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URBAN II: EU-Beitrag in Höhe von 12,3 Mio. EUR zur Stadterneuerung in Sant Adrià del Besós (Spanien)

European Commission - IP/02/49   14/01/2002

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IP/02/49

Brüssel, 14 Januar 2002

URBAN II: EU-Beitrag in Höhe von 12,3 Mio. EUR zur Stadterneuerung in Sant Adrià del Besós (Spanien)

Der für Regionalpolitik zuständige Kommissar Michel Barnier gab die Genehmigung eines Stadterneuerungsprogramms für Sant Adrià del Besós (Katalonien) durch die Europäische Kommission bekannt. Dieses Programm im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative URBAN(1) wird von der EU im Zeitraum 2000-2006 mit 12,3 Mio. EUR gefördert. Aus öffentlichen Mitteln in Spanien werden weitere 12,3 Mio. EUR investiert, so dass für das Programm insgesamt 24,6 Mio. EUR bereitstehen. Programmschwerpunkte sind die Verbesserung des Unternehmensumfelds und die Förderung neuer Technologien, die Eingliederung benachteiligter Gruppen in den Arbeitsmarkt und die Verbesserung der städtischen Umwelt.

Zur dieser Entscheidung erklärte Michel Barnier: "Die URBAN-Programme bieten ein kreatives und innovatives Konzept für die Stadterneuerung. Sie sind bürgernah ausgerichtet und beziehen die örtliche Bevölkerung auf allen Stufen des Entscheidungsprozesses ein. Das Programm für Sant Adrià del Besós bildet hierbei keine Ausnahme. Es mobilisiert eine starke lokale Partnerschaft und umfasst Schwerpunkte wie soziale Integration, Berufsförderung und Modernisierung der wirtschaftlichen Infrastruktur, die ich voll und ganz unterstütze. Ich bin überzeugt, dass dieses Programm einen wesentlichen Beitrag zur Stadterneuerung in Sant Adrià del Besós leisten wird."

Das Programmgebiet umfasst hauptsächlich den Bezirk La Mina der Stadt Sant Adrià del Besós mit 13 000 Einwohnern, der unter zunehmenden Entwicklungsproblemen mit wirtschaftlich und sozial benachteiligter Bevölkerung und mangelnden Basisdienstleistungen leidet.

Das Programm konzentriert sich auf fünf Schwerpunkte, mit der diese Probleme angegangen werden sollen:

  • Umweltgerechte Erneuerung vernachlässigter Gebiete: Sanierung heruntergekommener städtischer Flächen (EU-Beitrag: 9,6 Mio. EUR);

  • Beschäftigungspakte: Förderung von Unternehmertätigkeiten, Handel, Genossenschaften, Klein- und Mittelbetrieben, Verbesserung sozialer Dienstleistungen (EU-Beitrag: 0,5 Mio. EUR);

  • Basisdienstleistungen und soziale Eingliederung: allgemeine und berufliche Bildung für gesellschaftliche Randgruppen (EU-Beitrag: 1,6 Mio. EUR);

  • Abfallbehandlung, Wasserwirtschaft, Lärmreduzierung, Verringerung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe: Reduzierung und selektive Verwertung, Sammlung und Behandlung von Abfällen (EU-Beitrag: 0,1 Mio. EUR);

  • Informationsgesellschaft: Förderung des Zugangs zu neuen Technologien und ihres Einsatzes (EU-Beitrag: 0,1 Mio. EUR).

Weitere EU-Mittel in Höhe von 0,4 Mio. EUR sind für technische Hilfe bestimmt.

Wie alle URBAN-Programme wird auch dieses aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unter der Zuständigkeit von Michel Barnier finanziert.

URBAN

Ziel der Gemeinschaftsinitiative URBAN ist die "wirtschaftliche und soziale Wiederbelebung krisenbetroffener Städte und Stadtviertel zur Förderung einer dauerhaften Stadtentwicklung". Mit der zweiten Auflage von URBAN (URBAN II) für den Zeitraum 2000-2006 werden 70 benachteiligte städtische Gebiete in der ganzen EU gefördert. Die EU allein stellt Fördermittel von insgesamt 728,3 Mio. EUR bereit, wodurch weitere öffentliche und private Mittel mindestens in gleicher Höhe mobilisiert werden.

Die Fördermittel von URBAN II belaufen sich für ganz Spanien auf 110,3 Mio. EUR. Programme wurden für Cáceres, Gijón, Granada, Jaén, Orense, Pamplona, San Sebastian-Pasajes, San Cristóbal de la Laguna und Teruel eingereicht.

Ein besonderes Merkmal von URBAN II ist die Entwicklung innovativer Modelle für die Stadterneuerung. Ein weiteres Kennzeichen ist die große Bedeutung, die der Partnerschaft und der Mitwirkung der lokalen Akteure beigemessen wird. Außerdem findet ein EU-weiter Austausch von Informationen und Erfahrungen im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung statt.

URBAN II wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Gefördert werden Initiativen wie Renovierung von Gebäuden und Sanierung öffentlicher Anlagen, örtliche Beschäftigungsinitiativen, Verbesserung des allgemeinen und beruflichen Bildungssystems zur Integration benachteiligter Gruppen, Entwicklung umweltfreundlicher öffentlicher Verkehrsmittel, Förderung eines effizienteren Energiemanagements, Einsatz regenerierbarer Energien und Erschließung des Potenzials der Informations- und Kommunikationstechnologie.

Die Kommission genehmigt die Programme auf Vorschlag einer Partnerschaft, an der die verschiedenen lokalen Akteure beteiligt sind. Die Programmlaufzeit erstreckt sich über den gesamten Zeitraum 2000-2006, wobei die lokalen Entscheidungsträger auf allen Stufen dieses Prozesses einbezogen werden.

Verwaltungsbehörde

Finanzministerium

Secretaría de Estado de Presupuesto y Gasto

Dirección General de Fondos Comunitarios y Financiación Territorial

Paseo de la Castellana, 162

E-28046 Madrid

Tel.: ++34 915834917

Fax: ++34 915835272

E-Mail: aplazab@sepg.minhac.es

Weitere Informationen

Ergänzende Informationen zu URBAN II finden Sie in der Unterlage MEMO/01/301 vom 25. September 2001 und auf folgender Website der Europäischen Kommission:

http://www.inforegio.ec.europa.eu/wbpro/PRORD/prordc/prordc18_de.htm

(1) Nähere Beschreibung von URBAN II siehe unten.


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