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Bereitschaftsplanung für eine Influenza-Epidemie: Byrne begrüßt Einigung der Minister auf einen koordinierten Ansatz

European Commission - IP/04/206   13/02/2004

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IP/04/206

Brüssel, den 13. Februar 2004

Bereitschaftsplanung für eine Influenza-Epidemie: Byrne begrüßt Einigung der Minister auf einen koordinierten Ansatz

"Planung und Koordination sind Schlüsselinstrumente bei der Bekämpfung von Gefahren für die öffentliche Gesundheit wer gut plant, kann angemessen reagieren," so das für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständige Kommissionsmitglied David Byrne anlässlich einer informellen Sitzung der EU-Gesundheitsminister am 12. Februar in Brüssel, an der auch der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WTO), Dr. Jong-wook Lee, teilnahm. Der irische Gesundheits- und Jugendminister Micheál Martin leitete die Sitzung, in der die Auswirkungen der derzeitigen Geflügelpestkrise in Südostasien auf die öffentliche Gesundheit diskutiert wurden. Dr. Lee gab einen Überblick über die Entwicklung der Lage. Kommissionsmitglied Byrne schlug mehrere Maßnahmen für einen koordinierten Ansatz zur Vorbereitung auf eine Grippeepidemie vor, dem die Minister zustimmten: dazu gehören die gegenseitige Unterrichtung noch vor dem Ergreifen von Maßnahmen über das EU-Netzwerk für ansteckende Krankheiten und das Frühwarn- und Reaktionssystem, Treffen mit der Industrie zur Erfassung von Kapazitäten für Behandlungsmittel (Impfstoffe, Virostatika), die Entwicklung einer koordinierten Strategie zwischen Experten für die Tiergesundheit und für die menschliche Gesundheit im Bereich von Zoonosen, die Koordination von Bereichen wie Forschung und Kommunikation sowie die Fortsetzung der engen Zusammenarbeit mit der WHO und anderen internationalen Organisationen.

David Byrne kündigte an, dass in Kürze ein weiteres Schlüsselinstrument folgen wird, wenn die Kommission ein Arbeitspapier der Gemeinschaft zur Bereitschafts- und Reaktionsplanung mit Blick auf eine Influenzapandemie annimmt. "Dies wird die verschiedenen Stadien einer Influenza-Pandemie auf der Grundlage von WHO-Definitionen beleuchten und die Hauptziele für entsprechende Maßnahmen darlegen. Das Dokument spricht auch die Bereiche Koordination sowie Verfügbarkeit von Impfstoffen und Virostatika an. Wir möchten, dass es sich dabei um ein Konsultationspapier handelt, das wirksame Strategien und Maßnahmen aufzeigt und auf einer Art Richter-Skala innerhalb der EU beruht." Das Dokument wird den derzeitigen Prozess der Aktualisierung der nationalen Bereitschaftspläne in mehreren Mitgliedstaaten ergänzen. Darüber hinaus überwacht die Kommission die aktuelle jahreszeitlich bedingte Influenza-Epidemie über das Europäische Influenza-Überwachungssystem (EISS). Dies liefert wertvolle Daten über die jahreszeitlich bedingte Grippeaktivität in 22 Europäischen Ländern.

Zum Ausbruch der Vogelgrippe in Südostasien sagte David Byrne "Ohne angemessene Bekämpfungsmaßnahmen könnte die derzeitige Epidemie zu einer neuen Influenzapandemie führen. Unsere Bestandsaufnahme während der heutigen Sitzung hat deutlich bestätigt, dass die Gesundheit der europäischen Bürger am besten geschützt wird, wenn alle Beteiligten schnell, entschieden und gemeinsam arbeiten.

Wir müssen uns für eine bessere Überwachung, für Kontrollen und für mehr Transparenz einsetzen." Er unterstrich die Notwendigkeit einer integrierten Strategie zwischen den Experten für die Gesundheit von Mensch und Tier. "Zoonosen stellen eine wachsende Bedrohung für die Weltgesundheit dar. Auf globaler Ebene werden wir die wertvollen Bemühungen der WHO unter der Leitung von Dr. Lee weiterhin unterstützen, um wirksame Lösungen zusammen mit dem Internationalen Tierseuchenamt (OIE) und der FAO zu entwickeln. In der EU müssen wir unsere Bemühungen verstärken, um Strategie im Bereich Zoonosen zu entwickeln, die dem Ausmaß und der Komplexität dieser aufkommenden Bedrohung begegnen. Wir brauchen ein Konzept, das die gesamte Übertragungskette vom Tier auf den Menschen abdecken kann."

Die Minister begrüßten die schnellen politischen Fortschritte bei der Einrichtung des Europäischen Zentrums zur Vermeidung und Bekämpfung von Krankheiten (ECDC). Dr. Lee brachte die volle Unterstützung der WHO für dieses Zentrum zum Ausdruck.

Die Minister einigten sich darauf, die Gespräche fortzusetzen und bei der Sitzung des Rates für Beschäftigung, Soziales, Gesundheit und Verbraucherfragen im Juni entsprechende Sachverständigenberichte zu prüfen.


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