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Brüssel, 28. April 2003

Geflügelpest - Byrne besucht Krisenzentrum in den Niederlanden

EU-Kommissar David Byrne ist heute mit dem niederländischen Agrarminister Veerman und dem niederländischen Staatssekretär für Gesundheit Ross-van Dorp an einem der Krisenzentren zusammengetroffen, die die Niederlande zur Bekämpfung des Geflügelpestausbruchs in Stroe eingerichtet haben. Der für Gesundheit und Verbraucherschutz in der Europäischen Union zuständige Byrne hat auch an einem Rundtischgespräch mit betroffenen Landwirten und Regional- und Ortsvertretern in Barneveld teilgenommen.

Nach der Besichtigung des Krisenzentrums sagte Byrne: „Bei der Bekämpfung des Geflügelpestausbruchs wird ein umfassendes fachkompetentes Konzept eingesetzt. Der Minister und seine Mitarbeiter setzen alles daran, die Erkrankung in den Griff zu bekommen. Alle Beteiligten müssen alles in ihrer Macht Stehende tun, um diese Anstrengungen zu unterstützen und Vorsorge gegen die weitere Ausbreitung des Virus zu treffen. Mir wird versichert, dass durch die bisher getroffenen Maßnahmen die Zahl der neu betroffenen oder potenziell betroffenen Betriebe rückläufig ist, und ich hoffe, dass der Seuche erfolgreich Einhalt geboten werden kann. Ich hoffe außerdem, dass die uneingeschränkte Einhaltung der rigorosen Gegenmaßnahmen zu einer möglichst baldigen Wiederaufnahme der Handelsaktivitäten führt. Die Industrie hat unbestreitbar einen schweren Schlag erlitten, und es ist wichtig, dass sie sich so bald wie möglich davon erholt."

Weiter sagte er, „ich bedaure, dieses Krisenzentrum jetzt zum zweiten Mal besuchen zu müssen. Erst 2001 war in den Niederlanden die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Seinerzeit hat die Europäische Kommission die niederländische Regierung bei ihren Maßnahmen unterstützt und die betroffenen Betriebe für den Verlust ihrer Tiere teilweise entschädigt. Wir werden das jetzt wieder tun, doch kann die EU natürlich nur einen Teil der Schlussabrechnung übernehmen."

Über den Veterinärfonds trägt die Kommission rund 50 % des Kostenaufwands der Mitgliedstaaten für die Tötung und Beseitigung des Geflügels in infizierten und möglicherweise infizierten Betrieben. Sie übernimmt auch einige andere Kosten, etwa das Reinigen und Desinfizieren der Hühnerfarmen.

Nach den derzeit vorliegenden Zahlen dürften sich die Kosten für die EU auf mindestens 70 Mio. € belaufen.

Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit

Kommissar Byrne sprach sein tiefes Bedauern zum Tod des niederländischen Tierarztes Jan Bosch aus und drückte dessen Angehörigen über die niederländische Regierung sein Mitgefühl aus. „Dennoch ist nach derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen davon auszugehen, dass zur Zeit vom Erreger der Geflügelpest in den Niederlanden keine Gefahr für die Allgemeinbevölkerung ausgeht."

Abschließend betonte er, dass die Europäische Kommission die niederländischen und belgischen Behörden bei ihren Maßnahmen auch weiterhin unterstützt. „Die Kommission hat mit Unterstützung der Sachverständigen aus den anderen Mitgliedstaaten der EU insgesamt 13 Beschlüsse für Sondermaßnahmen zur wirksamen Kontrolle und Ausrottung der Seuchen in den Niederlanden und Belgien gefasst. Die Mitgliedstaaten einschließlich der Beitrittsländer werden auf einem Treffen am 6. Mai die weitere Entwicklung diskutieren.

Auf allgemeinerer Ebene laufen seit einiger Zeit Maßnahmen Überwachung, wissenschaftliche Beratung und Forschung , die in absehbarer Zeit zur Überarbeitung der EU-Vorschriften zur Bekämpfung der Geflügelpest beitragen werden."


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