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Gemeinschaftsinitiative URBAN II: EU beteiligt sich mit 10,7 Mio. an Erneuerung des Stadtteils Mirafiori Nord" in Turin, Italien

European Commission - IP/02/83   17/01/2002

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IP/02/83

Brüssel, den 17. Januar 2002

Gemeinschaftsinitiative URBAN II: EU beteiligt sich mit 10,7 Mio. € an Erneuerung des Stadtteils „Mirafiori Nord" in Turin, Italien

Michel Barnier, für Regionalpolitik zuständiges Kommissionsmitglied, hat bekanntgegeben, dass die Europäische Kommission ein Programm zur Erneuerung des Stadtteils „Mirafiori Nord" in Turin (Italien) genehmigt hat. Mit diesem Vorhaben im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative URBAN(1) wird die Europäische Union im Zeitraum 2000-2006 einen Beitrag in Höhe von 10,7 Mio. € bereitstellen. Hierdurch wurden aus dem öffentlichen Sektor weitere Investitionen im Wert von 16,1 Mio. € und aus dem privaten Sektor 1,6 Mio. € mobilisiert, so dass insgesamt Mittel in Höhe von 28,4 Mio. € zur Verfügung stehen. Schwerpunkte sind Qualifizierungsmaßnahmen, Verbesserung des physikalischen und wirtschaftlichen Umfelds und verschiedene Maßnahmen zur Förderung der Integration von benachteiligten Bevölkerungsgruppen insbesondere in den Arbeitsmarkt.

Bei Bekanntgabe der Entscheidung erklärte Kommissar Barnier: "Kennzeichen der URBAN-Programme ist der kreative und innovative Ansatz der Stadterneuerung. Diese Programme sind sehr bürgernah ausgerichtet und beziehen die örtliche Bevölkerung auf allen Stufen des Entscheidungsprozesses mit ein. Das Programm für Turin ist hier keine Ausnahme. Es mobilisiert eine starke Partnerschaft auf lokaler Ebene. Die Schwerpunkte soziale Integration, Qualifizierung und Erneuerung der wirtschaftlichen Infrastruktur und des physikalischen Umfelds sind Ziele, die ich uneingeschränkt unterstütze. Ich bin zuversichtlich, dass dieses Programm einen entscheidenden Beitrag zur Stadterneuerung in Turin leisten wird."

Fördergebiet sind die südlichen Stadtteile von Turin in der Nähe FIAT-Industriegebiets „Mirafiori Nord" mit einer Fläche von 2,135 km2 und 24 843 Einwohnern. In diesem Gebiet gibt es große soziale und wirtschaftliche Probleme: Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Armut, niedriger Bildungs- und Ausbildungsstand, vernachlässigte Gebäude und öffentliche Flächen, ein großer Anteil an Sozialwohnungen mit schlechter Wohnqualität und Umweltschäden. Außerdem wird das Gebiet von Hauptverkehrsstraßen durchzogen, die eine hohe Luft- und Lärmbelastung verursachen.

Andererseits finden sich in dem Stadtteil weiträumige Grün- und Freiflächen. Die Bürgerbeteiligung in dem Gebiet ist traditionell hoch, außerdem weist die Wirtschaft in dem Gebiet ein starkes Wachstumspotenzial auf.

Das Programm hat folgende Schwerpunkte:

Umweltfreundliche Stadterneuerung und Verbesserung des natürlichen Umfelds: Verbesserung des städtischen und natürlichen Umfelds (EU-Beitrag: 6,2 Mio. €).

Qualifizierungsmaßnahmen und Infrastruktur zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung: Anreize zur Förderung der Wirtschaftstätigkeit (EU-Beitrag: 2,5 Mio. €).

Gesellschaftliche Entwicklung und Integration: Förderung von sozialen Einrichtungen sowie verschiedene Maßnahmen zur Förderung des sozialen Zusammenhalts und der Rückkehr benachteiligter Bevölkerungsgruppen in den Arbeitsmarkt (EU-Beitrag: 1,4 Mio. €).

Weite 0,6 Mio. € stellt die EU für die technische Hilfe zur Verfügung.

Wie alle URBAN-Programme wird auch dieses Programm aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE, zuständig: Kommissar Barnier) finanziert.

URBAN

Ziel der Gemeinschaftsinitiative URBAN ist die "wirtschaftliche und soziale Wiederbelebung krisenbetroffener Städte und Stadtviertel zur Förderung einer dauerhaften Stadtentwicklung". Mit der zweiten Auflage von URBAN (URBAN II) für den Zeitraum 2000-2006 werden 70 benachteiligte städtische Gebiete in der ganzen EU gefördert. Die EU allein stellt Fördermittel von insgesamt 728,3 Mio. € bereit, wodurch weitere öffentliche und private Mittel mindestens in gleicher Höhe mobilisiert werden.

Die Fördermittel von URBAN II belaufen sich für ganz Italien auf 114,8 Mio. €. Es wurden Programme für Turin, Mailand, Genua, Carrara, Pescara, Caserta, Taranto, Mola di Bari, Crotone und Misterbianco vorgelegt.

Ein besonderes Merkmal von URBAN II ist die Entwicklung innovativer Modelle für die Stadterneuerung. Ein weiteres Kennzeichen ist die große Bedeutung, die der Partnerschaft und der Mitwirkung der lokalen Akteure beigemessen wird. Außerdem findet ein EU-weiter Austausch von Informationen und Erfahrungen im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung statt.

URBAN II wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Gefördert werden Initiativen wie die Renovierung von Gebäuden und die Sanierung öffentlicher Anlagen, örtliche Beschäftigungsinitiativen, Verbesserung des allgemeinen und beruflichen Bildungssystems zur Integration benachteiligter Gruppen, Entwicklung umweltfreundlicher öffentlicher Verkehrsmittel, Förderung eines effizienteren Energiemanagements, Einsatz erneuerbarer Energien und Erschließung des Potenzials der Informations- und Kommunikationstechnologie.

Die Kommission genehmigt die Programme auf Vorschlag einer Partnerschaft, an der die verschiedenen lokalen Akteure beteiligt sind. Die Programmlaufzeit erstreckt sich über den gesamten Zeitraum 2000-2006, wobei die lokalen Entscheidungsträger auf allen Stufen dieses Prozesses einbezogen werden.

Verwaltungsbehörde

Zuständig für die Durchführung des URBAN-II-Programms ist der Stadtrat von Turin.

Anschrift:

The town Council of Torino

Comune di Torino,

Settore Progetto Periferie

Via S. Francesco d'Assisi, 3

I - 10122 Torino

E-Mail: periferie@comune.torino.it

Weitere Informationen

Ergänzende Informationen über das URBAN-II-Programm finden sich im MEMO/01/301 vom 25. September 2001 oder auf folgenden Websites:

Europäische Kommission : http://www.inforegio.ec.europa.eu/wbpro/PRORD/prordc/prordc18_de.htm

Italienische Regierung: http://www.infrastrutturetrasporti.it

Stadt Turin: http://www.comune.Torino.it

(1) Beschreibung der Gemeinschaftsinitiative URBAN II: siehe unten.


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