Horizontal navigation

Smaller text size
Larger text size

Zusatzstoffe für Futtermittel: Sicherheit geht vor

Reference: IP/04/1346 Event Date: 08/11/2004 Export pdf PDF word DOC
Other available languages : EN FR NL

IP/04/1346

Brüssel, den 8. November 2004

Zusatzstoffe für Futtermittel: Sicherheit geht vor

Am 9. November wird im belgischen Geel das gemeinschaftliche Referenzlabor (GRL) für die Zulassung von Futtermittelzusatzstoffen eröffnet. Zusatzstoffe in Tierfutter dienen dazu, die Produktivität oder die Gesundheit der Tiere zu verbessern. Vor Erteilung einer Zulassung werden alle Futtermittelzusatzstoffe einer Sicherheitsbewertung durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) unterzogen. Das GRL wird die analytischen Methoden bewerten, die vorgeschlagen werden, um das Vorhandensein von Futtermittelzusatzstoffen nachzuweisen. Als GRL für Futtermittelzusatzstoffe wurde die Gemeinsame Forschungsstelle (GFS) der Europäischen Kommission benannt; das Labor wird im Institut für Referenzmaterialien und -messungen (IRRM)[1] in Geel eingerichtet.

„Die Gesundheit von Mensch und Tier ist uns Allen ein wichtiges Anliegen. Das neue, verbesserte Zulassungsverfahren für Futtermittelzusatzstoffe erfordert Fähigkeiten und Forschungskapazitäten der Spitzenklasse. Ich bin zuversichtlich, dass das IRMM über all diese Qualitäten verfügt“, so Forschungskommissar Louis Michel.

David Byrne, der in der Kommission für Gesundheits- und Verbraucherschutz zuständig ist, hierzu: „Die strengere Regelung der Sicherheit von Tierfutter war ein wichtiges Ziel des integrierten Konzepts, das die EU während der vergangenen Jahre im Hinblick auf die Lebensmittelkette verfolgte. Wenn wir das Vertrauen der Verbraucher weiterhin erhalten wollen, müssen wir nun dafür sorgen, dass die Regeln strikt angewendet werden.“

Warum Futtermittelzusatzstoffe?

In der Vergangenheit wurden Tiere vorwiegend mit Futterpflanzen und Getreidesorten gefüttert. In der modernen Landwirtschaft werden dagegen ganz unterschiedliche Ausgangserzeugnisse wie Getreide und Nebenprodukte der Lebensmittelverarbeitung verwendet, um ein Mischfutter zu erhalten, das durch bestimmte Zusatzstoffe ergänzt wird. Futtermittelzusätze dienen dabei der Verbesserung von Produktivität und Gesundheit der Tiere. Beispiele sind Nährstoffe wie Vitamine und Mineralien sowie sensorische oder technologische Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel und Emulgatoren. Laut EU-Recht sind derzeit rund 700 Stoffe und Zubereitungen als Futtermittelzusätze zugelassen.

Zulassung erst nach Sicherheitsbewertung

Vor Inverkehrbringen eines Futtermittelzusatzes muss dessen Zulassung beantragt werden. Dieser Antrag muss Daten enthalten, die zeigen, dass der Futtermittelzusatzstoff keine schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Tier oder auf die Umwelt hat. Die EFSA führt die wissenschaftliche Sicherheitsbewertung durch, während das GRL die analytischen Methoden bewertet, die vorgeschlagen werden, um das Vorhandensein von Zusatzstoffen im Futter und möglichen Rückständen in Lebensmitteln nachzuweisen.

Methoden für die Analyse von Rückständen in Lebensmitteln sind insbesondere dann wichtig, wenn beim Zulassungsverfahren Höchstwerte für Rückstände in Erzeugnissen tierischen Ursprungs festgelegt werden. Das GRL wird Referenzproben aller zugelassenen Zusatzstoffe nehmen und weitere Aufgaben wahrnehmen, die damit in Zusammenhang stehen. Ein Konsortium von Labors aus den Mitgliedstaaten wird dabei Unterstützung leisten unterstützt.

Die Einrichtung des gemeinschaftlichen Referenzlabors ist Teil der Modernisierung des Zulassungssystems für Futtermittelzusatzstoffe gemäß der Verordnung 1831/2003. Diese tritt im Oktober 2004 vollständig in Kraft. Im Jahr 2004 sind der Kommission rund 90 Anträge auf Zulassung von Futtermittelzusatzstoffen unterbreitet worden.

Journalisten willkommen

Die Einweihung beginnt am 9. November um 10 Uhr. Die Tagesordnung kann dem Anhang entnommen werden.

ANNEX

Inauguration of the Community Reference Laboratory
for Feed Additives Authorisation
Tuesday, 9th November 2004
at
DG JOINT RESEARCH CENTRE
Institute for Reference Materials and Measurements

Geel

Chairman: A. Herrero, Director of IRMM
09h30 Arrival at IRMM.

10h00 Welcome address by R. Schenkel, JRC Acting Director General, BE.

10h15 “The collaboration between the Health and Consumer Protection DG and the DG-JRC”, P. Testori-Coggi, Director Food Safety, Health and Consumer Protection Directorate General, BE.

10h30 “The establishment of the CRL on Feed additives within the framework of the new Regulation on feed additives”, W. Penning, Head of Unit Animal Nutrition, Health and Consumer Protection Directorate General, BE.

10h40 “Member States views on the new authorization procedure laid down in Regulation 1831/2003”. G. Lunn, Head of Department Feedingstuffs and Fertilizers, Danish Plant Directorate, DK.

10h50 Coffee break

11h10 “Activities of the IRMM on food and feed safety”. E. Anklam, Head of Food Safety and Quality Unit, JRC-IRMM, BE.

11h20 “The CRL for feed additives authorisation and the feed network”. C. von Holst, CRL Operating Manager, Food Safety and Quality Unit, JRC-IRMM, BE.

11h30 “The role of EFSA and the collaboration with CRL in the assessment of feed additives under the new Regulation 1831/2003”, L. Vahteristo, Scientific Coordinator of the FEEDAP Panel, European Food Safety Authority, BE.

11h40 “The setting up of the CRL for GMOs under Regulation 1829/2003 on Genetically modified feed and food”, G. van den Eede, Head of Biotechnology and GMO’s Unit, JRC-IHCP, IT.

11h50 “Bridging the Commission and regulatory residue testing laboratories. A decade of CRLs experience”, Rainer Stephany, Project leader, Laboratory for Residue Analysis (CRL-ARO), NL.

12h00 “The point of view of the feed additive industry regarding the new system of evaluation of feed additives”, D. Jans, FEFANA Secretary General, BE.

12h10 “Expectation of the European compound feed industry with regards to the setting up of the CRL”, A. Döring, General Secretary FEFAC, BE.

12h20 Inauguration of the new Community Reference Laboratory for Feed Additives Authorisation. L. Arts, representing the Netherlands EU Presidency, will present a plaque marking the inauguration of the CRL to A. Herrero (JRC).

12h30 Lunch

14h15 Visit to IRMM, selected facilities: 4 groups of 15-20 people, 4 rotations

Group A - Food Safety and Quality (FSQ) laboratories, main building.

Group B - FSQ and CRL laboratories, chemistry building.

Group C - CRL facilities, chemistry building.

Group D - Reference Materials Unit.

16h00 End of the CRL inauguration event and departure to Brussels


[1] Das IRMM ist eines der sieben Institute der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission. Sein Auftrag besteht in der Förderung eines gemeinsamen und zuverlässigen europäischen Messsystems zur Unterstützung der EU-Politik. Hauptziel des IRMM ist es, Messungen vertrauenswürdiger zu machen. Zu diesem Zweck werden international anerkannte Instrumente für die Qualitätssicherung entwickelt, hergestellt und verbreitet. Hierzu gehören z.B. Referenzmaterialien, validierte Methoden, Referenzmessungen, Vergleiche zwischen verschiedenen Laboren und Ausbildungsmaßnahmen.

loading

LOADING...