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Gemeinschaftsinitiative URBAN II: EU beteiligt sich mit 4,9 Mio. EURO an Stadterneuerung in Pescara, Italien

European Commission - IP/02/79   17/01/2002

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IP/02/79

Brüssel, den 17. Januar 2002

Gemeinschaftsinitiative URBAN II: EU beteiligt sich mit 4,9 Mio. EURO an Stadterneuerung in Pescara, Italien

Michel Barnier, für Regionalpolitik zuständiges Mitglied der EU-Kommission, hat bekanntgegeben, dass die Europäische Kommission ein Programm zur Stadterneuerung in Pescara (Italien) genehmigt hat. Mit diesem Programm im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative URBAN(1) wird die Europäische Union im Zeitraum 2000-2006 einen Beitrag in Höhe von 4,9 Mio. € leisten. Mit den EU-Fördermitteln konnten weitere 7,3 Mio. € aus dem öffentlichen Sektor mobilisiert werden, so dass für das Vorhaben insgesamt 12,2 Mio. € zur Verfügung stehen werden. Zu den Schwerpunkten zählen Qualifizierungsmaßnahmen, Verbesserung des physikalischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie verschiedene Maßnahmen zur Integration von benachteiligten Bevölkerungsgruppen insbesondere in den Arbeitsmarkt.

Bei Bekanntgabe der Entscheidung erklärte Kommissar Barnier: "Kennzeichen der URBAN-Programme ist der kreative und innovative Ansatz der Stadterneuerung. Diese Programme sind sehr bürgernah ausgerichtet und beziehen die örtliche Bevölkerung auf allen Stufen des Entscheidungsprozesses mit ein. Das Programm für Pescara macht hier keine Ausnahme. Es mobilisiert eine starke Partnerschaft auf lokaler Ebene. Die Schwerpunkte soziale Integration, Qualifizierungsmaßnahmen und Erneuerung der wirtschaftlichen Infrastruktur und des physikalischen Umfelds sind Ziele, die ich uneingeschränkt unterstütze. Ich bin zuversichtlich, dass dieses Programm einen entscheidenden Beitrag zur Stadterneuerung in Pescara leisten wird."

Fördergebiet sind die flussnahen Stadtteile von Pescara mit einer Bevölkerungszahl von 21 769 und einer Fläche von 5,48 km2. Die Grenzen des Fördergebiets bilden die Eisenbahnanlagen, das Flughafen- und das Flussgebiet. Im Fördergebiet befinden sich einige Wohnblocks mit Sozialwohnungen. Das Gebiet hat mit schwerwiegenden sozialen und wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen: Industriebrachen (5,5% des Fördergebiets), verwahrloste Gebäude und öffentliche Flächen, Umweltschäden, Arbeitslosigkeit, Armut, ein hoher Anteil an Einwanderern und soziale Ausgrenzung.

Andererseits stehen große Freiflächen (ehemalige Industriegebiete und Flussufer) für Begrünungsmaßnahmen zur Verfügung. Das Gebiet befindet sich in der Nähe des historischen Stadtkerns:

Das Programm konzentriert sich auf vier Schwerpunkte, mit der diese Probleme in Angriff genommen werden sollen:

  • Verbesserung der Infrastrukturen und öffentlichen Flächen. Verbesserung der städtischen Umwelt (EU-Beitrag: 2,4 Mio. €).

  • Verbesserung der natürlichen Umwelt. (EU-Beitrag: 0,7 Mio. €).

  • Gesellschaftliche Integration. Förderung sozialer Einrichtungen, Qualifizierungsmaßnahmen und verschiedene Maßnahmen zur Integration benachteiligter Bevölkerungsgruppen in den Arbeitsmarkt (EU-Beitrag: 0,7 Mio. €).

  • Unternehmertum und Beschäftigungspakte. Förderung des Unternehmertums und Erschließung von Geschäftsgebieten. (EU-Beitrag: 0,8 Mio. €).

Außerdem stellt die EU einen Beitrag in Höhe von 0,3 Mio. € für die technische Hilfe zur Verfügung.

Wie alle URBAN-Programme wird auch dieses Programm aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE, zuständig: Michel Barnier) finanziert.

URBAN

Ziel der Gemeinschaftsinitiative URBAN ist die "wirtschaftliche und soziale Wiederbelebung krisenbetroffener Städte und Stadtviertel zur Förderung einer dauerhaften Stadtentwicklung". Mit der zweiten Auflage von URBAN (URBAN II) für den Zeitraum 2000-2006 werden 70 benachteiligte städtische Gebiete in der ganzen EU gefördert. Die EU allein stellt Fördermittel von insgesamt 728,3 Mio. € bereit, wodurch weitere öffentliche und private Mittel mindestens in gleicher Höhe mobilisiert werden.

Die Fördermittel von URBAN II belaufen sich für ganz Italien auf 114,8 Mio. €. Es wurden Programme für Turin, Mailand, Genua, Carrara, Pescara, Caserta, Taranto, Mola di Bari, Crotone und Misterbianco vorgelegt.

Ein besonderes Merkmal von URBAN II ist die Entwicklung innovativer Modelle für die Stadterneuerung. Ein weiteres Kennzeichen ist die große Bedeutung, die der Partnerschaft und der Mitwirkung der lokalen Akteure beigemessen wird. Außerdem findet ein EU-weiter Austausch von Informationen und Erfahrungen im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung statt.

URBAN II wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Gefördert werden Initiativen wie Renovierung von Gebäuden und Sanierung öffentlicher Anlagen, örtliche Beschäftigungsinitiativen, Verbesserung des allgemeinen und beruflichen Bildungssystems zur Integration benachteiligter Gruppen, Entwicklung umweltfreundlicher öffentlicher Verkehrsmittel, Förderung eines effizienteren Energiemanagements, Einsatz erneuerbarer Energien und Erschließung des Potenzials der Informations- und Kommunikationstechnologie.

Die Kommission genehmigt die Programme auf Vorschlag einer Partnerschaft, an der die verschiedenen lokalen Akteure beteiligt sind. Die Programmlaufzeit erstreckt sich über den gesamten Zeitraum 2000-2006, wobei die lokalen Entscheidungsträger auf allen Stufen dieses Prozesses einbezogen werden.

Verwaltungsbehörde

Anschrift:

The Town Council of Pescara

Comune di Pescara

Uff. Urban II Pescara,

Piazza Italia

I - 65100 Pescara

E-mail: urban2.pescara@infinito.it

Weitere Informationen

Ergänzende Informationen zu URBAN II finden sich im MEMO/01/301 vom 25. September 2001 oder auf folgenden Websites:

Europäische Kommission:

http://www.inforegio.ec.europa.eu/wbpro/PRORD/prordc/prordc18_de.htm

Italienische Regierung: http://www.infrastrutturetrasporti.it

Stadt Pescara: http://www.pescara.comune.cc

(1) Beschreibung der Gemeinschaftsinitiative URBAN II: siehe unten.


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