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Umstrukturierung der beratenden wissenschaft-lichen Non-Food-Ausschüsse bei der Kommission

Commission Européenne - IP/04/296   03/03/2004

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IP/04/296

Brüssel, 3. März 2004

Umstrukturierung der beratenden wissenschaft-lichen Non-Food-Ausschüsse bei der Kommission

Nachdem die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit errichtet und die Zuständigkeiten für die Risikobewertung in Lebensmittelfragen von einigen wissenschaftlichen Ausschüssen auf diese Behörde übertragen worden sind, hat die Kommission die Arbeit der drei verbleibenden wissenschaftlichen Non-Food-Ausschüsse überprüft und neue Schwerpunkte gesetzt. Die Kommission hat deshalb heute einen Beschluss zur Einsetzung dreier neuer wissenschaftlicher „Non-Food"-Ausschüsse angenommen: eines wissenschaftlichen Ausschusses „Konsumgüter" (SCCP), eines wissenschaftlichen Ausschusses „Gesundheits- und Umweltrisiken" (SCHER) und eines wissenschaftlichen Ausschusses „Neu auftretende und neu identifizierte Gesundheitsrisiken" (SCENIHR). In Kürze wird im Amtsblatt der EU ein Aufruf zur Interessenbekundung von Wissenschaftlern für die Mitgliedschaft in diesen Ausschüssen veröffentlicht. Er wird auch von folgender Website abrufbar sein: http://ec.europa.eu/health/ph_risk/documents/call_2004_en.htm. Der für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständige Kommissar David Byrne betonte, dass Bewerbungen von Wissenschaftlern aus den Staaten, die der EU am 1. Mai beitreten, willkommen sind.

Der für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständige Kommissar David Byrne sagte, „Die EU braucht unabhängige Wissenschaftler mit höchster Kompetenz. Die wissenschaftliche Risikobewertung ist der Kern der Gesundheits- und Verbraucherschutzpolitik in der EU. Die Europäische Union kann nur dann die Gesundheit ihrer Bürger schützen, wenn wir die wirklichen Risiken kennen und wissen, was zu ihrer Bewältigung getan werden kann. Die bestmögliche wissenschaftliche Beratung einzuholen hat für mich absoluten Vorrang. Die umstrukturierten Ausschüsse werden der EU einen proaktiveren und flexibleren Ansatz bei der Risikobewertung ermöglichen. Die Umstrukturierung wird außerdem eine angemessene Zusammenarbeit und Koordinierung zwischen diesen Ausschüssen und anderen für die wissenschaftliche Beratung zuständigen Gemeinschaftsgremien sicherstellen, wie beispielsweise der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, der Europäischen Agentur für die Beurteilung von Arzneimitteln und dem künftigen Europäischen Zentrum für die Prävention und Bekämpfung von Seuchen."

Die drei neuen wissenschaftlichen Ausschüsse

    Wissenschaftlicher Ausschuss „Konsumgüter" (SCCP)

Dieser Ausschuss gibt Stellungnahmen zur Sicherheit von Non-Food-Konsumgütern ab.

Dazu gehören Fragen der Sicherheit und der allergenen Eigenschaften von kosmetischen Mitteln, Sicherheit von Spielzeug, Textilien, Kleidung, Haushaltsprodukten wie Detergenzien sowie Verbraucher-dienstleistungen wie z. B. Tätowierungen. Der Ausschuss wird aus 19 Mitgliedern bestehen.

    Wissenschaftlicher Ausschuss „Gesundheits- und Umweltrisiken" (SCHER)

Dieser Ausschuss wird Gutachten über die Toxizität und Ökotoxizität chemischer, biochemischer und biologischer Verbindungen erstellen, deren Verwendung die menschliche Gesundheit und die Umwelt schädigen könnte. Er wird aus 19 Mitgliedern bestehen.

    Wissenschaftlicher Ausschuss „Neu auftretende und neu identifizierte Gesundheitsrisiken" (SCENIHR)

Aufgabe dieses Ausschusses ist die Erstellung von Gutachten zu Fragen im Zusammenhang mit neu auftretenden oder neu identifizierten Risiken oder zu allgemeinen Fragen, die einer umfassenden Bewertung der Risiken für die Verbrauchersicherheit oder öffentliche Gesundheit bedürfen und sich auf Fragen beziehen, die nicht von anderen Risikobewertungsstellen der Gemeinschaft abgedeckt werden. Beispiele für mögliche Tätigkeitsbereiche sind: Antibiotikaresistenz, neue Technologien wie Nanotechnologie, Medizinprodukte einschließlich solcher, die Stoffe tierischen und/oder menschlichen Ursprungs enthalten, Tissue-Engineering, physikalische Gefahren wie Lärm und elektromagnetische Felder (durch Mobiltelefone, Sendemasten und elektronisch gesteuerte Wohnungsbereiche) und Methoden zur Bewertung neuer Risiken. Der Ausschuss wird sich aus 13 Mitgliedern zusammensetzen und kann bis zu 6 assozierte Mitglieder für spezifische Fragen hinzuziehen.

Die zu ersetzenden Ausschüsse

Die neuen Ausschüsse ersetzen die wissenschafltichen Ausschüsse „Kosmetische Mittel und für den Verbraucher bestimmte Non-Food-Erzeugnisse", „Toxizität, Ökotoxizität und Umwelt" sowie „Arzneimittel und Medizinprodukte". Diese Ausschüsse waren 1997 zusammen mit fünf wissenschaftlichen Ausschüssen für Lebensmittelsicherheit und Veterinärfragen eingesetzt worden (siehe: IP/97/947). Die Arbeit der letztgenannten Ausschüsse wurde im Mai 2003 von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit übernommen.

Aufruf zur Interessenbekundung wissenschaftlicher Sachverständiger

Im Anschluss an den genannten Aufruf zur Interessenbekundung wird die Kommission die Ausschussmitglieder nach höchster wissenschaftlicher Fachkompetenz auswählen. Die für die Mitwirkung in einem wissenschaftlichen Ausschuss für geeignet befundenen, aber nicht ernannten Bewerber können sich in eine Reserveliste aufnehmen lassen. Aus dieser Liste können assoziierte Mitglieder des wissenschaftlichen Ausschusses „Neu auftretende und neu identifizierte Gesundheitsrisiken" und Ersatz für aus den Ausschüssen ausscheidende Mitglieder ermittelt werden.

Weitere Informationen

Weitere Informationen über die Tätigkeiten der Kommission zur Risikobewertung sind von folgender Website abrufbar:

http://ec.europa.eu/health/ph_risk/risk_en.htm


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