodriguez, Generaldirektor, GD Landwirtschaft Ergebnisse der Vormittagssitzungen, vorgetragen von deren Vorsitzenden Kernpunkte, Nicolas Lampkin, University of Wales Fragen aus dem Publikum und allgemeine Diskussion Schlussbemerkungen von Kommissar Franz Fischler |
Datum : 22. Januar 2004
Veranstaltungsort
Europäische Kommission
Konferenzzentrum Albert Borschette
Saal 0A (Konferenzsaal) Saal 0B (Pressekonferenz)
Rue Froissart 36
B-1040 Brüssel
Tel. +32/2/2958700 oder +32/2/2952659
Fax. + 32/2/2955690
Empfangsbüro
Ein Empfangsbüro steht allen Teilnehmern am 22. Januar von 7.00 Uhr bis 19.00 Uhr zur Verfügung.
Kosten
Für die Teilnahme an der Konferenz wird keine Gebühr erhoben. Die Europäische Kommission erstattet keine Auslagen im Zusammenhang mit dieser Anhörung.
Mittagessen
Es wird ein Buffet angeboten, an dem auch EU-Kommissar Fischler teilnehmen wird.
Simultanübersetzung
Während der Anhörung und der Pressekonferenz wird aus dem Englischen, Französischen, Deutschen, Spanischen und Italienischen ins Englische, Französische, Deutsche, Spanische und Italienische gedolmetscht.
Kontaktperson
Frank Leguen de Lacroix
Leiter des Referats Informationspolitik über Landwirtschaft und ländliche Entwicklung
Tel. 32-2-2952963
Fax 32-2-2991761
E-Mail: AGRI-BIOHEARING2004@ec.europa.eu