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Süßstoffe: Kommissar Byrne begrüßt Zustimmung des Rates

European Commission - IP/03/705   19/05/2003

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IP/03/705

Brüssel, 19. Mai 2003

Süßstoffe: Kommissar Byrne begrüßt Zustimmung des Rates

Der Ministerrat der EU hat heute eine politische Übereinkunft gefunden über den Vorschlag der Europäischen Kommission, zwei neue Süßstoffe in der Europäischen Union zuzulassen (Sucralose und Aspartam-Acesulfamsalz) und die Verwendung des Süßstoffs Cyclamat zu verringern.

David Byrne, für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständiges Kommissionsmitglied, dankte dem Rat für seine Unterstützung: "Wie immer, wenn es um die Zulassung von Lebensmittelzusatzstoffen geht, beruhen auch die Vorschläge der Kommission über Süßstoffe auf seriösen wissenschaftlichen Sicherheitsbewertungen und dienen dem Verbraucherschutz. Ich danke dem Rat für seine Unterstützung".

Die Zulassung und Verwendung von Süßstoffen ist wie bei allen Lebensmittelzusatzstoffen auf Ebene der EU geregelt(1), d. h. in allen Mitgliedstaaten gelten dieselben Regeln. Nach diesen Vorschriften können Zusatzstoffe in der EU nur zugelassen werden, wenn sie sicher und technisch notwendig sind und den Verbrauchern nützen. Der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss (WLA), ein unabhängiges Gremium, das die Kommission in Fragen der Verbrauchergesundheit und der Lebensmittelsicherheit berät, legt ADI-Werte fest, die angeben, welche Menge eines Zusatzstoffes ein Mensch auf die Lebenszeit berechnet täglich aufnehmen kann, ohne seine Gesundheit nennenswert zu gefährden

Bevor die Kommission die Zulassung der beiden Süßstoffe vorschlug, hatte der WLA ihre Sicherheit bestätigt. Die Stellungnahmen des Ausschusses zu Sucralose und Aspartam-Acesulfamsalz können hier abgerufen werden:

http://ec.europa.eu/food/fs/sc/scf/out68_en.pdf

http://ec.europa.eu/food/fs/sc/scf/out57_en.html

vgl. Ziffer 9.4

Der WLA hat auch den Süßstoff Cyclamat erneut geprüft. Die vorliegenden neuen Daten geben zwar keine Hinweise, dass Cyclamate für den Menschen schädlich sind, aber wissenschaftliche Untersuchungen zeigten, dass die Umsetzungsquote von Cyclamaten im Körper höher ist als bisher angenommen, weshalb der Ausschuss beschloss, den ADI-Wert für diesen Stoff von 11 auf 7 mg/kg Körpergewicht zu senken.

Mit ihrem Vorschlag, die Verwendung in Lebensmittelkategorien wie Kaugummi und Speiseeis zu verbieten und bei Erfrischungsgetränken zu verringern, will die Kommission sicherstellen, dass die Aufnahme unter dem neuen ADI-Wert bleibt. Die politische Übereinkunft des Rates folgt dem veränderten Vorschlag der Kommission, in dem sie beschlossen hat, den Gebrauch dieses Süßstoffes in Erfrischungsgetränken noch weiter zu reduzieren und die Verringerung auch auf Fruchtsäfte und Milchgetränke auszuweiten.

Nächste Schritte

Nach der heute erzielten politischen Übereinkunft, wird der Rat demnächst formell einen Gemeinsamen Standpunkt verabschieden. Das Europäische Parlament wird dann den Vorschlag in 2. Lesung beraten

Weitere Informationen:

Website der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz über Lebensmittelzusatzstoffe:

http://ec.europa.eu/food/fs/sfp/addit_flavor/additives/index_de.html

(1)Die Zulassung von Süßstoffen in der EU ist durch folgende Vorschriften geregelt:Die Rahmenrichtlinie 89/107/EWG über Lebensmittelzusatzstoffe nähert die Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten an und legt die Verfahren und Kriterien für die Zulassung von Zusatzstoffen fest.Die Richtlinie 94/35/EG über Süßstoffe regelt, welche Süßstoffe unter welchen Bedingungen für Kategorien von Lebensmitteln zugelassen sind. Mit dem aktuellen Vorschlag wird die Richtlinie zum zweiten Mal seit ihrer Verabschiedung 1994 geändert.


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