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IP/03/437

Brüssel, den 26. März 2003

Geflügelpest in den Niederlanden: Einige Beschränkungen aufgehoben

Der Ständige Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit hat heute einen Vorschlag der Europäischen Kommission zur Aufhebung bestimmter Beschränkungen, die im Zuge der Geflügelpestepidemie in den Niederlanden verhängt wurden, befürwortet. Eintagsküken können ab sofort unter strengen Bedingungen ausgeführt werden. Die Vorschriften für die Überwachungszone wurden entsprechend angepasst.

Seit dem 28. Februar haben sich in der niederländischen Provinz Gelderland Ausbrüche von Geflügelpest bestätigt. Bis heute sind 96 Betriebe infiziert; weitere 43 sind seuchenverdächtig. Seit Beginn der Epidemie wurden in 254 Betrieben rund 5 Millionen Tiere getötet, und die Ausbrüche konnten somit auf die "Gelderse Vallei" in der Provinz Gelderland beschränkt werden.

Mit Aufkommen der ersten Seuchenfälle wurden unverzüglich Schutzmaßnahmen erlassen. Lebendes Geflügel und Bruteier dürfen folglich nicht aus den Niederlanden in andere Mitgliedstaaten und Drittländer versendet werden. Auch innerhalb der Niederlande selbst gilt ein Transportverbot. Seit dem 4. März ist die Verbringung von Eintagsküken und Schlachtgeflügel jedoch innerhalb der Niederlande erlaubt, und seit dem 21, März können Merzhennen, Junghennen und Bruteier wieder in niederländische Gebieten außerhalb der Überwachungszone befördert werden.

Auf der Sitzung des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit haben die Mitgliestaaten einem Kommissionsvorschlag zur weiteren Lockerung bestimmter Verbringungsbeschränkungen zugestimmt. Entsprechend können Eintagsküken, die außerhalb der Überwachungszone in mindestens 25 km Entfernung zu seuchenverdächtigen oder infizierten Betrieben geschlüpft sind, ab dem 28. März wieder in andere Mitgliedstaaten und Drittländer ausgeführt werden. Desweiteren können lebendes Geflügel und Bruteier aus Betrieben in der Überwachungszone zu Schlachthöfen bzw. Brütereien innerhalb derselben Zone verbracht werden. Um jede weitere Verschleppung des Erregers aus dem Gebiet der "Gelderse Vallei" zu verhüten, wird entlang der nördlichen und südlichen Grenzlinie dieses Gebiets außerdem eine Pufferzone eingerichtet. Zu diesem Zweck werden die Niederlande die Geflügelbestände in rund 30 Betrieben innerhalb dieser beiden Zonen präventiv räumen.

Diese Maßnahmen gelten zunächst bis 10. April und werden auf der nächsten Sitzung des Ausschusses, die für den 8./9. April 2003 anberaumt ist, überprüft. In enger Zusammenarbeit mit den niederländischen Behörden wird die Kommission die Seuchenlage in den Niederlanden weiterhin genau verfolgen.


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