Navigation path

Left navigation

Additional tools

Ländliche Entwicklungskonferenz in Salzburg:Weniger Brüssel, mehr Salzburg, Savoyen, Südslowenien

European Commission - IP/03/1542   12/11/2003

Other available languages: EN FR ES IT

IP/03/1542

Salzburg, 12. November 2003

Ländliche Entwicklungskonferenz in Salzburg:„Weniger Brüssel, mehr Salzburg, Savoyen, Südslowenien

Anlässlich einer Pressekonferenz zur Eröffnung der Konferenz zur Zukunft der ländlichen Entwicklungspolitik in Salzburg kündigte Agrarkommissar Franz Fischler an, den lokalen Akteuren und Regionen mehr Gewicht zu geben. „Ich will mit den über 1000 Konferenzteilnehmern darüber diskutieren, wie ich die ländlichen Entwicklungsprogramme näher and die Regionen, an die Akteure heranbringen kann. Wir brauchen weniger Brüssel und mehr Salzburg, Savoyen oder Südslowenien!“, sagte Fischler. Fischler unterstrich, dass es bei der Salzburg-Konferenz darum gehe, ländliche Entwicklungspolitik als tragende Säule der Agrarpolitik auszubauen. „Pulsierende ländliche Räume sind unverzichtbar für eine nachhaltige ökologische, soziale und wirtschaftliche Entwicklung in Europa. Die Schönheit unsere Landschaften, das Land als Erholungsraum für Städter, vom Mountainbiker bis zum Wellnessfreak, als Heimat für Brauchtum und sozialer Kitt. Das alles ist nicht selbstverständlich. Das hat seinen Preis. Wenn wir nicht in der Lage sind, eine funktionierende, moderne Politik zu entwerfen, die auf diese Herausforderungen reagiert, dann befürchte ich, dass die ländlichen Räume Europas der Landflucht, der Überalterung, der Entsiedelung und der Arbeitslosigkeit anheimfallen. Beispiele dafür gibt es schon heute. Deshalb wünsche ich mir von dieser Konferenz ein starkes Signal, wie es mit der ländlichen Entwicklungspolitik nach 2006 inhaltlich und finanziell weitergehen soll.“, so der Kommissar weiter.

Fischler erwartet sich von den Konferenzteilnehmern Vorschläge, wie die gegenwärtige Politik vereinfacht werden kann. „Unser derzeitiges System ist zu kompliziert und unflexibel. Wir müssen die ländliche Entwicklungspolitik auch weiter öffnen. Die Entwicklung der ländlichen Räume kann nicht mehr alleine auf die Landwirtschaft abstellen. Wir brauchen natürlich Umstrukturierung, Diversifizierung innerhalb des Agrarbereichs. Wir brauchen aber auch Jobalternativen außerhalb des Agrarsektors, wir brauchen Infrastruktur, von der Kinderbetreuung bis zu Schulen, wenn wir das Land lebendig erhalten wollen. Dafür gibt es jetzt schon gute Ansätze. In Finnland gibt es beispielsweise ein Projekt zur Senkung der Jugendarbeitslosigkeit am Land und eines zur Förderung von Informationstechnologien.“, betonte Fischler.

Ein wichtiges Thema der Konferenz wird die Finanzierung sein. „Wir müssen auch übers Geld reden. Die Debatte über die Verteilung der EU-Gelder in einer EU der 27 hat schon begonnen. Umso wichtiger ist es, von dieser Konferenz ein klares politisches Signal an die politischen Entscheidungsträger auszusenden. Derzeit geben wir jährlich auf europäischer und nationaler Ebene über 17 Milliarden € pro Jahr für unsere ländlichen Gebiete aus.

Das ist eine Menge Geld, mit dem schon heute verschiedenste, maßgeschneiderte Programme umgesetzt werden, von der Förderung des Biolandbaus, über Investitionsbeihilfen für Jungbauern bis hin zu Vermarktungsförderungen für regionale Qualitätsprodukte.

In Salzburg müssen wir klären: Brauchen wir mehr Geld? Wenn ja, wofür? Ich bin der Überzeugung, dass es grundsätzlich in der Gesellschaft eine große Unterstützung für eine finanziell gestärkte ländliche Entwicklungspolitik gibt. Wenn wir etwas erreichen wollen, müssen wir aber in Zeiten von Sparhaushalten und Stabilitätspakt sehr gute Argumente haben.“, sagte der Kommissar abschließend.

Mehr Informationen zur Salzburg-Konferenz am Internet:

http://ec.europa.eu/agriculture/ecrd2003/index_de.htm


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website