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IP/04/1343

Brüssel, den 5.November 2004

Dioxinverseuchung: Das Rückverfolgungs- und das Schnellwarnsystem der EU bewähren sich

Seit dem Auftauchen dioxinverseuchter Kartoffelreste in den Niederlanden koordiniert die Europäische Kommission die Anstrengungen zur Rückverfolgung der Vertriebskette aktiv mit Hilfe des Europäischen Schnellwarnsystems für Lebens- und Futtermittel. In einem niederländischen Kartoffelverarbeitungsbetrieb waren u. a. stark dioxinbelastete Kartoffelschalen entdeckt worden, die als Tierfutter genutzt werden. Daraufhin wurden alle 173 landwirtschaftlichen Betriebe (162 in den Niederlanden, 8 in Belgien und 3 in Deutschland), die das Tierfutter erhalten haben, gesperrt. Die Behörden in den betroffenen Mitgliedstaaten versuchen jetzt, der Lebensmittelkette nachzugehen. Für die Verbraucher bestehen derzeit keine gesundheitlichen oder sonstigen Gefahren.

Die Rückverfolgung hat bisher ergeben, dass der niederländische Betrieb zur qualitativen Sortierung von Kartoffeln Tonerde aus einer deutschen Tongrube einsetzte. Diese Tonerde war dioxinverseucht und hat ihrerseits offensichtlich die Kartoffelschalen verseucht, die an Tiere verfüttert werden. Die mit diesem Futter belieferten Höfe sind inzwischen amtlich gesperrt worden. Das Futter wird zurzeit ebenso beprobt und analysiert wie die Erzeugnisse tierischen Ursprungs von diesen Höfen. In den nächsten Tagen dürfte geklärt sein, ob die Beschränkungen zum Teil wieder aufgehoben werden können. Bislang hat die Untersuchung der für den menschlichen Verzehr bestimmten Kartoffelprodukte des niederländischen Betriebs keine überhöhten Dioxinwerte ergeben.

Kommissar David Byrne sagte heute: „Die mitgliedstaatlichen Behörden und die Kommission arbeiten eng zusammen, um eine Gefährdung der Verbraucher auszuschließen. Gemeinsam werden wir rasch und verantwortungsbewusst zugleich reagieren. Unsere Rückverfolgungs- und Schnellwarnverfahren bewähren sich. Das Vertrauen der Verbraucher in unsere Lebensmittelkette muss unbedingt gewahrt bleiben.“

Die Kommission hat außerdem die Kundenlisten des deutschen Tonlieferanten angefordert, um zu überprüfen, ob noch weitere Lebensmittelunternehmen darunter sind. Ferner hat sie die Mitgliedstaaten ersucht, Nachforschungen anzustellen, ob der Einsatz von Tonerde zur Lebensmittelsortierung bei ihnen gängige Praxis ist.


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