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Sicherheit von Nahrungsergänzungen Kommissar Byrne begrüßt politische Einigung im Rat

European Commission - IP/02/404   13/03/2002

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IP/02/404

Brüssel, 13. März 2002

Sicherheit von Nahrungsergänzungen Kommissar Byrne begrüßt politische Einigung im Rat

Kommissar David Byrne äußerte sich heute zufrieden über den Standpunkt des Parlaments zur vorgeschlagenen Richtlinie über Nahrungsergänzungen. Das Europäische Parlament stimmte heute für den vom Ministerrat als gemeinsamen Standpunkt verabschiedeten Gesetzestext, und macht so den Weg für die endgültige Verabschiedung der neuen EU-weiten Vorschriften frei. Hierdurch werden die deutlich voneinander abweichenden nationalen Regelungen für den Verkauf von Nahrungsergänzungen in Form von Pillen und Kapseln harmonisiert und gemeinsame Sicherheitsbestimmungen für vitamin- und mineralhaltige Nahrungsergänzungen eingeführt. Etikettierungen sollen den Verbraucherinnen und Verbrauchern eingehende Informationen über den Gehalt an Vitaminen und Mineralien sowie über die tägliche Dosis geben und auch einen Warnhinweis für den Fall enthalten, dass die in den Anweisungen des Herstellers vorgesehenen Aufnahmen überschritten werden.

„Ich bin mit dem heute erzielten Ergebnis sehr zufrieden", sagte David Byrne, Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz. „Ziel dieser Gesetzgebung ist es, vor allem die Vorrangigkeit der Sicherheit der Verbraucher und Verbraucherinnen und ihr Recht auf freie Auswahl in Kenntnis der Sachlage; ferner werden die Probleme gelöst, denen sich die Hersteller bei der Vermarktung ihrer Produkte auf Grund der gegenwärtig unterschiedlichen nationalen Vorschriften gegenübersehen. So haben die Verbraucher eine breite Palette sicherer Produkte in ganz Europa zur freien Auswahl, was in einigen Mitgliedstaaten heute noch nicht der Fall ist. Mit der Richtlinie sollen Nahrungsergänzungen nicht verboten werden, wie einige Lobbyisten den Verbrauchern einsuggerieren wollen. Die Verbraucher kommen auf Grund ihrer unzureichenden Aufnahme essentieller Vitamine und Mineralien zu dem Schluss, dass sie Nahrungsergänzungen brauchen. Ihnen muss die Etikettierung eindeutige Information darüber geben, wie diese Stoffe zu verwenden sind und wie sie nicht verwendet werden dürfen. Außerdem müssen wir sicherstellen, dass die chemischen Ausgangsstoffe für die Herstellung von Vitaminen und Mineralien zur Nahrungsergänzung sicher sind und einer unabhängigen wissenschaftlichen Bewertung unterliegen. Diese Grundsätze der Lebensmittelsicherheit und der transparenten Information sind im Weißbuch zur Lebensmittelsicherheit niedergelegt und gelten hier wie für alle anderen Lebensmittel auch. Es muss jedoch klar sein, dass eine abwechselungsreiche Ernährung der beste Weg zu einem gesunden Leben ist."

Die Kommission legte den Vorschlag für diese Richtlinie im Mai 2000 vor und reagierte damit auf die zunehmende Verwendung von Pillen und Kapseln als Nahrungsergänzung und auf die unterschiedlichen nationalen Regelungen und Haltungen in Bezug auf das immer größere Angebot an derartigen Produkten.

Der Vorschlag verfolgt einen doppelten Zweck. Er soll erstens einen allgemeinen Rahmen und Sicherheitsregeln für Nahrungsergänzungen aufstellen, Zunächst werden detaillierte Bestimmungen über Vitamine und Mineralien festgelegt. Vorgeschrieben werden maximale Grenzwerte für Vitamin- und Mineralienaufnahmen auf der Grundlage einer wissenschaftlichen Risikobewertung und von Daten über Vitamin- und Mineralienaufnahme aus anderen Nahrungsmitteln, wobei auch gebührend zu berücksichtigen ist, was als angemessene Vitamin- und Mineralienaufnahme einer Durchschnittsperson zu betrachten ist.

Die Kommission plant, in den nächsten fünf Jahren einen Bericht und entsprechende Maßnahmen für andere Arten von Zutaten für Nahrungsergänzungen vorzulegen.

Zweitens sollen die Verbraucherinnen und Verbraucher durch die Etikettierung detaillierte Informationen erhalten, damit sie ihre Auswahl in voller Sachkenntnis treffen können. In seiner heute beschlossenen Form sieht der Text beispielsweise vor, dass die Etikettierung von Flaschen mit Vitaminpillen eindeutige Angaben zur täglichen Dosis, einen Warnhinweis auf mögliche Gesundheitsrisiken bei Überdosierung und eine Erklärung dahingehend enthalten muss, dass die Pillen eine abwechslungsreiche Ernährung nicht ersetzen können. Behauptungen, wonach das Erzeugnis Krankheiten verhüten, behandeln oder heilen könne, sind unzulässig.


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