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IP/04/1305

Brüssel, den 26. Oktober 2004

Genetisch veränderter NK603-Mais als Lebensmittel und als Futtermittel zugelassen

Die Europäische Kommission hat heute gemäß der Verordnung über genetisch veränderte Lebensmittel und Futtermittel das Inverkehrbringen von Lebensmitteln und Lebensmittelzutaten zugelassen, die aus genetisch verändertem NK603-Mais gewonnen wurden. Mit der Richtlinie 2001/18/EG wurden bereits die Einfuhr und die Verwendung von NK603-Mais als Futtermittel und zur Verarbeitung in der Industrie zugelassen. Mit diesen beiden Zulassungen ist es jetzt möglich, NK603-Mais und daraus gewonnene Erzeugnisse, wie z. B. Stärke, Öl, Maisgluten-Futtermittel und Maismehl, zur Verwendung in Lebensmitteln und Futtermitteln in Verkehr zu bringen. Angebaut und geerntet wird die Feldfrucht jedoch außerhalb der EU. Gemäß den neuen EU-Vorschriften über die Etikettierung müssen die Maissorte und alle Erzeugnisse, in denen sie enthalten ist, eindeutig erkennen lassen, dass er genetisch verändert wurde. Die Kommission beschloss, NK603-Mais zuzulassen, nachdem der Rat die von der Kommission vorgeschlagene Zulassung weder angenommen noch abgelehnt hatte.

Dazu David Byrne, für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständiger Kommissar: „Während meiner Amtszeit als Kommissar haben wir ein klares und strenges System für die Zulassung und Etikettierung von GVO eingerichtet, das sich auf ausführliche Konsultationen aller betroffenen Parteien stützt. Jetzt wird das System in der Praxis eingesetzt und genetisch veränderte Erzeugnisse kommen auf den Markt. Das eindeutige Etikettierungssystem garantiert den Verbrauchern, was sie gefordert haben: Sie erhalten die Informationen, die sie brauchen, damit sie wählen können, ob sie genetisch veränderte Erzeugnisse kaufen wollen oder nicht.

NK603-Mais wurde dahingehend verändert, dass er gegenüber dem Unkrautvernichtungsmittel Glyphosphat tolerant wird. Dies verbessert die Unkrautbekämpfung und damit den Maisanbau. Die Zulassung von NK603-Mais zur Verwendung in Lebensmitteln gilt ab sofort für 10 Jahre. Sie wurde von der Firma Monsanto beantragt. NK603-Mais wurde auf der Grundlage internationaler Leitlinien einer gründlichen Sicherheitsbewertung auf schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung unterzogen. Der Maissorte wurden ein spezifischer Erkennungsmarker und ein validiertes Nachweisverfahren zugeteilt, mit denen Etikettierung und Rückverfolgbarkeit gemäß den neuen EU-Vorschriften ermöglicht werden sollen.

Die EU verfügt über eines der strengsten Sicherheitssysteme für GVO. Jede Zulassung wird gesondert erteilt und Zulassungsanträge, die nicht alle Kriterien erfüllen, wurden und werden auch weiterhin abgelehnt.

Weitere Informationen

finden Sie auf der Website der GD Gesundheit und Verbraucherschutz unter folgender Adresse:

http://ec.europa.eu/food/food/biotechnology/index_en.htm sowie in den Fragen und Antworten zur Regulierung von GVO in der EU: MEMO/04/102.


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