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IP/04/1313

Brüssel, 26. OKtober 2004

Kommission erlegt Coats und Prym für ein Kartell im Nadelmarkt und anderen Hartkurzwaren eine Gelbuße auf

Die Europäische Kommission hat Coats und Prym eine Geldbuße von insgesamt €60 Millionen für die Bildung eines Kartells im Nadelmarkt und für die Segmentierung des Hartkurzwarenmarktes (einschließlich Nadeln, Stecknadeln, Köpfe, Verschlüsse und Reißverschlüsse) zwischen September 1994 und Ende 1999, zusammen mit einem dritten Unternehmen Entaco, auferlegt. Entaco erhielt volle Immunität von Geldbußen dafür, dass es die Aufteilung des Marktes der Kommission zur Kenntnis gebracht hat.

„Kartelverhalten ist die schlimmste Verletzung von Wettbewerbsverletzung, da die Firmen unerlaubte Gewinne zu Lasten der Konsumenten und, letztlich, der Endverbraucher machen. Ich habe den Kampf gegen Kartell, groß und klein, zu einer meiner Schlüsselprioritäten meines Mandates gemacht und ich bin glücklich das eine unserer letzten Entscheidungen in diesem Gebiet ein Produkt betrifft, welches klar erkennbar ist für den Konsumenten“, sagte Wettbewerbskommissar Mario Monti.

Die Kommission hat heute eine Entscheidung getroffen, die befindet, dass die britischen Firmen Coats Holdings Ltd. und Entaco Group Ltd., sowie William Prym GmbH&Co. KG aus Deutschland, zusammen mit ihren Tochtergesellschaften, die europäischen Wettbewerbsregeln zwischen dem 10. September 1994 und Ende 1999 durch Eingehung einer Serie von schriftlichen Vereinbarungen verletzten, welche, in der Praxis, darin resultierten, dass ein trilaterale Vereinbarung geschlossen wurde, durch welches sie die Märkte aufteilten oder dazu beitrugen, die Märkte aufzuteilen. Insbesondere teilten sie den Nadelmarkt auf und verhinderten den Wettbewerb mit Entaco auf anderen Hardkurzwarenmärkten, wie zum Beispiel Stecknadeln und Verschlüsse.

Der betroffene Märkte sind essentiell für die Kleidungs- und Lederindustrie und werden auch vom Endkonsumenten im täglichen Leben benutzt.

Die Kartellentscheidung ist Einzigartig in dem Sinne, dass die Vereinbarung ein reines Produktmarkt- und geographische Marktaufteilung betraf. Die meisten Kartelle bestehen in Preisvereinbarung oder manchmal in der Festlegung von Produkt- oder Verkaufsquotas per Land zwischen den verschiedenen Marktbeteiligten. Aber das ultimative Ziel ist stets Preise zum Nachteil von Kunden und Konsumenten zu erhöhen. In diesem Falle griff die Vereinbarung der Aufteilung des Produktmarkts sowohl auf Produktionsstufe, als auch „auf der Vertriebsstufe“ (Großhandel und Einzelhandel).

Die Beweislage in den Unterlagen der Kommission zeigt, dass Coats, einer der Hauptvertreiber von Nadeln und anderen Hardkurzwaren in Europa, Entaco dazu gezwungen hat in die Vereinbarungen mit Prym einzuwilligen und sich daran zu halten und im Austausch auf Produktionsstufe für die Schutz seiner eigenen Nadelmarke „Milward“ vom Wettbewerb mit Marken von sich und Prym gesorgt hat.

Die Kommission hat festgestellt, dass das Verhalten der Firmen ein sehr schwerwiegender Bruch von Art. 81 des EU-Vertrags war. Der Europäische Hartkurzwarenmark wurde in 2003 auf mehr als eine Millarden Euros geschätzt, aber da das Kartell, der Analyse der Kommission nach, limitiert war, wurden die folgenden Bußen verhängt[1].

Coats: €30 million

Prym: €30 million

Entaco profitierte von der vollen Immunität von Geldbußen, da es die Informationen vorgebracht hat, welche es der Kommission ermöglichte diese Entscheidung zu treffen.


[1] Gemeinsam und gesamtschuldnerisch Haftbar mit den Tochterunternehmen


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