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Datenschutz: Nach Gesprächen mit den EU-Datenschützern stimmt Microsoft der Änderung seines .NET Passport-Systems zu.

European Commission - IP/03/151   30/01/2003

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IP/03/151

Brüssel, 30. Januar 2003

Datenschutz: Nach Gesprächen mit den EU-Datenschützern stimmt Microsoft der Änderung seines .NET Passport-Systems zu.

Die Datenschutzgruppe der EU („Artikel-29-Datenschutzgruppe") hat am 29. Januar ein Arbeitspapier zu Online-Authentifizierungsdiensten angenommen. Neben einigen allgemeinen Aussagen und bestimmten Leitlinien für alle bereits bestehenden und künftigen Online-Authentifizierungssysteme enthält das Papier zwei Fallstudien zu den derzeit bekanntesten Systemen dieser Art: dem .NET Passport-System von Microsoft und dem Liberty Alliance-Projekt. Nach Gesprächen mit der Datenschutzgruppe hat sich Microsoft bereit erklärt, einen umfassenden Katalog von Datenschutzmaßnahmen umzusetzen, was wesentliche Änderungen am .NET Passport-System zur Folge haben wird. Der Zweck von Online-Authentifizierungssystemen besteht darin, es den Benutzern zu ermöglichen, durch die am System beteiligten Websites zu navigieren, ohne für jede Site ein anderes Passwort angeben zu müssen. Dies setzt allerdings voraus, dass sich die Benutzer registrieren lassen, sich in irgendeiner Form identifizieren, was oft über eine E-Mail-Adresse erfolgt, und ihre Authentizität bestätigen - häufig per Passwort.

Binnenmarktkommissar Frits Bolkestein erklärte: „Die Europäische Kommission begrüßt dieses Papier. Ich beglückwünsche die Datenschutzgruppe zu diesem konstruktiven Ansatz und zu den ausgezeichneten Ergebnissen, die sie damit erzielt haben. Das Fazit lautet, dass die Benutzerdaten besser geschützt werden. Die Wirtschaft muss sich jetzt die Leitlinien der Datenschutzgruppe zu eigen machen, wenn sie neue Systeme entwickelt."

Im Juni 2002 hatte die Datenschutzgruppe ein erstes Papier veröffentlicht, in dem die vorrangigsten Probleme beschrieben wurden. Im Anschluss daran trat die Datenschutzgruppe in einen offenen und fruchtbaren Dialog mit Microsoft, der schließlich in das Versprechen Microsofts mündete, das .NET Passport-System in grundlegenden Punkten zu ändern. Diese Umgestaltung beinhaltet unter anderem auch eine radikale Änderung des Informationsflusses.

Als wichtigstes Ergebnis der Neuerungen ist festzuhalten, dass die Benutzer sehr viel mehr Informationen und Auswahlmöglichkeiten dazu erhalten, welche Daten sie bereitstellen wollen, und unter welchen Bedingungen diese Daten von Microsoft oder den beteiligten Websites verarbeitet werden.

Die Datenschutzgruppe hat betont, dass bei der Konzeption von Online-Authentifizierungssystemen die Grundsätze der Datenschutzrichtlinie von 1995 und der nationalen Rechtsvorschriften zur Umsetzung dieser Richtlinie eingehalten werden müssen.

Die Datenschutzgruppe wurde durch Artikel 29 der Datenschutzrichtlinie 95/46/EG eingesetzt, um die Europäische Kommission in Datenschutzfragen zu beraten. Die Kommission nimmt die Sekretariatsgeschäfte der Gruppe wahr, ist aber selbst kein Mitglied.

Dieses Arbeitspapier der Datenschutzgruppe steht in keinerlei Zusammenhang mit dem laufenden Wettbewerbsverfahren der Kommission gegen Microsoft und hat auch keinen Einfluss darauf (vgl. IP/01/1232 und IP/00/906).

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung der Datenschutzgruppe, die unter folgender Adresse abrufbar ist:

http://ec.europa.eu/internal_market/de/dataprot/wpdocs/index.htm


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