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Brüssel, den 17. Januar 2002

URBAN II: EU-Beitrag in Höhe von 15 Mio. Euro zur Stadterneuerung in Crotone (Italien)

Der für Regionalpolitik zuständige EU-Kommissar Michel Barnier gab die Genehmigung eines Stadterneuerungsprogramms für Crotone (Italien) durch die Europäische Kommission bekannt. Dieses Programm im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative URBAN(1) wird von der EU im Zeitraum 2000-2006 mit 15 Mio. Euro gefördert. Zusätzlich zu den EU-Fördermitteln werden von der öffentlichen Hand Investitionen in Höhe von 10 Mio. Euro getätigt, so dass sich die Gesamtmittelausstattung des Programms auf 25 Mio. Euro beläuft. Zu den Schwerpunkten des Programms zählen Berufsbildungsmaßnahmen, die Verbesserung der physischen Umwelt und der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie verschiedene Maßnahmen zur Förderung der Integration benachteiligter Bevölkerungsgruppen insbesondere in den Arbeitsmarkt.

Zur dieser Entscheidung erklärte Michel Barnier: "Die URBAN-Programme bieten ein kreatives und innovatives Konzept für die Stadterneuerung. Sie sind bürgernah ausgerichtet und beziehen die örtliche Bevölkerung auf allen Stufen des Entscheidungsprozesses ein. Das Programm für Crotone bildet hierbei keine Ausnahme. Es mobilisiert eine starke lokale Partnerschaft und umfasst Schwerpunkte wie soziale Integration, Berufsbildung sowie Erneuerung der wirtschaftsnahen Infrastruktur und Verbesserung der Umweltbedingungen, die ich voll und ganz unterstütze. Ich bin überzeugt, dass dieses Programm einen wesentlichen Beitrag zur Stadterneuerung in Crotone leisten wird."

Das Programmfördergebiet an der Küste hat eine Fläche von 8,4 km2 und zählt 50 200 Einwohner. Das Gebiet wird von Fernstraßen und Eisenbahnlinien durchquert und schließt Industriegebiete, Neubaugebiete, einen Teil des historischen Zentrums und Stadtviertel am Ufer des Flusses Esaro und an der Küste ein. Es ist mit gravierenden sozialen und wirtschaftlichen Problemen konfrontiert und geprägt von verfallenden Industrieanlagen (rückläufige Entwicklung des Industriesektors), Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Armut, Mangel an Chancengleichheit, verwahrlosten Gebäuden und öffentlichen Räumen sowie Umweltschäden.

Andererseits sollen die antike Siedlung Kroton (700 v. Chr.) und die industriearchäologisch bedeutende Stätte (aufgelassene Industrieanlagen aus dem späten 19. Jahrhundert) saniert werden, um die Wirtschaft zu diversifizieren und die Tätigkeiten in den Sektoren Archäologie und Fremdenverkehr auszubauen.

Das Programm umfasst die folgenden Schwerpunkte:

Gemischte Flächennutzung und umweltfreundliche Neuerschließung: die zu finanzierenden Projekte dienen der Sanierung von verseuchten Flächen, der Erstellung einer Erdbebenkarte mit Schutzmaßnahmen, der Verbesserung der natürlichen Umwelt (Wasser, getrennte Müllsammlung), der Sanierung der Gebäude und Freiflächen und der Erhaltung des Kulturerbes (EU-Beitrag: 11,9 Mio. Euro).

Unternehmertum und Beschäftigungspakte: Förderung der Gründung von KMU, Unterstützung von Handwerk und Handel, Berufsbildung, Fremdenverkehr und Schutz des Kulturerbes sowie Entwicklung des Tourismussektors (EU-Beitrag: 2 Mio. Euro).

Umweltfreundlicher Verkehr: Im Mittelpunkt stehen die Umstrukturierung des Verkehrswesens und der Aufbau eines intelligenten Verkehrsleitsystems (EU-Beitrag: 0,2 Mio. Euro).

Weitere EU-Mittel in Höhe von 0,9 Mio. Euro sind für technische Hilfe bestimmt.

Wie alle URBAN-Programme wird auch dieses aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unter der Zuständigkeit von Michel Barnier finanziert.

URBAN

Ziel der Gemeinschaftsinitiative URBAN ist die "wirtschaftliche und soziale Wiederbelebung der krisenbetroffenen Städte und Stadtrandgebiete zur Förderung einer dauerhaften Städteentwicklung". Die zweite Auflage von URBAN (URBAN II) gilt für den Zeitraum 2000-2006. Im Rahmen dieser Initiative werden 70 benachteiligte städtische Gebiete in der gesamten EU gefördert. Allein die EU stellt insgesamt Fördermittel in Höhe von 728,3 Mio. Euro bereit, wodurch weitere Mittel des öffentlichen Sektors und der Privatwirtschaft in zumindest gleicher Höhe mobilisiert werden.

Die Fördermittel im Rahmen von URBAN II für Italien belaufen sich auf insgesamt 114,8 Mio. Euro. Es wurden Programme für Turin, Mailand, Genua, Carrara, Pescara, Caserta, Tarent, Mola di Bari, Crotone und Misterbianco eingereicht.

Ein besonderes Merkmal von URBAN II ist die Entwicklung innovativer Modelle für die Stadterneuerung. Ein weiteres Kennzeichen ist die große Bedeutung, die der Partnerschaft und der Mitwirkung der lokalen Akteure beigemessen wird. Außerdem findet ein EU-weiter Austausch von Informationen und Erfahrungen im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung statt.

URBAN II wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Gefördert werden Initiativen wie die Renovierung von Gebäuden und die Sanierung öffentlicher Anlagen, örtliche Beschäftigungsinitiativen, die Verbesserung des allgemeinen und beruflichen Bildungssystems zur Integration der benachteiligten Gruppen, die Entwicklung umweltfreundlicher öffentlicher Verkehrsmittel, die Förderung eines effizienteren Energiemanagements, der Einsatz erneuerbarer Energien und die Erschließung des Potenzials der Informationsgesellschaft.

Auf Vorschlag einer Partnerschaft, der die verschiedenen lokalen Akteure angehören, genehmigt die Kommission die Programme. Die Programmlaufzeit erstreckt sich über den gesamten Zeitraum 2000-2006, wobei die lokalen Akteure auf allen Stufen dieses Prozesses einbezogen werden.

Verwaltungsbehörde

Verwaltungsbehörde für das URBAN-II-Programm für Crotone ist der Stadtrat von Crotone:

Comune di Crotone

Assessorato all'Urbanistica

Dott.ssa Anna Maria Monizzi

Piazza della Resistenza

I - 88900 Crotone

Tel.: +39 (0) 962 921408

Fax. +39 (0) 962 921332

E-mail: mtmonizzi@libero.it

Weitere Auskünfte

Einzelheiten zu URBAN II finden Sie in der Unterlage MEMO/01/301 vom 25. September 2001 und auf folgenden Websites:

Europäische Kommission : http://www.inforegio.ec.europa.eu/wbpro/PRORD/prordc/prordc18_de.htm

Zuständige Regierungsstelle: http://www.infrastrutturetrasporti.it

(1) Einzelheiten zu URBAN II siehe unten.


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