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EU setzt Einfuhr von als Haustieren gehaltenen Vögeln aus Südostasien aus

European Commission - IP/04/123   28/01/2004

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IP/04/123

Brüssel, den 28. Januar 2004

EU setzt Einfuhr von als Haustieren gehaltenen Vögeln aus Südostasien aus

Der Ständige Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit, in dem die Mitgliedstaaten vertreten sind, hat einem Vorschlag des für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständigen Kommissionsmitglieds David Byrne zugestimmt, die Einfuhr von als Haustieren gehaltenen Vögeln auszusetzen, um im Anschluss an die eingehende Erörterung der Entwicklung der Lage in Südostasien mit den Mitgliedstaaten die größtmögliche Sicherheit zu bieten. Mit diesem Vorgehen soll jegliches Risiko des Auftretens des Geflügelpestvirus in den Quarantänestationen der Mitgliedstaaten ausgeschlossen werden. Einfuhren aus Kambodscha, Indonesien, Japan, Laos, Pakistan, der Volksrepublik China einschließlich des Hoheitsgebiets von Hongkong, Südkorea, Thailand und Vietnam sind mit sofortiger Wirkung ausgesetzt worden. Die betreffenden Vögel umfassen exotische tropische Vögel wie Papageien, Kakadus, Finken, Wellensittiche, Habichte und Falken.

Die Einfuhr von anderen Vogelarten als Geflügel ist aus allen Mitgliedsländern des Internationalen Tierseuchenamtes (OIE) zugelassen und unterliegt Tiergesundheitsgarantien des Herkunftslandes und strengen Quarantänemaßnahmen während mindestens dreißig Tagen nach der Einfuhr in die Mitgliedstaaten, um die mögliche Einschleppung von Geflügelkrankheiten in die Geflügelbestände der Gemeinschaft zu verhindern (Entscheidung 2000/666/EG der Kommission). Kein Vogel darf die Quarantäne verlassen, ohne vorher einem obligatorischen Labortest auf Geflügelpest unterzogen worden zu sein. Aufgrund der außergewöhnlichen Seuchenlage in mehreren asiatischen Ländern und den möglicherweise schwerwiegenden Folgen in Zusammenhang mit den spezifischen Virusstämmen der Geflügelpest muss jedoch die Einfuhr von Vögeln als Vorsichtsmaßnahme ausgesetzt werden.

Im Jahre 2003 sind rund 100 000 Ziervögel, vor allem Psittaciformes (Papageien, Kakadus, Wellensittiche) aus den Ländern eingeführt worden, aus denen die Einfuhr nunmehr ausgesetzt ist, hauptsächlich Pakistan, China und Indonesien.

Hintergrund

Die Geflügelpest ist eine hoch ansteckende Virusinfektion des Geflügels, die je nach Tierart große Verluste in der Geflügelindustrie verursachen kann. Frei lebende Vögel können Träger des Influenzavirus sein, ohne selbst daran zu erkranken, weil sie über eine natürliche Resistenz verfügen. Es ist bekannt, dass frei lebende Wasservögel ein natürliches Reservoir für diese Viren bilden und die erste Übertragung der Infektion auf Hausgeflügel verursachen können.

Das Internationale Tierseuchenamt führt die Geflügelpest als eine Seuche des Verzeichnisses A auf, die sich schnell über die Grenzen hinweg ausbreiten kann.

Die Seuche kann schwerwiegende sozioökonomische Auswirkungen haben und den internationalen Handel mit lebendem Geflügel und Geflügelerzeugnissen schwer beeinträchtigen.

Am 23. Januar hat die Kommission die Einfuhr von frischem Fleisch von Geflügel, Federwild und Zuchtfederwild, Geflügelfleischzubereitungen und Geflügelfleischerzeugnissen sowie Ausgangserzeugnissen für die Heimtierfutterherstellung und Konsumeiern aus Thailand ausgesetzt. Einfuhren dieser Waren aus den anderen vorgenannten Ländern sind auch verboten. (IP/04/95)


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