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IP/03/551

Brüssel, den 16. April 2003

Volle Tagesordnung für die letzte Sitzung des Wissenschaftlichen Lenkungsausschusses

Der Wissenschaftliche Lenkungsausschuss traf sich am 10. und 11. April 2003 zu seiner letzten Sitzung, sechs Jahre nach seiner Einsetzung. Auf dieser Sitzung verabschiedete der Ausschuss Stellungnahmen zu 19 anhängigen BSE-Fragen und zur Harmonisierung der Risikobewertung. Künftig wird die Europäische Agentur für Lebensmittelsicherheit die wissenschaftlichen Gutachten liefern, auf die sich die Kommission in Fragen der Lebensmittelsicherheit auf EU-Ebene stützt.

In den sechs Jahres seines Bestehens seit 1997 hat der Wissenschaftliche Lenkungsausschuss der Kommission nahezu 270 Stellungnahmen verabschiedet, mehr als 200 Sachverständige aus 25 Ländern konsultiert und die wissenschaftliche Grundlage für mehr als 30 Legislativvorschläge geliefert; am 10. und 11. April 2003 fand seine letzte Vollversammlung statt. Eine kurze Zusammenfassung der Geschichte des Ausschusses und der Grundlagen für seinen Ansatz und seine Arbeit findet sich unter der Adresse:

http://ec.europa.eu/food/fs/sc/ssc/index_en.html

Auf seiner letzten Sitzung verabschiedete der Ausschuss nicht weniger als 19 Stellungnahmen zu noch ausstehenden Fragen. Im Bereich der BSE ging es um eine Stellungnahme zu den BSE-Fällen im Vereinigten Königreich bei Tieren, die nach dem Verfütterungsverbot vom 1. August 1996 (BARB-Fälle) auftraten; der Ausschuss ist der Ansicht, dass es keinen Grund dafür gibt, in diesen Fällen ein erhöhtes Risiko für die Verbraucher zu sehen. Verabschiedet wurden ferner Stellungnahmen zu sieben alternativen Methoden für die Behandlung von Nebenprodukten der Tierproduktion, zu der Sicherheit von Talgderivaten und zu der Verbindung zwischen Organophosphaten und BSE. Zu Derivaten aus Rindertalk revidierte der Ausschuss eine frühere Stellungnahme erheblich und vertritt jetzt beispielsweise die Ansicht, dass in GBR II-Ländern das spezifizierte Risikomaterial bei für den menschlichen Verzehr bestimmten Tieren nicht entfernt werden muss. Weitere Stellungnahmen betrafen das geographische BSE-Risiko in 11 Ländern (Paraguay, Uruguay, Brasilien, Argentinien, Chile, Costa Rica, Belarus, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Estland, Litauen und Zypern).

Der Ausschuss schloss ferner seine Beratungen über die Harmonisierung der Methoden zur Risikobewertung ab. Der Ausschuss hatte unter anderem den Auftrag, die Arbeit der die Europäische Kommission beratenden acht wissenschaftlichen Ausschüsse zu koordinieren. In diesem Zusammenhang unternahm er eine umfassende Prüfung der Möglichkeiten, die Risikobewertungsverfahren zu harmonisieren.

Der Stellungnahme zu diesem Thema beigefügt sind sieben ausführliche Berichte, unter anderem über die quantitative Risikobewertung bei Infektionskrankheiten, die ökologische Risikobewertung sowie Erwägungen der Lebensqualität im Risikobewertungsprozess.

Schließlich genehmigte der Ausschuss auch zwei Gesamtberichte, in denen die Stellungnahmen zu BSE-Themen zusammen gefasst sind und sein methodischer Ansatz zur Bewertung von BSE-Risiken erläutert werden. Die Berichte werden Anfang Mai 2003 im Internet veröffentlicht.

Und in Zukunft?

Die Europäische Agentur für Lebensmittelsicherheit wird an Stelle der Europäischen Kommission die Zuständigkeit für die Wissenschaftlichen Ausschüsse übernehmen. Künftig soll die Agentur die wissenschaftlichen Gutachten liefern, auf die sich die Kommission bei Fragen der Lebensmittelsicherheit auf EU-Ebene stützt.


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