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Kommission beschließt Verlängerung des Aktionsplans, der das Internet sicherer machen soll

European Commission - IP/02/465   25/03/2002

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IP/02/465

Brüssel, den 25. März 2002

Kommission beschließt Verlängerung des Aktionsplans, der das Internet sicherer machen soll

Die Europäischen Kommission hat heute beschlossen, den Aktionsplan zur sichereren Nutzung des Internet um zwei Jahre zu verlängern. Seit 1996 ist die EU ein Wegbereiter des Kampfes gegen illegale und schädliche Inhalte im Internet. Der Aktionsplan zur sicheren Nutzung des Internet bildet einen Eckstein dieses Kampfes der Union. Jetzt schlägt die Kommission eine neue Phase des derzeitigen Aktionsplans vor, damit dieser bis 2004 laufen kann. „Inhalt und Anwendungen stehen weit oben auf unserer Tagesordnung bezüglich der Entwicklung des Internet", erklärte Erkki Liikanen, das für Unternehmen und die Informationsgesellschaft zuständige Mitglied der Europäischen Kommission. „Wir müssen aber auch dafür sorgen, dass das Internet für uns alle sicherer wird. Dieser Aktionsplan trägt dazu bei. Jetzt werden wir uns darauf konzentrieren, das Bewusstsein für eine sicherere Nutzung des Internet zu schärfen. Dies gilt vor allem für personalisierte, interaktive (wie Chatten und Online-Spiele) und mobile Anwendungen sowie für weitere neue Anwendungen, die seit der Konzipierung des ursprünglichen Aktionsplans aufgekommen sind."

Der Aktionsplan zur sicheren Nutzung des Internet soll

  • durch den Aufbau eines Netzes von Meldestellen in Europa und die Förderung der Selbstkontrolle ein sichereres Umfeld schaffen;

  • zur Entwicklung von Filter- und Bewertungssystemen für Inhalte beitragen;

  • grenzübergreifende europäische Sensibilisierungsmaßnahmen fördern.

Die Europäische Kommission schlägt nun vor, den derzeitigen Aktionsplan (1999-2002) zu verlängern und dafür 13,3 Mio. Euro an zusätzlichen Mitteln bereitzustellen (der Finanzrahmen für den ursprünglichen Aktionsplan betrug 25 Mio. Euro).

Zur Aufstellung eines Folgeprogramms konsultierte die Kommission die relevanten interessierten Kreise. Dabei stellte sich eine überzeugende Unterstützung für eine Koordinierung im Bereich der sichereren Nutzung des Internet sowohl auf einzelstaatlicher wie auch auf europäischer Ebene heraus.

Der erweiterte Aktionsplan wird

  • zur Erreichung der Ziele des Aktionsplans eEurope beitragen;

  • Maßnahmen zur Förderung des Informationsaustauschs und der Koordinierung mit den einschlägigen interessierten Kreisen auf einzelstaatlicher Ebene umfassen. Dies gilt speziell auch für die Beitrittsländer;

  • alle Akteure auf dem Gebiet der Selbstkontrolle in einem Forum zusammenbringen;

  • verschiedene Arten illegaler Inhalte oder Verhaltensweisen abdecken, einschließlich der Verbreitung rassistischen Materials;

  • nach Wegen suchen, um Kinder vor Kontakten mit Kinderschändern über das Netz zu schützen.

Mit der zweiten Phase wird eine mögliche folgende, breiter angelegte Initiative in Bezug auf Internetinhalte und neue Online-Medien vorbereitet. Ggf. wird dabei die Schaffung speziell für Kinder entworfener hochwertiger europäischer Inhalte sowie das Erlernen des Umgangs mit den neuen Medien unterstützt, dessen Thema die Konvergenz der Technologien und umfassendere Fragen der sicheren Netznutzung etwa der Verbraucherschutz - wären.

Projektbeispiele

  • Das durch die EU bezuschusste Sensibilisierungsvorhaben „Educaunet" (http://www.educaunet.org/) legte am 20. März in Paris seine Ergebnisse vor (http://www.social.gouv.fr/htm/info_com/fete_02/intro.htm), wobei der Schwerpunkt auf der zentralen Rolle der Erziehung bei der Schaffung eines sichereren Internet lag. Es wurden eine Reihe benutzerfreundlicher Werkzeuge und Materialien sowohl für Kinder als auch für Erwachsene produziert, wobei vor allem interaktive Werkzeuge und Spiele genutzt wurden. Auch Kommunikationsmaßnahmen wurden entwickelt, darunter der Aufbau eines Partnernetzes, das sich aus den Kreisen der Medien, der Eltern, der Sachverständigen und der Erzieher zusammensetzt.

  • Der ICRA, der Verband zur Bewertung von Internet-Inhalten (Internet Content Rating Association), stellte seinen ICRAfilter am Donnerstag, dem 21. März 2002, vor. Dieser Filter bedeutet eine wichtige Entwicklung im Zuge der laufenden Bemühungen des Verbandes, Kinder vor möglicherweise schädlichem Material zu schützen, ohne das Recht auf freie Meinungsäußerung der Anbieter von Inhalten zu beinträchtigen. Der ICRAfilter betont die Wahlfreiheit des Nutzers. Der Filter wird weiter verbessert, um Listen durch Dritte gesperrter bzw. zugelassener Webseiten zu ermöglichen. Er wird durch führende gemeinnützige und kommerzielle Unternehmen angepasst und verteilt werden. http://www.icra.org

Weitere Informationen über den Aktionsplan zur sichereren Nutzung des Internet finden Sie auf folgenden Webseiten:

http://ec.europa.eu/information_society/programmes/iap/index_en.htm

http://www.saferinternet.org

Plattform für den Erfahrungsaustausch über Fragen der Sensibilisierung)


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