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Mitgliedstaaten unterstützen Vorschläge der Kommission zur Bekämpfung von TSE bei Schafen und Ziegen

European Commission - IP/02/1896   17/12/2002

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IP/02/1896

Brüssel, 17. Dezember 2002

Mitgliedstaaten unterstützen Vorschläge der Kommission zur Bekämpfung von TSE bei Schafen und Ziegen

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union nahmen gestern Vorschläge von Kommissar David Byrne zur Auflage eines neuen Programms zur Tilgung und Prävention von Scrapie bei Schafen an. Byrnes Vorschläge zielen darauf ab, das Auftreten übertragbarer spongiformer Enzephalopathien (TSE) bei Schafen und Ziegen durch Programme zur Förderung der Resistenz, verstärkte Tilgungsmaßnahmen und neue Einfuhrbestimmungen zu vermindern. Die einzige bekannte Form von TSE bei Schafen und Ziegen ist Scrapie, eine Krankheit, die seit Jahrhunderten existiert und bis heute keine Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit gehabt hat. BSE, ebenfalls eine Form von TSE, könnte theoretisch Schafe und Ziegen infiziert haben, wofür es aber keinen praktischen Nachweis gibt. Die Mitgliedstaaten befürworteten die Vorschläge auf einer Sitzung des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit, der sich aus nationalen Veterinärexperten zusammensetzt.

„Ich bin sehr froh, dass die Mitgliedstaaten meine Vorschläge für Tilgungs- und Zuchtprogramme angenommen haben", sagte David Byrne, Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz. „Die Tilgung von Scrapie mit traditionellen Mitteln hat sich als ausgesprochen schwierig erwiesen. Die Resistenz der Schafbestände gegen diese Krankheit ist die beste langfristige Strategie für die Bekämpfung von Scrapie."

Die erste Entscheidung verpflichtet die Mitgliedstaaten, ein Programm zur Züchtung von Schafen aufzulegen, die gegen TSE resistent sind. Das Ziel ist die Vermehrung resistenter Gene bei den Schafen. Die Entscheidung stützt sich auf Fortschritte, die bereits in nationalen Programmen in den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich und Frankreich erzielt wurden. Sie gibt zudem die Rahmenbedingungen für die Anerkennung der TSE-Resistenz bestimmter Schafbestände vor. Die Rechtsvorschrift sieht auch Ausnahmeregelungen für vom Aussterben bedrohte Schafrassen vor.

Die zweite Verordnung führt Vorschriften für die Tilgung von Scrapie in Haltungsbetrieben ein, in denen ein Fall von Scrapie bei Schafen oder Ziegen nachgewiesen wurde. In Bezug auf Schafe stützen sich die Maßnahmen wiederum hauptsächlich auf genetische Resistenz und umfassen die Beseitigung aller Tiere mit Ausnahme der resistentesten. Die betroffenen Haltungsbetriebe dürfen ihre Bestände anschließend nur mit resistenten Tieren aufstocken. Auch hier sind Ausnahmen vorgesehen, die es den Mitgliedstaaten ermöglichen, ihre Bestände an resistenten Tieren aufzubauen und Rassen mit geringer natürlicher Resistenz zu schützen.

Die dritte Verordnung gleicht die Einfuhrbestimmungen für lebende Schafe und Ziegen an die innerhalb der Europäischen Union geltenden Bestimmungen an. Die Maßnahmen sollen gewährleisten, dass nur gegen Scrapie resistente Tiere oder Tiere aus scrapiefreien Beständen in die EU einführt werden, so dass interne Bemühungen um die Tilgung von Scrapie nicht durch Importe untergraben werden.


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