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IP/04/1215

Brüssel, den 13. Oktober 2004

EU-Vorschriften über Ochratoxin A erweitert auf Kaffee, Wein und Traubensaft

Der Ständige Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit stimmte gestern für einen Vorschlag der Europäischen Kommission zur Änderung der Verordnung 466/2001, mit dem ein Höchstgehalt für Ochratoxin A in Kaffee, Wein und Traubensaft festgelegt wird. Bei Ochratoxin A handelt es sich um ein Mykotoxin, das nachweislich karzinogene und andere toxische Eigenschaften hat. Für die wichtigsten Lebensmittel, bei deren Verzehr die Unionsbürger diesem Kontaminanten ausgesetzt sind, vor allem Getreide, wurden bereits Höchstgehalte festgelegt, doch die laufende Überwachung hat jetzt gezeigt, dass auch für andere wichtige Lebensmittel Höchstgehalte festgelegt werden sollten.

Dazu David Byrne, Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz: „Durch die Festlegung von Höchstgehalten für Ochratoxin A stellen wir sicher, dass die Verbraucher Kaffee und Wein genießen können, ohne sich über eine mögliche Kontamination Sorgen machen zu müssen. Mit dem Vorschlag wird auch ein Höchstgehalt für Traubensaft festgelegt, der ja häufig von Kindern verzehrt wird. Somit wird durch diesen Vorschlag die Lebensmittelsicherheit für eine gefährdete Verbrauchergruppe erhöht.“

Ochratoxin A kommt in natürlicher Form vor und kann Feldfrüchte auf dem Acker oder nach der Ernte kontaminieren. Für wichtige Nahrungsquellen sind in den EU-Vorschriften bereits höchstzulässige Gehalte festgelegt, damit die Exposition des Menschen so weit wie möglich verringert wird. Für die Bevölkerung der EU sind Getreide und Getreideerzeugnisse die Hauptnahrungsquellen, mit denen Ochratoxin A aufgenommen wird. Auch Wein, Kaffee und Bier sind damit belastet; für gefährdete Verbraucher wie Kinder stellen getrocknete Weintrauben und Traubensaft große Ochratoxin-A-Quellen dar. Für Getreide und getrocknete Weintrauben gibt es bereits EU-Vorschriften. Die Kommission ist dabei, weitere Lebensmittel zu prüfen, damit erforderlichenfalls Höchstgehalte festgelegt werden können. Heute wurden folgende Höchstgehalte vereinbart:

  • Geröstete Kaffeebohnen und gemahlener gerösteter Kaffee 5,0 μg/kg
  • Löslicher Kaffee 10,0 μg/kg
  • Wein und andere Getränke auf Wein- und/

oder Traubenmostbasis 2,0 μg/kg

  • Traubensaft und Traubensaftzutaten in anderen Getränken 2,0 μg/kg

Der Ständige Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit setzt sich aus Vertretern der Mitgliedstaaten unter dem Vorsitz der Europäischen Kommission zusammen. Nachdem nun die Mitgliedstaaten zugestimmt haben, muss die vorgeschlagene Verordnung jetzt von der Europäischen Kommission formell angenommen werden.


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