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IP/04/1083

Brüssel, den 8. September 2004

Eintragung von gentechnisch veränderten Maissorten der Linie MON 810 in den gemeinsamen EU-Sortenkatalog

Die Europäische Kommission hat heute die Eintragung von 17 Maissorten der Linie MON 810 in den gemeinsamen Sortenkatalog der EU für landwirtschaftliche Pflanzenarten genehmigt. Dieser Mais ist nach den EU-Rechtsvorschriften für gentechnisch veränderten Mais seit 1998 zugelassen. Der gemeinsame Sortenkatalog wird anhand der Kataloge der Mitgliedstaaten zusammengestellt. Sobald eine Saatgutsorte ordnungsgemäß in den Katalog eines Mitgliedstaates aufgenommen ist, wird die Kommission davon unterrichtet und ersucht, die Sorte durch Veröffentlichung im Amtsblatt in den gemeinsamen Katalog aufzunehmen. Nur die in dem gemeinsamen Katalog verzeichneten Saatgutsorten können EU-weit in den Verkehr gebracht werden, alle anderen hingegen nur in dem jeweiligen Mitgliedstaat.

Dazu stellt David Byrne, EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, fest: Die Eintragung in den gemeinsamen EU-Sortenkatalog ist ein logischer Schritt, da die gemeinschaftlichen Rahmenvorschriften für GVO nunmehr aktualisiert sind. Dieser Mais wurde eingehend darauf untersucht, ob er für Mensch und Umwelt unbedenklich ist. Er wurde in Spanien mehrere Jahre lang angebaut, ohne dass Probleme aufgetreten wären. Er wird deutlich als genetisch veränderter Mais kenntlich gemacht, damit alle Landwirte eine sachkundige Wahl treffen können.

Mit den Sorten der Linie MON 810 wird zum ersten Mal gentechnisch verändertes Saatgut in den gemeinsamen Katalog aufgenommen. GVO-Sorten können nur aufgenommen werden, wenn sie zuvor geprüft und gemäß den GVO-Rechtsvorschriften[1] zugelassen worden sind. Mais der Linie MON 810 ist in der EU seit 1998 zugelassen. 17 aus der Maislinie MON 810 stammende Sorten sind in einzelstaatlichen Katalogen verzeichnet: 6 in Frankreich und 11 in Spanien. Gemäß der Richtlinie 2001/18/EG hat Monsanto, der Inhaber der MON-810-Zulassung, einen Überwachungsplan vorgelegt, der von dem Wissenschaftlichen Pflanzenausschuss positiv beurteilt und von den Mitgliedstaaten im Regelungsausschuss genehmigt wurde. Die MON-810-Sorten fallen unter die Kennzeichnungs- und Rückverfolgbarkeitsvorschriften des neuen Rechtsrahmens für GVO.


[1] Richtlinie 2001/18/EG.


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