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IP/04/1024

Brüssel, den 10. August 2004

Kommission stoppt Einfuhren von Straußen aus Südafrika nach Ausbrüchen der Geflügelpest

Nachdem in zwei Haltungsbetrieben für Laufvögel (Strauße) in der östlichen Kapprovinz Südafrikas der Ausbruch einer hochpathogenen Geflügelpest bestätigt wurde, verabschiedete die Europäische Kommission heute eine Entscheidung, mit der die Einfuhr von lebenden Laufvögeln und deren Eiern, Fleisch und Erzeugnissen von Laufvögeln sowie von als Heimtiere gehaltenen Vögeln aus diesem Land in die Europäische Union mit sofortiger Wirkung bis 1. Januar 2005 ausgesetzt wird. Bei der Geflügelpest handelt es sich um eine hoch ansteckende Geflügelkrankheit, die zu schwerem wirtschaftlichem Schaden in der Geflügelindustrie führen kann und in Ausnahmefällen auch auf den Menschen übertragbar ist.

Am 6. August wurden in zwei Laufvogelherden in der östlichen Kapprovinz Südafrikas Ausbrüche der hoch ansteckenden Geflügelpest bestätigt. Der identifizierte Virusstamm (H5N2) unterscheidet sich von demjenigen, der in Asien die Epidemie verursacht hat und stellt wahrscheinlich für die Gesundheit der Bevölkerung ein geringeres Risiko dar als der asiatische Virusstamm.

Die südafrikanischen Behörden stoppten sofort alle Ausfuhren von lebendem Geflügel, Tauben, Laufvögeln (Strauße) und anderen Vögeln sowie von Fleisch und Eiern dieser Tierarten aus der gesamten Republik Südafrika an alle ihre Handelspartner und informierten uns über die Situation und die getroffenen Maßnahmen. Die Kommission setzte die leitenden Veterinärdienste der Mitgliedstaaten unverzüglich davon in Kenntnis.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt darf die Republik Südafrika an Geflügel und Geflügelerzeugnissen nur lebende Laufvögel und ihre Bruteier, frisches Fleisch und Erzeugnisse von Laufvögeln und anderen Vögeln als Geflügel (als Heimtiere gehaltene Vögel) in die EU ausführen. Die EU führt nur kleine Mengen an Straußenfleisch aus Südafrika ein.

Angesichts des Risikos der Einschleppung der Tierseuche in die EU ist jedoch eine Entscheidung der Kommission angezeigt. Daher hat die Kommission die Einfuhren lebender Laufvögel und Bruteier dieser Arten sowie von frischem Fleisch von Laufvögeln, Fleischzubereitungen und Fleischerzeugnissen, die aus Fleisch dieser Arten bestehen oder solches enthalten, sowie von anderen Vögeln als Geflügel aus dem gesamten Hoheitsgebiet der Republik Südafrika ausgesetzt.

Diese heute von der Kommission verabschiedeten Maßnahmen treten unmittelbar in Kraft. Vorläufig gelten sie bis 1. Januar 2005. Inzwischen sollten die südafrikanischen Behörden der EU ausführliche Informationen über die Seuchenlage und die zur Bekämpfung der Seuche ergriffenen Maßnahmen liefern. Angesichts dieser Informationen könnten die Maßnahmen der EU dann überprüft werden.

Die verabschiedete Kommissionsentscheidung und die Seuchenlage in Südafrika werden vom Ständigen Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit geprüft.


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