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IP/03/1370

Brüssel, 10. Oktober 2003

Sicherheit von Raucharomen: Kommissar Byrne begrüßt Annahme einer neuen Verordnung durch den Rat

Der Rat hat eine Verordnung über Raucharomen verabschiedet, mit der die erheblich voneinander abweichenden nationalen Rechtsvorschriften für die Zulassung und Verwendung von Raucharomen harmonisiert werden. Raucharomen werden verwendet, um Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch oder Snacks einen Räuchergeschmack zu verleihen. Sie werden durch das Kondensieren von frischem Rauch in Wasser erzeugt. Anschließend wird der kondensierte Rauch gereinigt. Aufgrund dieses Reinigungsprozesses wird die Verwendung von Raucharomen allgemein als weniger gesundheitsbedenklich angesehen als konventionelle Räucherverfahren. Die Verordnung tritt zwanzig Tage nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft. Die Mitgliedstaaten müssen die neuen Bestimmungen innerhalb von 18 Monaten (also spätestens Anfang 2005) anwenden.

„Ich bin sehr zufrieden über die Annahme dieser neuen Vorschriften über Raucharomen“, sagte der für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständige Kommissar David Byrne. „Die Sicherheit der Verbraucher steht darin an erster Stelle. Zugleich werden die Probleme gelöst, denen die Hersteller bisher aufgrund abweichender nationaler Rechtsvorschriften bei der Vermarktung ihrer Produkte gegenüberstanden.“

Aus Rauchkondensat werden eine ganze Reihe verschiedener Raucharomen hergestellt. Der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss, ein unabhängiger Ausschuss, der die Kommission in Fragen der Verbrauchergesundheit und der Lebensmittelsicherheit berät, war zu dem Schluss gekommen, dass die vorhandene Vielzahl von Raucharomen nur auf einer begrenzten Zahl im Handel erhältlicher Rauchkondensate beruht. Deshalb sollte sich die toxikologische Bewertung auf diese Rauchkondensate konzentrieren statt auf die Vielzahl der daraus hergestellten Raucharomen.

Auf Grundlage dieser Stellungnahme wird in der Verordnung ein Verfahren für die Sicherheitsbewertung und die Zulassung von Rauchkondensaten festgelegt. Zur Beantragung der Zulassung eines Rauchkondensats muss der Antragsteller künftig detaillierte Angaben zu den Produktionsmethoden sowie zu den weiteren Schritten bei der Herstellung der Raucharomaextrakte machen. Ferner sind dem Antrag Informationen zur vorgesehenen Verwendung in oder auf spezifischen Lebensmitteln oder Lebensmittelkategorien, zu chemischen Spezifikationen, toxikologischen Untersuchungen und validierten Probenahme- und Nachweismethoden beizufügen.

Die wissenschaftliche Bewertung nimmt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens und nach einem transparenten Verfahren vor. Je nach Ergebnis dieser Bewertung wird die Kommission über jede einzelne Anwendung entscheiden.

Die aktuelle Situation in den Mitgliedstaaten hinsichtlich der Zulassung von Raucharomen ist sehr uneinheitlich. Einige Mitgliedstaaten haben sehr strenge Zulassungsverfahren, andere überhaupt keine. Die neue Verordnung umfasst klare, harmonisierte Bestimmungen für Hersteller und Nutzer von Raucharomen und gewährleistet die Sicherheit der Produkte in der gesamten EU.

Die Kommission hatte ihren Verordnungsvorschlag im Juli 2002 vorgelegt. Bereits im Juni 2003 nahm das Europäische Parlament Änderungen an, denen sowohl der Rat als auch die Kommission zustimmen konnten.

Weitere Informationen sind von folgender Website über Aromastoffe der Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz der Europäischen Kommission abrufbar:

http://ec.europa.eu/food/fs/sfp/addit_flavor/flavourings/index_de.html


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