Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR

IP/03/525

Brüssel, den 9. April 2003

Geflügelpest in den Niederlanden: Beschränkungen verlängert

Der Ständige Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit hat heute einem Vorschlag der Europäischen Kommission zugestimmt, wonach die Beschränkungen, die im Zuge der Geflügelpestepidemie in den Niederlanden verhängt wurden, bis Freitag, den 25. April, verlängert werden. Lebendes Geflügel, Bruteier sowie frische, unverarbeitete Gülle und Einstreu aus der Geflügelhaltung dürfen nicht in andere Mitgliedstaaten oder Drittländer ausgeführt werden. Mit einigen Ausnahmen gilt für lebendes Geflügel und Bruteier auch innerhalb der Niederlande ein Transportverbot. Nach den gestrigen Beratungen im Rat „Landwirtschaft" in Luxemburg haben Belgien und Deutschland außerdem strenge Hygienemaßnahmen für die Grenzregionen getroffen.

Der für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständige Kommissar David Byrne erklärte, es sei wichtig, dass die Akteure und die zuständigen Behörden in den Niederlanden und den Nachbarstaaten alle vorbeugenden Maßnahmen ergriffen und respektierten.

Seit dem 28. Februar haben sich in der niederländischen Provinz Gelderland Ausbrüche von Geflügelpest bestätigt. Letzte Woche griff die Seuche auch auf die Provinz Limburg über, die an Deutschland und Belgien grenzt. Diese beiden Länder haben an der Grenze zu dieser Provinz vorbeugende Maßnahmen ergriffen.

Bis heute sind in den Niederlanden 197 Betriebe infiziert; weitere 21 sind seuchenverdächtig. Seit Beginn der Epidemie wurden in 783 Betrieben rund 11 Millionen Tiere getötet.

Die niederländischen Behörden haben um die Seuchengebiete Pufferzonen eingerichtet, in denen alle Geflügelhaltungsbetriebe geleert werden. Um eine Ausbreitung zu verhindern wurde das Land in „Abteile" aufgeteilt. Der Verkehr von Fahrzeugen, die Geflügel, Eier usw. befördern, zwischen diesen Abteilen wird streng kontrolliert. Die Kapazitäten zur Tötung von Tieren wurden erweitert, um schnell auf neue seuchenverdächtige Fälle reagieren zu können.

Wegen der Ausbreitung der Seuche hat der Ständige Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit einem Kommissionsvorschlag zur Verlängerung der Schutzmaßnahmen bis zum 25. April um Mitternacht zugestimmt. Die Aufhebung des Exportverbots für Eintagsküken, die von der Kommission am 27. März beschlossen worden war (vgl. IP/03/437), wurde rückgängig gemacht. Auch das Einsammeln, die Lagerung und der Transport von Konsumeiern wird streng überwacht.

Die Niederlande werden dafür sorgen, dass in allen Stadien der Geflügelproduktion strengste Sicherheits- und Hygienemaßnahmen ergriffen werden, damit eine Ansteckung und mögliche Ausbreitung der Geflügelpest zwischen Betrieben verhindert wird. Diese Maßnahmen gelten vor allem dem Übertragungsrisiko zwischen Tieren, Transportmitteln, Ausrüstung und Personen, die in oder zwischen Betrieben tätig sind, Eipackstellen, Brutbetrieben, Schlachthöfen, Futtermühlen, Streuverarbeitungsbetrieben und Tierkörperbeseitigungsanstalten.

Die Maßnahmen werden auf der nächsten Sitzung des Ausschusses überprüft. In enger Zusammenarbeit mit den niederländischen Behörden wird die Kommission die Seuchenlage in den Niederlanden weiterhin genau verfolgen.


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website