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IP/04/1456

Brüssel, den 9. Dezember 2004

EU hilft Eltern bei der sicheren Nutzung des Internet

Der Rat „Telekommunikation" der EU verabschiedete heute das Programm „Mehr Sicherheit im Internet“, das Eltern und Lehrern Instrumente zur sicheren Nutzung des Internet an die Hand geben will. Das von der Europäischen Kommission im März vorgeschlagene Vierjahresprogramm (2005-2008) wird mit 45 Millionen Euro ausgestattet sein und soll dem Kampf gegen illegale und schädliche Inhalte im Internet dienen. Das neue Programm gilt auch für andere Medien wie Videos, und widmet sich daneben ausdrücklich der Bekämpfung von Rassismus und Spam. Es wird sich vor allem an die Endnutzer richten, also an Eltern, Lehrer und Kinder.

„Lehrer und Eltern wollen heute Instrumente und Fähigkeiten zur sicheren Nutzung des Internet. Wir müssen uns aktiver um die Nutzung der neuen Medien durch unsere Kinder kümmern und ihnen beibringen, das Internet sicher zu nutzen. Dies ist entscheidend für ihre Zukunft in der Informationsgesellschaft. Die EU wird die Bemühungen zur Bereitstellung dieser Instrumente und zum Erwerb dieser Fähigkeiten koordinieren“, erklärte die für die Informationsgesellschaft und die Medien zuständige Kommissarin Viviane Reding. „Ich bin besonders froh darüber, dass sich das Parlament und der Rat sehr schnell auf den Vorschlag der Kommission einigen konnten. So können wir rasch und wirksam handeln, um das Internet sicherer und vertrauenswürdiger zu machen.“

Eine neue, EU-weite Eurobarometer-Erhebung über die Internetnutzung zeigt, dass Eltern mit steigendem Wissen über das Internet immer mehr Informationen darüber wünschen, wie sie seine Nutzung für ihre Kinder sicher machen können. Viele Eltern sind sich der Risiken nicht bewusst, die ihren Kindern beim Surfen im Internet drohen, und fast 60 % aller europäischen Eltern wissen nicht, wo sie illegale und schädliche Inhalte melden können.

Die Internetnutzung ist am stärksten bei Kindern in den 15 „alten“ EU-Mitgliedstaaten verbreitet, doch mehrere neue Mitgliedstaaten hinken nicht weit hinterher: Dänemark, Niederlande, VK (je 64 %), Schweden (63 %), Finnland (62 %), Estland (60 %), Tschechische Republik (58 %). Sehr selten wird das Internet von Kindern in den beiden griechisch sprechenden Ländern genutzt (Griechenland: 15 %, Zypern: 20 %), und auch nicht häufig in der Slowakei (30 %) und in Portugal (31 %).

Das Programm „Mehr Sicherheit im Internet“ baut auf dem Ziel seines Vorgängers auf, die sichere Nutzung des Internet und neuer Online-Technologien zu fördern, und ergänzt es um den neuen Schwerpunkt, den Endnutzern - insbesondere Eltern, Erziehern und Kindern - entsprechende Mittel an die Hand zu geben.

Die vier Aktionsbereiche des Programms „Mehr Sicherheit im Internet“ werden Folgendes umfassen:

  • Bekämpfung illegaler Inhalte: Meldestellen, die Berichte der Bürger über illegale Inhalte entgegennehmen und sie an die Stellen weiterleiten, die entsprechende Maßnahmen treffen können. Das Programm wird einzelne Meldestellen und die Koordinierung des Netzes finanziell unterstützen und auf Stellen erweitert werden, bei denen sich Kinder melden können, die durch illegale und schädliche Inhalte verängstigt wurden.
  • Bekämpfung unerwünschter und schädlicher Inhalte: Zuschüsse für Technologien, die es den Nutzern ermöglichen, den Eingang unerwünschter und schädlicher Inhalte mengenmäßig zu begrenzen bzw. die Wirksamkeit vorhandener Filter zu beurteilen. Ferner sollen Mittel zur Unterstützung der Entwicklung besserer Filter zur Verfügung gestellt und der Austausch von Informationen und besten Praktiken über die wirksame Bekämpfung von Spam gefördert werden. Die wirksamere Bekämpfung von Spam wird von der Kommission als Ergänzungsmaßnahme zum bereits geltenden „Spam-Verbot“ in der Datenschutzrichtlinie für die elektronische Kommunikation unterstützt.
  • Förderung eines sichereren Umfelds: Die EU unterstützt die Selbstregulierung, die Flexibilität bietet und ein Verständnis der Bedingungen des Mediums in einem Bereich ermöglicht, in dem Spitzentechnologie, rascher Wandel und grenzüberschreitende Aktivität zusammenspielen. Die Kommission wird ein Forum „Sichereres Internet“ (Safer Internet Forum) für den Erfahrungsaustausch zwischen nationalen Mitregulierungs- und Selbstregulierungsgremien einrichten.
  • Sensibilisierung: Die Kommission wird den Informationsaustausch über die sicherere Nutzung des Internet - insbesondere in Verbindung mit personalisierten, interaktiven und mobilen Anwendungen – unterstützen.

http://ec.europa.eu/information_society/activities/sip/news_events/saferinternet_plus/index_en.htm


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