Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR

IP/04/1236

Brüssel, den 13. Oktober 2004

Kommission genehmigt 188 Mio. EUR zur Bekämpfung von Tierseuchen im Jahr 2005

Die Europäische Kommission hat ein Finanzpaket zur Bekämpfung von Tierseuchen in der EU genehmigt. Dieses EU-Budget für 2005 wird der Bekämpfung transmissibler spongiformer Enzephalopathien (TSE) und anderer Tierkrankheiten dienen, die Einfluss auf die Gesundheit von Mensch und Tier haben. Insgesamt werden 188 Mio. EUR bereitgestellt, ein Anstieg um 41 Mio. EUR gegenüber 2004, was zeigt, welch hohe Bedeutung der Bekämpfung von Tierseuchen und dem Gesundheitsschutz beigemessen wird.

Das für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständige Kommissionsmitglied David Byrne sagte dazu: "Wir stocken die Mittel zur Bekämpfung von Tierseuchen für das Jahr 2005 auf. Gesunde Tiere sind der Schlüssel zu sicheren Lebensmitteln. Die heutige Entscheidung zeigt, dass wir uns weiterhin verstärkt für eine pro-aktive Überwachung, Vorbeugungsmaßnahmen und die Seuchentilgung einsetzen.”

TSE-Überwachung und Tilgungsprogramme

98,1 Mio. EUR aus dem EU-Haushalt werden zur Überwachung von BSE bereitgestellt. Alle mehr als 30 Monate alten Rinder, die für den menschlichen Verzehr bestimmt sind, alle mehr als 24 Monate alten im Haltungsbetrieb verendeten Rinder und notgeschlachteten Rinder und alle verdächtigen Tiere unabhängig von ihrem Alter müssen auf BSE getestet werden. Die EU kofinanziert europaweit BSE-Tests und Programme zur Tilgung von BSE.

Die geltenden Maßnahmen zur Tilgung der Traberkrankheit erfordern die Keulung und Genotypisierung von Tieren in infizierten Herden. Daneben wurden Zuchtprogramme zur Bildung der TSE-Resistenz bei Schafen eingeführt. Für die Maßnahmen zur Tilgung der Traberkrankheit werden Mittel in Höhe von 32,775 Mio. EUR bereitgestellt.

Das neue Finanzpaket wurde verabschiedet, nachdem die Mitgliedstaaten der Kommission ihre Überwachungs- und Tilgungsprogramme für 2005 vorgelegt hatten. Die Kommission hat die Programme bewertet und nun die höchstmöglichen EU-Finanzhilfen angenommen. Die Verteilung auf die Mitgliedstaaten ist Anhang I zu entnehmen.

Programme zur Tilgung von Tierseuchen

Die Kommission nimmt jedes Jahr ein Verzeichnis von Programmen zur Überwachung und Tilgung von Tierseuchen und zur Kontrolle von Zoonosen an (Krankheiten wie Salmonellen, die vor allem durch Lebensmittel von Tieren auf Menschen übertragen werden können), die für eine EU-Finanzhilfe in Betracht kommen.

Für das Jahr 2005 wurden 82 Programme zur Bekämpfung von 10 bedeutenden Tierseuchen vorgelegt. Der Gesamtbeitrag der EU zu diesen Programmen beträgt 55,085 Mio. EUR.

Innerhalb dieses Finanzrahmens haben die Krankheiten Priorität, die auf den Menschen übertragbar sind. 34,775 Mio. EUR werden für die Tilgung der Brucellose aufgewendet, die beim Menschen das Maltafieber hervorruft (13,975 Mio. EUR für die Brucellose bei Schafen und Ziegen und 20,8 Mio. für Rinderbrucellose). Auch die Rindertuberkulose kann bekanntlich auf den Menschen übertragen werden, so dass erhebliche Beträge aufgewendet werden, um die verbleibenden Fälle dieser Seuche zu bekämpfen (12,555 Mio. EUR). 4,08 Mio. EUR werden für die Bekämpfung der Tollwut bereitgestellt, eine in hohem Maße tödliche Virusinfektion des Nervensystems.

Neben den Programmen zur Überwachung und Tilgung von Tierseuchen enthält das Verzeichnis auch Kontrollprogramme zur Verhütung von Zoonosen. Genehmigt wurden 2,280 Mio. EUR zur Salmonellenbekämpfung in 8 Mitgliedstaaten.

Das vollständige Verzeichnis der Seuchen, der Mitgliedstaaten und der von der Kommission genehmigten EU-Zuschüsse ist Anhang II zu entnehmen.

Anhang I.1




Liste der Programme zur Überwachung von TSE

Prozentsatz und Höchstbetrag der Finanzhilfe der Gemeinschaft

Mitgliedstaat
Höchstbetrag
Österreich
Belgien
Zypern
Tschechische Republik
Dänemark
Estland
Finnland
Frankreich
Deutschland
Griechenland
Ungarn
Irland
Italien
Litauen
Luxemburg
Malta
Niederlande
Portugal
Slowenien
Spanien
Schweden
Vereinigtes Königreich
1 920 000
3 550 000
85 000
1 700 000
2 375 000
290 000
1 160 000
24 045 000
15 020 000
585 000
1 085 000
6 170 000
6 660 000
835 000
145 000
35 000
4 270 000
1 135 000
435 000
4 780 000
305 000
5 570 000
TOTAL
82 155 000

Anhang II.2




Liste der Programme zur Überwachung von BSE

Höchstbetrag der Finanzhilfe der Gemeinschaft

Mitgliedstaat
Höchstbetrag
Österreich
Belgien
Zypern
Tschechische Republik
Dänemark
Estland
Finnland
Frankreich
Deutschland
Griechenland
Irland
Italien
Luxemburg
Niederlande
Portugal
Slowakische Republik
Slowenien
Spanien
Vereinigtes Königreich
10 000
250 000
25 000
2 500 000
200 000
25 000
25 000
500 000
875 000
150 000
4 000 000
205 000
150 000
450 000
975 000
25 000
25 000
1 320 000
4 235 000
TOTAL
15 945 000


Anhang I.3




Liste der Programme zur Überwachung von Scrapie

Höchstbetrag der Finanzhilfe der Gemeinschaft

Mitgliedstaat
Höchstbetrag
Österreich
Belgien
Zypern
Tschechische Republik
Dänemark
Estland
Finnland
Frankreich
Deutschland
Griechenland
Ungarn
Irland
Italien
Lettland
Litauen
Luxemburg
Niederlande
Portugal
Slowakische Republik
Slowenien
Spanien
Schweden
Vereinigtes Königreich
10 000
105 000
5 565 000
20 000
5 000
10 000
5 000
1 300 000
2 275 000
1 555 000
5 000
800 000
2 485 000
5 000
5 000
35 000
575 000
695 000
340 000
65 000
9 525 000
10 000
7 380 000
TOTAL
32 775 000

Anhang II.2




Liste der Programme zur Tilgung und Überwachung von Tierseuchen
(Artikel 1 Absatz 1)

- Geplanter Prozentsatz und Betrag der Finanzhilfe der Gemeinschaft -

Tierseuche
Mitgliedstaat
Prozentsatz
Geplanter Betrag (in EUR)
Aujeszky-Krankheit
Belgien
Spanien
Ungarn
Irland
Portugal
Slowakische Republik
50%
50%
50%
50%
50%
50%
300 000
250 000
50 000
50 000
25 000
25 000
Blauzungenkrankheit
Spanien
Frankreich
Italien
50%
50%
50%
25 000
50 000
400 000
Rinderbrucellose
Zypern
Griechenland
Spanien
Irland
Italien
Polen
Portugal
Vereinigtes Königreich
(Nordirland)
50%
50%
50%
50%
50%
50%
50%
50%
100 000
100 000
5 000 000
5 000 000
3 000 000
800 000
1 800 000
5 000 000
Rindertuberkulose
Zypern
Griechenland
Spanien
Irland
Italien
Polen
Portugal
Vereinigtes Königreich
(Nordirland)
50%
50%
50%
50%
50%
50%
50%
50%
5 000
100 000
4 000 000
3 000 000
2 500 000
700 000
250 000
2 000 000
Klassische Schweinepest
Belgien
Tschechische Republik
Deutschland
Frankreich
Luxemburg
Slowenien
Slowakische Republik
50%
50%
50%
50%
50%
50%
50%
15 000
100 000
800 000
150 000
100 000
10 000
200 000
Enzootische Rinderleukose
Estland
Italien
Litauen
Lettland
Portugal
50%
50%
50%
50%
50%
25 000
250 000
200 000
100 000
200 000
Schaf- und Ziegenbrucellose (B. melitensis)
Zypern
Griechenland
Spanien
Frankreich
Italien
Portugal
50%
50%
50%
50%
50%
50%
175 000
800 000
6 500 000
300 000
4 500 000
1 700 000
Poseidom[1]
Frankreich
50%
150 000
Tollwut
Österreich
Tschechische Republik
Deutschland
Finnland
Litauen
Polen
Slowenien
Slowakische Republik
50%
50%
50%
50%
50%
50%
50%
50%
180 000
400 000
400 000
100 000
900 000
1 500 000
200 000
400 000
Vesikuläre Schweinekrankheit
Italien
50%
200 000
INSGESAMT


55 085 000

Anhang II.2






Liste der Überwachungsprogramme zur Verhütung von Zoonosen
(Artikel 2 Absatz 1)

- Geplanter Prozentsatz und Betrag der Finanzhilfe der Gemeinschaft -

Zoonose
Mitgliedstaat
Prozentsatz
Geplanter Betrag (in EUR)
Salmonellose
Österreich
Belgien
Dänemark
Frankreich
Irland
Italien
Niederlande
Slowakische Republik
50%
50%
50%
50%
50%
50%
50%
50%
70 000
400 000
110 000
600 000
50 000
600 000
350 000
100 000
INSGESAMT


2 280 000


[1] Cowdriose, Babesiose und Anaplasmose, von Wirtsinsekten übertragen, in den französischen überseeischen Departments.


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website