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IP/03/1201

Brüssel, den 5. September 2003

LIFE-Drittländer: Kommission stellt Mittel für 17 Umweltschutzprojekte in Drittländern zur Verfügung

Die Europäische Kommission hat sich für 17 Umweltschutzprojekte entschieden, die im Rahmen des Programms LIFE-Drittländer 2003 eine finanzielle Förderung erhalten sollen. Für diese neuen Projekte, die aus 70 Vorschlägen ausgewählt wurden, werden insgesamt 6.567.232 € zur Verfügung gestellt. Die Projekte werden in folgenden 11 Ländern durchgeführt: Algerien, Albanien, Kroatien, Zypern, Israel, Libanon, Malta, Marokko, Russland, Tunesien und Türkei. Der Finanzzuschuss der Kommission soll zur Verbesserung der Umwelt beitragen, indem Kapazitäten und Verwaltungsstrukturen aufgebaut sowie Umweltschutzstrategien und Aktionsprogramme in diesen Ländern entwickelt werden. Die Projekte erhalten die finanzielle Unterstützung bei Einhaltung der administrativen und finanziellen Bestimmungen.

Die ausgewählten Projekte dienen in erster Linie dem Aufbau von Kapazitäten (Aufbau von Einrichtungen, Entwicklung von Strategien, Monitoringinstrumenten, Ausbildungseinrichtungen, Netzen und Datenbanken) und betreffen so verschiedene Bereiche wie die Wasserwirtschaft, die Entsorgung von festem Abfall bis hin zum Naturschutz und zum Erhalt der biologischen Vielfalt (Feuchtgebiete, Meeresumwelt, usw.). Einige Projekte haben die Anpassung an die Umweltschutzvorschriften der EU oder die Zusammenarbeit auf regionaler oder überstaatlicher Ebene zum Gegenstand. Das Gesamtbudget der Projekte beläuft sich auf 10.716.860 €. Die EU übernimmt 62% dieser Kosten.

LIFE-Drittländer

LIFE-Drittländer ist Teil des LIFE-Programms. Es handelt sich dabei um das System der Europäischen Union zur finanziellen Unterstützung der Umwelt- und Naturschutzprojekte in der gesamten EU, in den Beitrittsländern und den angrenzenden Regionen. Ziel des Programms LIFE-Drittländer ist es, einen Beitrag zum Aufbau von Kapazitäten und Verwaltungsstrukturen und zur Entwicklung von Umweltstrategien und Aktionsprogrammen in Drittländern im Mittelmeerraum und im Baltikum (ausgenommen die mittel- und osteuropäischen Länder, die Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Gemeinschaft geschlossen haben)(1) zu leisten.

Übergeordnetes Ziel von LIFE ist es, durch die finanzielle Förderung spezieller Maßnahmen zur Entwicklung und Durchführung von EU-Umweltpolitik beizutragen. LIFE besteht aus drei Teilen: LIFE-Umwelt, LIFE-Natur und LIFE-Drittländer. LIFE III hat ein Budget von insgesamt 640 Mio. €(2) für den Zeitraum 2000-2004.

Im Anhang zu dieser Pressemitteilung werden die 17 ausgewählten Projekte in Drittländern kurz beschrieben.

Weitere Einzelheiten zu jedem der 17 neuen Projekte sind zu finden auf:

http://ec.europa.eu/environment/life/project/index.htm

ANHANG

Für 2003 ausgewählte life-drittländer-projekte

Algerien

Projektbezeichnung: Aufbau einer Einsatz- und Beratungsstruktur für die Entwicklung von Normen und Sicherheitsprotokollen im Hinblick auf Asbestprobleme in Algerien

Empfänger: Nationales Zentrum für technische Unterstützung (CNAT)

LIFE-Beitrag: 454.420 € (70% der Projektkosten)

Die Asbestprobleme in Algerien sind besorgniserregend. Viele Gelände sind verseucht, die Sanierungsarbeiten sind schwierig und die Entsorgung oder Behandlung von Asbestabfällen ist problematisch. Im Rahmen des Projekts soll eine eigene Struktur zur Ausbildung spezialisierter Einsatzteams in Theorie und Praxis, zur Entwicklung von Einsatzmethoden entweder zur Unschädlichmachung von Asbest oder zur Verringerung der schädlichen Auswirkungen geschaffen werden.

Albanien

Projektbezeichnung: Regionales Büro für die integrierte Abfallentsorgung

Empfänger: Region Vlore

LIFE-Beitrag: 270.062 € (68% der Projektkosten)

Hauptziele des Projekts sind: Verbesserung der Management- und Planungskapazitäten der für die Abfallentsorgung zuständigen lokalen Behörden; Sensibilisierung der Öffentlichkeit; Aufstockung der Finanzmittel und Aufbau eines regionalen Büros für die Abfallentsorgungsplanung. Das Projekt sieht Ausbildungskurse für die lokalen Bediensteten, eine Aufklärungskampagne, die Einrichtung eines Überwachungssystems für das Abfallaufkommen, die Durchführung von Pilotprojekten für das Abfallrecycling und die Abfalltrennung, die Planung einer Deponie und die Einrichtung eines regionalen Büros vor (in Vlore).

Projektbezeichnung: Aufbau von Kapazitäten für den Erhalt der Feuchtgebiet-Ökosysteme in Albanien (ALWET)

Empfänger: Umweltzentrum für Verwaltung und Technologie (ICT)

LIFE-Beitrag: 286.351 € (70 % der Projektkosten)

Gesamtziel des Projekts ist der Aufbau von Kapazitäten, der Transfer von Wissen und die Schaffung der Grundlagen für den Erhalt der nationalen Feuchtgebietarchive als Voraussetzung für den Schutz der Feuchtgebiete in Albanien.

Einzelziele sind die Lagebewertung, die Ermittlung des Bedarfs auf nationaler Ebene, der Aufbau einer ersten Infrastruktur, der Aufbau von Kapazitäten in den zuständigen Stellen, die Verbreitung von Informationen und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit.

Kroatien

Projektbezeichnung: Neues System zur Einsammlung und zum Recycling von PET (Polyäthylenterephtalat)

Empfänger: Zentrum für Technologietransfer

LIFE-Beitrag: 479.541 € (70% der Projektkosten)

Das Projekt dient der Verbesserung der Einsammlung und des Recyclings des Kunststoffes Polyäthylenterephtalat, der für Verpackungen verwendet wird, und dem Aufbau einer bisher nicht vorhandenen Recycling-Infrastruktur in Kroatien.

Einzelziele sind:

  • Verbesserung des derzeitigen Einsammelsystems, Einführung neuer Einsammelsysteme und Anbindung der kroatischen Einsammel- und Recyclingbetriebe für PET an den europäischen Markt;

  • Unterstützung des Ministeriums für Umweltschutz und Raumplanung bei der Durchführung und Durchsetzung des neuen Regelpakets für Verpackungsabfälle.

Zypern

Projektbezeichnung: Entwicklung eines Systems der besten Verwaltungspraxis für prioritäre Abfallströme in Zypern.

Empfänger: Ministerium für Landwirtschaft, natürliche Ressourcen und Umwelt

LIFE-Beitrag: 420.000 € (70 % der Projektkosten)

Das Projekt hat die Ausarbeitung von nachhaltigen und zukunftsfähigen Systemen für drei prioritäre Abfallströme, Altfahrzeuge, Bauschutt und Abrissmüll sowie alte elektrische und elektronische Geräte zum Ziel. Das Gesamtziel besteht darin, die aktuelle Lage und die Programme für die am besten geeignete Entsorgungsmethode für diese Abfallströme genau zu analysieren.

Dem Projekt wird in Zypern ein hoher Stellenwert eingeräumt.

Projektbezeichnung: Aufbau von Kapazitäten zur Einbeziehung von Parametern der städtischen Nachhaltigkeit in die Stadtentwicklung und Raumplanung durch Verwendung von Indikatoren in Zypern (URBANGUARD)

Empfänger: Abteilung Stadtplanung und Wohnungswesen (Innenministerium Zyperns)

LIFE-Beitrag: 270.062 € (68% der Projektkosten)

Hauptziele des Projekts sind:

  • Festlegung von Strategien und Zielen für die lokale Stadtentwicklungsplanung;

  • Koordinierung der zuständigen öffentlichen Stellen zur Förderung eines im gegenseitigen Einvernehmen festgelegten integrierten Indikatorsystems;

  • Auswahl geeigneter lokaler Indikatoren für die städtische Nachhaltigkeit in den Städten Zyperns;

  • Entwicklung der Monitoring- und Berichterstattungsinstrumente und -kapazitäten für Nachhaltigkeitsindikatoren;

  • Durchführung von Pilotprojekten in ausgewählten Gebieten;

  • Dokumentierung von Methoden und Verfahren für die Umsetzung des Systems.

Im Rahmen des Projekts ist Folgendes vorgesehen: Ermittlung geeigneter Indikatoren für die städtische Nachhaltigkeit speziell für Kleinstädte, Entwicklung einer geeigneten Georeferenzierung für jeden Indikator, Beurteilung der in der EU vorhandenen Instrumente für die Überwachung und Berichterstattung und Festlegung kompatibler Verfahren hierfür für die einzelnen ministeriellen Abteilungen. Das Ziel besteht letztendlich in der Schaffung eines integrierten Indikatorinformationssystems, in der Entwicklung eines Monitoring- und Berichterstattungssystems, der Integration von Ausgangsdaten für die Flächennutzung in das System und der Durchführung von Pilotprojekten zur Beurteilung der Indikatoren und der Umweltberichterstattung in einem ausgewählten Teil Nicosias.

Projektbezeichnung: Leitlinien für die zypriotischen Behörden, die für die Konzipierung der Strategie für eine nachhaltige Entsorgung der Schweinezuchtabfälle im Einklang mit EU-Verfahren zuständig sind

Empfänger: Agrarforschungsinstitut

LIFE-Beitrag: 36.706 € (70% der Projektkosten)

Mit dem Projekt sollen die zypriotischen Behörden bei der Konzipierung und Durchführung der Strategie für die Entsorgung der Abfälle aus der Schweinezucht gemäß den EU-Richtlinien im Hinblick auf den Beitritt Zyperns zur EU unterstützt werden.

Die wesentlichen Maßnahmen des Projekts sind:

  • Beurteilung der derzeitigen Situation des Betriebs und der Abfallentsorgung in der Schweinzucht;

  • Besprechung der einschlägigen EU-Richtlinien und anderer Vorschriften und Berichterstattung darüber;

  • Analyse der aktuellen Praxis in Zypern;

  • Besprechung der besten verfügbaren Technologien, die in anderen Gebieten mit gleichem Klima angewandt werden;

  • Entwicklung und Anwendung von Pilotprogrammen für zukunftsträchtige Abfallentsorgungstechniken;

  • Beurteilung wirtschaftlicher Aspekte und Weitergabe der Ergebnisse und Erfahrungen an Behörden und Landwirte.

Mehrere staaten (Algerien Marokko Tunesien)

Projektbezeichnung: Ausbau der Kapazität zum Management der nordafrikanischen Feuchtgebiete.

Empfänger: Ramsar Büro/MedWet Koordinierungsabteilung

LIFE-Beitrag: 638.135 € (64,40% der Projektkosten)

Das Gesamtziel besteht in der Unterstützung und Konsolidierung der Umsetzung von Managementstrategien für die Feuchtgebiete Algeriens, Marokkos und Tunesiens.

Einzelziele sind:

  • Verbesserung der Kapazitäten der beteiligten Länder auf nationaler Ebene im Hinblick auf die Durchführung von Strategien zum Schutz und zur schonenden Nutzung der Feuchtgebiete unter Berücksichtigung der ökologischen Funktionen der Gebiete und Förderung einer überregionalen Zusammenarbeit bei der Verwendung spezieller Instrumente und Methoden;

  • Verbesserung der Kapazitäten auf lokaler Ebene durch Stärkung des potenziellen sozioökonomischen Nutzens der Gebiete zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der örtlichen Bevölkerung unter Berücksichtigung einer schonenden Nutzung der natürlichen Ressourcen.

Israel

Projektbezeichnung: Sakhnin Zentrum als Paradebeispiel für Umwelterziehung und internationale Zusammenarbeit in Sachen modernster Abwasserbehandlung in ländlichen Gebieten.

Empfänger: Gemeindeverbund für Umweltqualität, Agan Beit Natufa

LIFE-Beitrag: 433.048 € (65,10% der Projektkosten)

Das regionale Demonstrationszentrum Sakhnin war das erste seiner Art im arabischen Teil Israels. Zu den laufenden Tätigkeiten gehören Umweltplanung, Umwelterziehung und Abwasserbehandlung. Das Projekt wird der Sanierung der Infrastruktur in der Kläranlage zugute kommen, zu deren Abnehmer etwa 70% der lokalen Privathaushalte und die meisten landwirtschaftlichen Betriebe gehören. Das Zentrum wird die lokalen Ausbildungstätigkeiten durch den Einsatz von Studenten, Lehrern und Wissenschaftlern ausbauen, die in der Kläranlage Studien und Forschungsarbeiten durchführen. Auch ist eine internationale Zusammenarbeit mit der türkischen technischen Hochschule von Istanbul vorgesehen, um lokale Wasserversorgungsproblematiken in verschiedenen Ländern vergleichen und Ähnlichkeiten sowie Unterschiede herausstellen zu können.

Zu den wichtigsten Tätigkeiten gehören:

  • Sanierung der Kläranlage;

  • Ausbildungsmaßnahmen, z. B. Gastaufenthalte von Studenten und Lehrern, die kurze Studien und Berichte verfassen;

  • Durchführung technischer und wissenschaftlicher Forschung im Bereich der Abwasserreinigung;

  • technische Workshops einmal im Jahr;

  • internationale Zusammenarbeit mit der Universität Istanbul durch Gastaufenthalte von Professoren und zwei türkischen Studenten in Sakhnin;

  • Maßnahmen zur Verbreitung von Informationen über das Sakhnin-Zentrum und dessen Tätigkeiten.

Libanon

Projektbezeichnung: Feste institutionelle Struktur für das Management von Schutzgebieten.

Empfänger: Umweltministerium

LIFE-Beitrag: 299.686 € (67,77% der Projektkosten)

Im Rahmen des Projekts soll innerhalb des Umweltministeriums von Libanon eine feste institutionelle Struktur konzipiert und eingerichtet werden, was auch die Managementsysteme, Verfahren und die Finanzierungsregelung für Schutzgebiete umfasst. Das Ministerium entwickelte das Projekt im Hinblick darauf, die Bestandsfähigkeit der neu eingerichteten Abteilung für Schutzgebiete sicherzustellen. Das Projekt wurde im Rahmen eines umfassenden Konsultationsprozesses im ganzen Land konzipiert. Es wird auch künftig Wert darauf gelegt, dass die Betroffenen weiter einbezogen werden.

Zu den wichtigsten Tätigkeiten gehören:

  • eine strategische Überprüfung der besten Praxis für das Management und die Entwicklung von Schutzgebieten, einschließlich von strategischen Optionen, rechtlichen, verwaltungstechnischen und finanziellen Auswirkungen;

  • Ausarbeitung eines Aktionsplans für Schutzgebiete, einschließlich der Monitoring- und Beurteilungsverfahren und -indikatoren;

  • eine Pilotmaßnahme zur Umsetzung der wesentlichen Elemente des Aktionsplans für Schutzgebiete zur Feinabstimmung und Anpassung des Plans an die lokalen Bedingungen durch ein flexibles Managementsystem.

Malta

Projektbezeichnung: Einrichtung des ersten Naturschutzgebiets an der Küste Maltas.

Empfänger: Stiftung Naturschutz

LIFE-Beitrag: 211.630 € (70 %)

Ziel des Projekts ist die Einrichtung des ersten Naturschutzgebiets an der Küste der maltesischen Insel Gozo. Das Gebiet heißt Dwejra und ist für seine einzigartige Ökologie, Geomorphologie, Paläontologie und Archäologie bekannt.

Ziele sind insbesondere:

  • Entwicklung von Schutz- und Managementplänen für das Gebiet, einschließlich grundlegender Umweltmanagementinstrumente für alle Hauptbeteiligten;

  • Durchführung eines vollständigen Zyklus der Sanierung von Natur- und Kulturgebieten;

  • Verstärkung der vorhandenen Verwaltungs- und Durchsetzungskapazitäten durch Fachkenntnisse, Ausbildung und finanzielle Förderung;

  • Prepare an eco-tourism and environmental education site within the boundary of the new reserve.

Marokko

Projektbezeichnung: Wissenschaftliches Informationssystem in der Region Sahel/Doukkala (SADIN)

Empfänger: Faculté des Sciences - Université Chouaïb Doukkali (FSUCD)

LIFE-Beitrag: 412.882 € (70% der Projektkosten)

SADIN wird der Abschätzung des vorhandenen Grundwassers dienen und neue Grundwasserquellenentnahmestellen in der Region Sahel-Doukkala (Marokko) vorschlagen. Außerdem soll die Verschmutzung durch die Entnahme von Grundwasser beurteilt werden (insbesondere durch die unterirdische Infiltration von salzhaltigem Meerwasser). Ein Informationssystem zur Erfassung von Daten, Sammlung von Proben und multidisziplinären Analyse soll geschaffen werden und schließlich sollen Kenntnisse über das Umweltmanagement in trockenen, aber immer dichter bevölkerten Regionen Marokkos gesammelt werden.

Russland

Projektbezeichnung: Aufbau von Umweltkapazitäten in städtischen Unternehmen durch Anwendung des Systems für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung.

Empfänger: ECAT Kaliningrad

LIFE-Beitrag: 424.973 € (69,9% der Projektkosten)

Mit dem Projekt soll das System für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung zum Einsatz kommen, um Umweltstrategien und Aktionsprogramme in städtischen Unternehmen zu entwickeln. Das geschieht durch die Einführung des Systems in bestimmten Abteilungen der großen Wasserversorgungs- und Heizunternehmen in Kaliningrad.

Zu den wesentlichen Maßnahmen des Projekts gehören:

  • Schaffung einer strategischen Partnerschaft zwischen städtischen Unternehmen zur Förderung der Nutzung des Systems für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung und zum Transfer von Erfahrungen und Know-How;

  • Umsetzung der Vorschriften über das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung in den Wasserversorgungs- und Heizunternehmen in Kaliningrad;

  • Einrichtung von Abteilungen für Umweltdienste in den beteiligten Unternehmen;

  • Ausbildungs- und Demonstrationstätigkeiten für die Leitung und die Angestellten der beteiligten Unternehmen und der örtlichen Behörden;

  • Ausarbeitung von Leitlinien und Beispielen guter Praxis, die in anderen Ländern verwendet werden können.

Projektbezeichnung: NARVA Managementplan für das Grundwasser

Empfänger: Abteilung für staatliche Kontrolle und nachhaltige Entwicklung des Naturschutzes und der Naturnutzung in Nordwest-Russland

LIFE-Beitrag: 503.710 € (62% der Projektkosten)

Mit diesem komplexen Projekt soll die nachhaltige Entwicklung der Grundwasservorkommen an der russisch-estnischen Grenze in der Nähe der Stadt Narva gefördert werden.

Im Einzelnen geht es um Folgendes:

  • Beitrag zur klaren Definition der Zuständigkeiten der verschiedenen Behörden für das Management und den Schutz des Grundwassers in der Zielregion unter besonderer Berücksichtigung des Aufbaus von Kapazitäten in der russischen Verwaltung durch Ausbildung und neue Technologie;

  • Aufstellung eines Inventars und Bewertung früherer und gegenwärtiger Verschmutzungsquellen, die die Grundwasserqualität bedrohen;

  • Ausarbeitung eines Programms mit Sanierungsmaßnahmen für einen besseren Schutz der Qualität des Grundwassers;

  • Sensibilisierung der Öffentlichkeit, der Unternehmen und der anderen Behörden für die Notwendigkeit der Grundwassersanierungsmaßnahmen der Region Narva.

Tunesien

Projektbezeichnung: Einführung eines tunesischen Umweltzeichens

Empfänger: Internationales Zentrum für Umwelttechnologie Tunis (CITET)

LIFE-Beitrag: 403.032 € (70% der Projektkosten)

Im Rahmen des Projekts soll ein tunesisches Umweltzeichen für die Textil- und die Tourismusbranche sowie für die Landwirtschaft entwickelt werden. Bei der Vergabe des Umweltzeichens für Textilien sind hauptsächlich Umweltverschmutzungsprobleme (Pestizide, Farbstoffe, Chemikalien) und der Wasserverbrauch ausschlaggebend. In der Tourismusbranche geht es um Wasser- und Energieeinsparungen sowie um das Abfallrecycling. Bei der Landwirtschaft liegt der Schwerpunkt auf der Herstellung von Qualitätserzeugnissen für den Export.

Türkei

Projektbezeichnung: Verwertung landwirtschaftlicher Abfälle in der Türkei

Empfänger: Universität Cukurova, agrarwissenschaftliche Fakultät

LIFE-Beitrag: 383.787 € (70% der Projektkosten)

Mit dem Projekt sollen in der Türkei Option ermittelt werden, wie landwirtschaftliche Abfälle mit einem positiven Nutzeffekt für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig verwertet werden können. Im Rahmen des Projekts werden optimale Mechanismen für die Verwaltung, Gesetzgebung und die Institutionen ermittelt und ihre Einführung vorgeschlagen, um eine nachhaltige Lösung für Abfälle aus der Landwirtschaft zu finden. Auch ist eine Förderung von Investoren vorgesehen, die an Aktivitäten in diesem Bereich interessiert sind.

Die Maßnahmen umfassen:

  • Kartierung des Aufkommens von landwirtschaftlichen Abfällen im Land nach räumlichen und zeitlichen Aspekten, darunter auch Angabe der Art, der Menge, der derzeitigen Verwendung, Tendenzen usw.;

  • Bestandsaufnahme der - hauptsächlich in der EU - vorhandenen Technologien zur Ermittlung von Lösungen für die lokale Umwelt;

  • Ermittlung von legislativen, administrativen und institutionellen Hindernissen für die Verwertung landwirtschaftlicher Abfälle;

  • Ausarbeitung eines Aktionsplans für das Umweltministerium mit praktischen Ansätzen zur Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen;

  • Ausbildungsmaßnahmen für Beteiligte.

Projektbezeichnung: Anpassung des türkischen Rechts an die Seveso-II-Richtlinie

Empfänger: Ministerium für Umwelt und Forstwirtschaft, Generaldirektion für Umweltmanagement

LIFE-Beitrag: 276.269 € (70% der Projektkosten)

In dem (2002 finanzierten) MEDA-Bericht „Environmental Legislation for Turkey” wurde auf erhebliche Unterschiede zwischen den EU-Vorschriften und dem türkischen Recht hingewiesen.

Es wurde nachdrücklich empfohlen, dass neue türkische Vorschriften ausgearbeitet werden sollten, um die Anforderungen der Seveso-Richtlinie zu erfüllen.

Gesamtziel des LIFE-Projekts ist die vollständige Umsetzung der Seveso-Richtlinie. Das Projekt umfasst die Sammlung von Daten und die Besprechung der derzeitigen Praktiken, die Entwicklung einer Strategie, die Ausarbeitung eines vorläufigen Programms für die Umsetzung, die Ausarbeitung einer Vorlage für eine Seveso-Verordnung, die Ausarbeitung der wichtigsten Leitlinien und die Einführung eines geeigneten Informationssystems.

(1)Teilnahmeberechtigt am LIFE-Drittländer-Programm sind folgende Länder/Gebiete: Ägypten, Albanien, Algerien, Bosnien-Herzegowina, Israel, Jordanien, Kroatien, Libanon, Malta, Marokko, Syrien, Tunesien, Türkei, Westjordanland und Gazastreifen, Zypern und die Ostseeküste Russlands (Gebiet von Kaliningrad und St. Petersburg).

(2)Je 47% der Mittel stehen für die Programme LIFE-Natur und LIFE-Umwelt zur Verfügung, die restlichen 6% für das Programm LIFE-Drittländer.


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