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IP/02/809

Brüssel, 4. Juni 2002

Kommission unterstützt allgemeine Verbreitung der Internet-Partnerschaften von Schulen

In dem unter der Zuständigkeit von Viviane Reding, für Bildung und Kultur zuständiges Kommissionsmitglied, für die Tagung des Europäischen Rates von Sevilla erstellten und von der Europäischen Kommission verabschiedeten Bericht wird vorgeschlagen, dass sämtliche 150 000 Sekundarschulen Europas bis Ende 2006 eine Internet-Partnerschaftsverbindung mit einer oder mehreren Schulen in anderen Mitgliedstaaten oder sogar - im Rahmen des interkulturellen Dialogs - in Drittländern eingehen. Dies wird jedem jungen Europäen die Möglichkeit geben, an einem Internet-Schulprojekt während seiner Schuljahre teilzunehmen. Voraussetzung für die Verwirklichung dieses Ziels ist eine verstärkte Schulung der Lehrer und die Einrichtung von Diensten zur Unterstützung dieser Partnerschaften. Als mögliche Themen für die Partnerschaften schlägt die Kommission den Spracherwerb, Kulturaustausch, die europäische Staatsbürgerschaft oder die Umweltbildung vor.

"Die Nutzung neuer Kommunikationstechnologien in der Schule, die Entwicklung einer digitalen Kultur und die gemeinsame Modernisierung unserer Bildungssysteme sind zu Prioritäten der Europäischen Union geworden und stehen regelmäßig auf der Tagesordnung des Europäischen Rats. Mit dem Vorschlag einer allgemeinen Verbreitung von Internet-Partnerschaften unter Schulen leistet die Kommission - gemäß dem Auftrag des Europäischen Rats von Barcelona - erneut einen Beitrag zum erfolgreichen Übergang der europäischen Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme zur wissensbasierten Wirtschaft, und zwar vor allem im Bereich der Bildung", kommentierte Viviane Reding und fügte hinzu, dass zu ihren "politischen Prioritäten die Verabschiedung eines eLearning-Programms in den kommenden Monaten zählt, das den Aufbau dieser Partnerschafen unterstützen wird".

Zwar gibt es in der Europäischen Union bereits Tausende von Schulpartnerschaften, die in vielen Fällen neue Kommunikationstechniken nutzen (gemeinsame Internet-Sites, E-Mail usw.), doch sind diese Partnerschaften noch nicht systematisch organisiert und erstrecken sich nicht auf Lernprojekte. Im Bericht der Kommission wird vorgeschlagen, einen Rahmen zu stecken, der allen jungen Europäern in ihrer Sekundarschulzeit Gelegenheit bieten soll, in Abstimmung mit ihren Lehrern an einem Lernprojekt über Internet teilzunehmen, das gemeinsam mit Schülern anderer Schulen in Europa durchgeführt wird.

Die Kommission hat folgende Voraussetzungen für eine allgemeine Verbreitung der Partnerschaften in einem kohärenten Rahmen ermittelt, der auch die Entwicklung von Projekten und gemeinsamen Materialien sowie regelmäßigen Austausch zur Durchführung dieser Projekte umfasst:

  • Die zuständigen staatlichen Stellen in allen Mitgliedstaaten müssen bis Ende 2003 das Ziel von 15 Schülern je Computer, der ans Internet angeschlossen ist, erfüllen.

  • Diese staatlichen Stellen müssen für künftige Partnerschaften jährlich Haushaltsmittel von 1 500-10 000 € je Sekundarschule vorsehen, je nachdem, wie groß das Engagement in der Partnerschaft ist. Mit diesen Mitteln sind vor allem die Besuche von Lehrern und Schülern, die Wartung der Ausstattung und die Kommunikationskosten zu bestreiten.

  • Überall müssen Schulungen für Lehrer der Sekundarstufe durchgeführt werden, nicht nur, damit sie lernen, Anlagen und Internet zu benutzen, sondern auch und vor allem, damit sie lernen, das Internet und die europäischen Partnerschaften in ihre pädagogische Praxis zu integrieren.

  • Auf den entsprechenden Ebenen müssen Beratungs- und Unterstützungsstrukturen für die Schulen, insbesondere für die Schulleitungen, zu den Modalitäten für den Abschluss von europäischen Partnerschaften eingerichtet werden, u. a. zu Partnerschaftsmodellen und Austausch von bewährten Verfahren, Partnersuche, Telefonberatung, Informationen über Wissensquellen, Übersetzungshilfen.

Die Kommission unterstützt bereits das Projekt "European Schoolnet", ein Netz aus 24 Bildungsministerien, das zur Einrichtung eines Bildungsportals im Dienste der Schulen in Europa geführt hat (http://www.eun.org/eun.org2/eun/fr/index_eun.html). Sie hat außerdem in den letzten Jahren Initiativen zur Sensibilisierung der Schulen für die pädagogische Nutzung des Internets gestartet: die Netd@ys, die jedes Jahr eine Woche lang Schulen über Projekte zusammenführen (Thema der Woche vom 18. bis 24. November 2002 wird die visuelle Erziehung sein), aus denen sich oft dauerhafte Partnerschaften entwickeln; und die eSchola-Woche, in der mit Hilfe der neuen Technologien die besten pädagogischen Praktiken herausgestellt werden.

Gestützt auf diese Erfahrung und im Rahmen ihres künftigen Programms eLearning kann die Kommission die allgemeine Verbreitung von Internet-Partnerschaften unterstützten, insbesondere die Schaffung von Kontaktzentren und den Austausch bewährter Verfahren. In dem Zeitraum, in dem das eLearning-Programm vorbereitet und verabschiedet werden soll, will die Kommission vorbereitende Maßnahmen einleiten, die die allgemeine Einrichtung von Internet-Partnerschaften der Schulen bis 2006n ermöglichen sollen, während über die laufenden Gemeinschaftsprogramme (SOKRATES und LEONARDO DA VINCI) weiterhin Projekte gefördert werden, die die virtuelle Mobilität und die Entwicklung innovativer pädagogischer Methoden zum Gegenstand haben.


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