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BSE - WLA veröffentlich neue Stellungnahme

European Commission - IP/02/748   22/05/2002

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IP/02/748

Brüssel, den 22. Mai 2002

BSE - WLA veröffentlich neue Stellungnahme

Der Wissenschaftliche Lenkungsausschuss (WLA), der die Europäische Kommission unter anderem in Sachen BSE berät, veröffentlicht heute eine auf seiner Sitzung in der vergangenen Woche angenommene Stellungnahme, in der er die Frage des Alters von 12 Monaten prüft, ab dem die Wirbelsäule von Rindern nicht in die Lebensmittelherstellung gelangen darf ("T-Bone").

Der WLA bekräftigte seine Position vom 12. Januar 2001, dass bei Tieren, die nach dem Inkrafttreten des Verfütterungsverbots geboren sind, nur ein geringes BSE-Risiko besteht vorausgesetzt, das Verbot wurde und wird ordnungsgemäß eingehalten und durchgesetzt.

Der WLA kam zu dem Schluss, dass weder die vorliegenden Forschungsergebnisse noch die Resultate des BSE-Schnelltestprogramms von 2001 Argumente für die Heraufsetzung der Altersgrenze für Rinder liefern, die vor dem Inkrafttreten des Verfütterungsverbots geboren wurden.

Der WLA forderte die Mitgliedstaaten auf, das Risiko einer Exposition von Menschen vor und nach der Durchführung von Risikomanagementmaßnahmen einschließlich des uneingeschränkten Verfütterungsverbots zu bewerten. Danach sehe er sich in der Lage, seine Stellungnahme zu dem für den Menschen durch Spezifiziertes Risikomaterial (SRM) gegebenen BSE-Risiko zu überarbeiten und zu aktualisieren.

Aus Sicht der Europäischen Kommission eröffnet diese Stellungnahme die Möglichkeit, Gespräche mit den Mitgliedstaaten darüber zu beginnen, ob die Altersgrenze für die Entfernung der Wirbelsäule bei Rindern, die nach dem neuen Verfütterungsverbot geboren sind, heraufgesetzt werden soll. Dabei müssen Beweise für die tatsächliche Einhaltung des Verbots herangezogen werden.

Weitere Stellungnahmen

Der WLA hat ferner seine Einschätzung des geographischen BSE-Risikos (GBR) in Österreich und Finnland aktualisiert. Er kam zu dem Schluss, dass beide Länder in der Klasse GBR III verbleiben sollten, d. h. es gibt eine geringe Anzahl von BSE-Fällen. Das interne System beider Länder wird jedoch als sicher angesehen, und das Risiko neuer Infektionen bei Rindern, die nach dem uneingeschränkten Verfütterungsverbot von 2001 geboren sind, ist äußerst gering.

Der WLA nahm eine Stellungnahme an zur Sicherheit von Rinderembryonen und von tierischem Lab. Rinderembryonen gelten als risikofrei, sofern die Protokolle der Internationalen Gesellschaft für den Embryotransfer (IETS) eingehalten werden. Bezüglich Lab wird darauf verwiesen, dass das potenzielle Risiko je nach Quelle (Rinder, kleine Wiederkäuer oder Schweine) und Verwendung (Lebensmittel oder Arzneimittel) unterschiedlich ist.

Außerdem nahm der WLA eine Stellungnahme an zur Wirksamkeit eines neuen Verfahrens für die Behandlung tierischer Abfälle mittels alkalischer Hydrolyse bei hoher Temperatur und hohem Druck, das die TSE-Übertragung verhindern soll. Der vollständige Wortlaut der WLA-Stellungnahmen findet sich unter folgender Adresse:

http://ec.europa.eu/food/fs/sc/ssc/outcome_en.html


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