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IP/03/348

Brüssel, 10. März 2003

Initiative der Kommission: neuer Online-Zugriff auf Forschungsdatenbank für Acrylamid in Lebens-mitteln

Im Zuge ihrer Bemühungen, potenzielle Risiken für die Verbrauchergesundheit deutlich zu machen und festzustellen, wie sich die Acrylamid-Konzentrationen in Lebensmitteln senken lassen, hat die Europäische Kommission eine neue Forschungsdatendank ins Internet gestellt. Diese Datenbank wurde in enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit erarbeitet und stellt EU-Forschungsarbeiten zu mehreren Themen zusammen, die mit der Problematik der Acrylamidbelastung von Lebensmitteln verbunden sind.

David Byrne, der für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständige Kommissar, unterstrich die Bedeutung der Forschungsbemühungen mit den Worten: „Wir müssen die Problematik der Acrylamidbelastung von Lebensmitteln aufmerksam untersuchen, um die potenzielle Bedrohung der Verbrauchergesundheit und den möglichen Handlungsbedarf einschätzen zu können. Es ist wichtig, dass alle Wissenschaftler einen Überblick über die laufenden Forschungsarbeiten gewinnen. Die Datenbank wird zu einer solchen Übersicht beitragen."

Acrylamid ist ein chemischer Stoff, der in Lebensmitteln durch bestimmte Zubereitungsarten entsteht, wie sie schon seit vielen Jahren oder sogar schon seit Jahrhunderten angewendet werden. Es ist keine einfache Aufgabe, herauszufinden, wie sich die Acrylamidkonzentrationen senken lassen. Insbesondere stärkehaltige Lebensmittel haben sich als betroffen erwiesen; dazu gehören beispielsweise Kartoffel- und Getreideerzeugnisse, die tiefgefroren, oder bei hohen Temperaturen gebraten oder gebacken wurden. Welches Risiko für die Verbrauchergesundheit möglicherweise besteht, ist noch unklar.

Hintergrund

Im April 2002 wiesen die schwedischen Behörden auf die Acrylamidbelastung von Lebensmitteln hin. Zur Feststellung des möglichen Risikos für die Verbrauchergesundheit konsultierte die Kommission uunverzüglich ihren Wissenschaftlichen Ausschuss für Lebensmittel. Dieser kam in seiner Stellungnahme vom 3. Juli 2002 zu dem Schluss, dass die Konzentrationen dieses potenziellen Karzinogens so weit wie vertretbar gesenkt werden sollten, wenn auch noch weitere Daten erhoben werden müssten, um eine solche Senkung herbeiführen zu können und die Konsequenzen für die Sicherheit abzuklären.

Die Kommission koordiniert mehrere Initiativen, die ermitteln sollen, was getan werden kann, um die Acrylamidbelastung von Lebensmitteln zu senken, die chemischen Auswirkungen der Zubereitung und Erhitzung zu verstehen und das mögliche Risiko für die Verbrauchergesundheit abzuklären.

Die Generaldirektion für Gesundheit und Verbraucherschutz hat in enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit eine Datenbank über die entsprechenden Forschungsarbeiten erstellt. Die Gemeinsame Forschungsstelle der Kommission koordiniert Arbeiten zu Analysemethoden und erhebt Daten. Acrylamid wurde auch als Gegenstand der Langzeitforschung in das 6. Forschungsrahmenprogramm aufgenommen.

Online-Zugriff auf die Datenbank

Die von der Generaldirektion für Gesundheit und Verbraucherschutz und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit erstellte Datenbank ermöglicht es, sich ein vollständigeres Bild der laufenden Arbeiten zur Acrylamidbelastung von Lebensmitteln zu machen. Die Informationen werden dazu dienen, die Acrylamidforschung zu unterstützen sowie effektive und einander ergänzende Fortschritte sicherzustellen. Die Datenbank wird fortlaufend aktualisiert, sobald neue Erkenntnisse vorliegen. Sie umfasst zehn verschiedene Forschungsgebiete:

  • Acrylamidkonzentrationen in Lebensmitteln

  • Acrylamidexposition durch die Ernährung

  • Möglichkeiten der Senkung der Acrylamidkonzentration in Lebensmitteln

  • Entstehungsmechanismen

  • Bioverfügbarkeit von Acrylamid in Lebensmitteln

  • Toxikologie/Karzinogenität

  • Biomarker

  • Epidemiologie

  • Analysemethoden

  • Internationale Arbeiten

Die Datenbank kann von folgender Website abgerufen werden:

http://ec.europa.eu/food/fs/sfp/fcr/acrylamide/acryl_database_en.html

Weitere Informationen zur Acrylamidbelastung von Lebensmitteln:

http://ec.europa.eu/food/fs/sfp/fcr/acrylamide/acryl_index_en.html


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